Dienstag, 21. Februar 2017


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Pionierrasen auf dem früheren Standortübungsplatz: Umweltministerin Juliane Rumpf unterzeichnet Landesverordnung über das Naturschutzgebiet Lanken

(lifePR) (Kiel, ) Der Kreis Herzogtum Lauenburg bekommt ein weiteres Naturschutzgebiet: Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat die Landesverordnung unterzeichnet, mit der der Kreis Herzogtum Lauenburg die Anzahl seiner Naturschutzgebiete auf 28 erhöht.

Das über 250 Hektar große Gebiet erstreckt sich hauptsächlich auf Flächen des ehemaligen Standortübungsplatzes Lanken, der nach Ende seiner Nutzung bereits 1996 für Zwecke des Naturschutzes einstweilig sichergestellt worden war. Die angrenzende Kasernenanlage wurde vom Kreis Herzogtum Lauenburg zum Gewerbegebiet umgewidmet und vergrößert. Als Ausgleich hat der Kreis große Teile der in seinem Eigentum stehenden Flächen für Zwecke des Naturschutzes zur Verfügung gestellt.

Die Gesamtgröße der im Kreis Herzogtum Lauenburg liegenden Naturschutzgebiete erhöht sich damit auf ca. 6.300 Hektar, das sind rund 5 Prozent der Kreisfläche (Landesdurchschnitt: 2,9 Prozent).

Umweltministerin Rumpf sagte zur Begründung: "Die Bedeutung des Gebietes für den Naturschutz liegt im wesentlichen in der Vielfalt seiner Lebensräume, zu der die streckenweise noch naturnahe Steinau und deren Niederung ebenso gehört wie angrenzende und zum Teil extensiv genutzte Feuchtgrünländer, Waldlebensräume sowie ehemals wenig bis gar nicht gedüngtes Grünland auf sandigen Böden. Das Naturschutzgebiet sichert die noch nicht der intensiven Nutzung unterliegenden Flächen dauerhaft."

Im neuen Naturschutzgebiet sind verschiedene, überwiegend nährstoffarme Lebensräume wie so genannte Pionierrasen und Mineralgrasfluren anzutreffen. Staudensäume, Kleingewässer, Feuchtgrünländer, Feucht- und Nasswälder und Knicks bilden eine artenreiche Landschaftsstruktur, in denen beispielsweise Silbergras, das Kleine Habichtskraut, die Hohe Schlüsselblume und die Sumpfschwertlilie zu finden sind. Schutzziel ist, diese Lebensräume als Reste einer ehemals großräumigen offenen und halboffenen Landschaft dauerhaft zu sichern für zum Beispiel die Feldlerche, das Rebhuhn, den Laubfrosch, das Grüne Heupferd und die Blaugrüne Mosaikjungfer sowie weitere wichtige Vogel-, Amphibien-, Heuschrecken und Libellenarten.

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