Dienstag, 23. Mai 2017


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Tack: Besondere Naturräume erhalten und erlebbar machen

(lifePR) (Potsdam, ) Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergibt heute im Rahmen der zweiten Tranche des Nationalen Naturerbes (NNE) 4.000 Hektar des rund 12.000 Hektar großen ehemaligen Truppenübungsplatzes an die Heinz-Sielmann-Stiftung. Die Fläche ist Bestandteil eines rund 9.000 Hektar großen FFH-Gebietes. Sie umfasst Heide, Sukzessionsflächen und Wald. "Der ehemalige Truppenübungsplatz ist trotz seiner hohen Munitionsbelastung naturschutzfachlich von ganz besonderem Wert und bildet einen unzerschnitten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten", so Umweltministerin Anita Tack (Linke) heute anlässlich der feierlichen Unterzeichnung der Überlassungsvereinbarung. Sie erinnerte an den jahrzehntelangen Kampf der Menschen der Region gegen die Weiternutzung des ehemalige Bombodroms als Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr.

Das nördliche Viertel der Kyritz Ruppiner Heide ist Bestandteil des Naturparks Stechlin - Ruppiner Land. Die anderen Flächen sind als FFH-Gebiet Wittstock - Ruppiner Heide Teil des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Die Sielmannstiftung will die Heidelandschaft erhalten und die Fläche touristisch erschließen - soweit dies aufgrund der Munitionsbelastung zulässig ist.

"Weder der Bund noch das Land können alle Flächen des Naturerbes dauerhaft aus eigener Kraft pflegen, unterhalten und möglichst auch für die Menschen erlebbar machen", sagte die Ministerin. "Hier bilden Stiftungen und Verbände, die sich mit großem Engagement dieser Aufgabe annehmen, ein Bindeglied zwischen der staatlichen und der gesellschaftlichen Verantwortung zur Umsetzung der Ziele des Naturschutzes und dem Erhalt besonderer Naturräume und der biologischen Vielfalt." Sie erinnerte daran, dass sich die Sielmann-Stiftung schon frühzeitig im Land Brandenburg engagiert hat: "Die Bergbauflächen in Wanninchen, die Groß Schauener Seen und die Döberitzer Heide zeigen, dass die Sielmänner und -frauen nicht davor zurückschrecken, auch Großprojekte anzustoßen und mit langem Atem für das Gelingen zu kämpfen."

Die Kyritz Ruppiner Heide ist wegen der extremen Munitionsbelastung eine noch schwierigere Aufgabe als die Döberitzer Heide. Von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die Eigentümerin der Fläche bleibt, soll ein Managementplan für das gesamte FFH-Gebiet erarbeitet werden. Alle Akteure in der Region sind zur Mitarbeit eingeladen. Der Antrag zur 100prozentigen Förderung durch Land und EU wird derzeit geprüft.

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