Minister Schneider: Ohne soziale Gerechtigkeit ist die Menschenwürde in Gefahr

Sozialminister hält Festvortrag bei Neueinweihung des kirchlichen Sozialinstituts Kommende Dortmund

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Ein leidenschaftliches Plädoyer für soziale Gerechtigkeit hat Minister Guntram Schneider heute (26. November 2011) bei seinem Festvortrag zur Neueinweihung des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende Dortmund, gehalten. Nur bei umfassender Verteilungsgerechtigkeit komme es auch zu einer wirklichen Beteiligungsgerechtigkeit, zitierte der Minister eine Erklärung der kirchlich-gewerkschaftlichen Initiative.

"Wenn die soziale Schere immer weiter auseinandergeht, wenn prekäre Arbeitsverhältnisse zunehmen, wenn fast ein Viertel der Kinder als arm gelten, wenn Migranten deutlich schlechtere Schulabschlüsse haben und Menschen mit Behinderung von einer gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft nur träumen können - dann fehlt es an sozialer Gerechtigkeit, dann ist die Menschenwürde in Gefahr", sagte Minister Schneider.

Als Minister für Arbeit, Integration und Soziales trete er in allen diesen Politikfeldern für mehr gesellschaftliche Teilhabe ein: "Das heißt für mich, den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken und die immer tiefer gehende gesellschaftliche Spaltung zu stoppen. Ich sehe mein Haus als ein Teilhabeministerium und meine Aufgabe darin, für die Schwachen in dieser Gesellschaft einzutreten."

Armutsverursacher Nummer eins sei die Arbeitslosigkeit, gefolgt von prekärer Beschäftigung mit Befristungen, Leiharbeit und Armutslöhnen, so der Minister. Die Landesregierung setze sich deshalb beispielsweise für Mindestlöhne und eine Regulierung der Minijobs ein. Um den Übergang in Ausbildung zu verbessern, habe das Land eine obligatorische Berufsorientierung ab dem achten Schuljahr eingeführt. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte werden durch das gerade auf den parlamentarischen Weg gebrachte "Integrations- und Teilhabegesetz" bessere Chancen bekommen, und Menschen mit Behinderung sollen durch den "Aktionsplan Inklusion - eine Gesellschaft für alle" in ihren Teilhabemöglichkeiten gestärkt werden.

Soziale Gerechtigkeit gehöre zu den Grundlagen eines dauerhaften Friedens, materielle Not sei konkrete Unfreiheit, zitierte Schneider den Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. An diesen Maßstäben müsse eine dem Gemeinwohl verpflichtete Politik ihre Arbeit orientieren.
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