Wie sehen Orts- und Stadtzentren mit Zukunft aus?

Regionalkonferenz der Metropolregion Nordwest beleuchtete die Herausforderungen vitaler Zentren

(lifePR) ( Delmenhorst, )
Die Orts- und Stadtzentren unterliegen seit geraumer Zeit einem deutlichen Wandel. Leere Schaufenster und eine zurückgehende Angebotsvielfalt beeinträchtigt die Attraktivität und Vitalität der Ortsmitten negativ. Die Digitalisierung im Einzelhandel und gesellschaftliche Veränderungsprozesse sind Gründe für diese sichtbaren städtebaulichen und funktionalen Veränderungen in den Zentren. Betroffen sind alle, nicht nur die kleinen und mittleren Kommunen, sondern ebenso die Innenstädte und Stadtteilzentren der Oberzentren.

In der Markthalle Delmenhorst, mitten in der Fußgängerzone, diskutierten auf der Regionalkonferenz „24/7 – Lebendige Zentren der Zukunft“ hundert Vertreter aus mehr als fünfzig Kommunen aus der Metropolregion Nordwest die künftigen Trends und die Frage, ob und wie sie die Entwicklung der Zentren beeinflussen können.

Sieben Referenten skizzierten in Ihren Beiträge die sozialen, ökonomischen, räumlichen und technologischen Veränderungen sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien. Das IFH Köln stellte anhand des Beispiels Delmenhorst aktuelle Ergebnisse aus seiner Untersuchung „Vitale Innenstädte“ vor. Im Fokus standen dabei das geänderte Konsumverhalten, wie z.B. der Online-Einkauf, und die Frage wie der Einzelhandel, aber auch die Kommunen und die Immobilieneigentümer reagieren können. Alternative Nutzungsszenarien und Möglichkeiten zur Schaffung von Aufenthaltsqualität wurden intensiv diskutiert.

Im Zentrum des Vortrags von Klaus Mensing, Leiter der Arbeitsgruppe „Zukunft der (Stadt-) Zentren ohne Handel?“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), sowie Inhaber des Büros CONVENT Mensing, stand die Frage „Was folgt auf den Handel?“ mit Ausführungen zur Verbesserung der Frequenz und der Erlebnisqualität der Zentren sowie Vorschlägen zur stärkeren Identifikation der Bewohner mit „ihrer“ Innenstadt oder „ihrem“ Ortszentrum. Insbesondere die sich wandelnden Rahmenbedingungen, Anforderungen und mögliche Strategien der Immobilieneigentümer wurden beleuchtet.

Prof. Dr. Ares Kalandides, Professor für Stadt- und Regionalmanagement an der Manchester University, international tätig in der Beratung von Städten, berichtet dazu über mögliche Lösungsansätze. Ergänzt wurden die Vorträge durch einen eher städtebaulichen Blick von Frau Prof. Dipl. Ing. Ulrike Mansfeld von der Hochschule Bremen und einem Bericht aus der Praxis von Herrn Dipl.-Ing. Mario Stellmacher, Leiter des Baudezernats der Stadt Alfeld (Leine).

Moderator Markus Löwer, Leiter des Arbeitskreises Raumstruktur der Metropolregion Nordwest und Referatsleiter bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Standentwicklung und Wohnungswesen, resümierte, dass es gemeinsamer Anstrengung aller Akteure bedarf. „Der Wandel ist in keinem Fall aufzuhalten oder auch rückgängig zu machen, sondern es gilt ihn gemeinsam zu gestalten und neue Chancen für vitale Zentren zu eröffnen.“

Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, betonte, dass die Entwicklung der Zentren besonders prägnant zeige, wie die Digitalisierung zunehmend unterschiedlichste Lebensbereiche durchdringe und teilweise gravierende Anpassungsprozesse erfordere. Die Digitalisierung sei daher zum aktuellen Förderschwerpunkt der Metropolregion Nordwest bestimmt worden, mit dem Ziel in der Metropolregion einen breiten Dialog zu den Anforderungen aber vor allem zur Nutzung der Chance der Digitalisierung anzustoßen.
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