Mittwoch, 18. Oktober 2017


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Tierisch natürlich

Immer mehr Hersteller setzen auf Naturmaterialien und Transparenz / Mais, Kokosnuss und Hanf machen der Mikrofaser Konkurrenz / Merinowolle sorgt für neuen Schwung im Bereich der Funktionswäsche

Friedrichshafen, (lifePR) - Kaum eine Branche ist so kreativ, wie die für den Outdoor-Bereich. Seit Jahren feilen die Hersteller an neuen Materialien und kommen inzwischen wieder vermehrt auf Naturprodukte zurück, wie auf der OutDoor in Friedrichshafen vom 12. bis zum 15. Juli 2012 für den Fachhandel zu sehen ist. Zugleich rücken bei vielen Firmen die Themen Nachhaltigkeit und Transparenz zunehmend in den Vordergrund - sprich, der Kunde erfährt, wo, wie und aus welchen Materialien beispielsweise sein T-Shirt oder sein Schuh hergestellt wurde.

Zu Zeiten von Luis Trenker war das selbstverständlich: Da trug man Wollsocken im Wanderschuh - am besten die handgestrickten, die man tagelang anziehen konnte, ohne dass sie nach Schweiß gerochen hätten. Oben herum gegen die Kälte war der Wolljanker das Nonplusultra. Erst mit der Erfindung von atmungsaktiver Mikrofaser und wasserdichter Goretex-Membran änderte sich die Ausstattung der Outdoor-Sportler radikal. Naturmaterialien waren verpönt und wurden milde belächelt. Doch inzwischen hat sich das geändert. Immer mehr Hersteller experimentieren mit Naturfasern von Bambus, Kokosnuss, Hanf oder Mais und entdecken die Vorteile von Wolle.

Das neuseeländische Unternehmen Icebreaker hat hier als erstes das Eis gebrochen. Mit "pure Merino" sorgte die Firma für neuen Schwung in der Funktionswäsche, die bis dahin zum größten Teil aus Kunstfaser gefertigt wurde. Die feine Wolle der neuseeländischen Merinoschafe punktet in vielen Bereichen: "Sie ist nicht nur leicht, atmungsaktiv und trocknet schnell, sondern sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter", erklärt PR-Managerin Martina Weidel. "Außerdem kratzt sie nicht auf der Haut und ist geruchsabweisend." Und dank dem sogenannten Superwash-Prozess lässt sie sich mit der normalen Buntwäsche in der Maschine waschen.

Zwar waren die Kunden anfangs noch skeptisch, aber inzwischen haben sich die Vorteile herumgesprochen und das Icebreaker-Merino-Sortiment wächst laufend. Auf der OutDoor in Friedrichshafen setzt der Hersteller für die Saison 2013 vor allem auf neue Schnitte, frische Farben und kreative Drucke. Hinzu kommen erstmals Shorts mit einem Baumwollanteil von 30 Prozent für zusätzliche Haltbarkeit. Jedes Produkt aus dem Hause Icebreaker ist übrigens schon seit 2008 mit einem Barcode versehen, so dass der Kunde nachvollziehen kann, von welcher Farm in Neuseeland die Wolle stammt und wie sie unter "einwandfreien ethischen Bedingungen" verarbeitet wurde.

Auf Transparenz und Nachhaltigkeit legt auch Houdini Wert. Ursprünglich wurde die kleine schwedische Firma für ihre Textilien aus fast komplett recycelten Materialien bekannt, die wiederum recycelbar sind. Auf der Suche nach einem Stoff, der zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist und ohne chemische Schadstoffe produziert werden kann, präsentierte die Marke 2011 nach vier Jahren Forschungsarbeit dann das "Airborn Silk Merino" - ein hauchfeines Gemisch im Verhältnis 75 Prozent Merinoschaf und 25 Prozent Seidenraupe. So bleibt das Material tierisch natürlich. "Der Mix hat die gleichen positiven Eigenschaften wie reine Merinoprodukte, fühlt sich dank der Seide aber noch angenehmer auf der Haut an", erklärt Edgar Tremmel, Vertriebschef für Deutschland. "Zugleich gibt Seide der Faser eine Stabilität und abriebfeste Beschaffenheit, die Wolle nicht leisten kann." Neu bei Houdini in der Silk-Merino-Kollektion sind laut Tremmel viele frische Farben und raffinierte Styles mit Knopfleiste und Handschlaufe.

Der kalifornische Hersteller Patagonia dagegen schwört bei seinen Textilien aus Naturmaterialien auf eine Mischung aus recyceltem Polyester und australischer Merinowolle (35 zu 65 Prozent). "Das macht die Fasern noch strapazierfähiger, ohne dass die positiven Effekte durch die Wolle verloren gehen", meint Marketing-Chefin Florence Lesouef. Hinzu kommt eine Sportswear-Linie mit Hemden, Blusen und T-Shirts aus Biobaumwolle. Aus Biobaumwolle und Kunstfaser besteht wiederum die neue Yoga-Kollektion, die Patagonia auf der Fachmesse vorstellt und im Frühjahr 2013 in den Handel kommt. Bio deshalb, weil beim Anbau keine chemischen Schadstoffe verwendet werden, die die Umwelt belasten und das Recycling erschweren. Patagonia gehört zu den Pionieren im Recyceln von Materialien. "Aus diesem Grund wird auch die verarbeitete Wolle nicht mit Chlor behandelt wie es sonst üblich ist", erklärt Lesouef. Und dass der soziale Fußabdruck von 90 Prozent aller Produkte für den Kunden anhand von Filmen, Fotos und Interviews nachvollziehbar ist, versteht sich für die US-Marke von selbst.

Auch im Schuhbereich tut sich in dieser Hinsicht etwas. Meindl aus dem Landkreis Traunstein etwa verarbeitet für seine "Identity-Linie" ausschließlich Leder von Biorindern aus dem Chiemgau/Salzburgerland, das über eine besonders gute Faserstruktur verfügt. Darüber hinaus versieht der Schuster jedes Modell mit einer fünfstelligen Identifikationsnummer, so dass der Kunde erfahren kann, auf welcher Almwiese die Kuh stand, wo sie geschlachtet, in welcher Gerberei die Haut bearbeitet und wo der Schuh gefertigt wurde. "Wir investieren damit bewusst in Qualität und Regionalität sowie lückenlose Transparenz", erklärt Chef Lukas Meindl. Für die kommende Saison stellt Meindl in Friedrichshafen eine erweiterte Kollektion mit neuen Modellen vor, darunter auch ein Halbschuh und Winterstiefel. Denn immer mehr Verbraucher legen der Umwelt zuliebe Wert auf Nachhaltigkeit und Transparenz.

Die OutDoor 2012 ist von Donnerstag, 12. bis Sonntag, 15. Juli nur für den Fachhandel geöffnet (Donnerstag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr). Alle wichtigen Informationen zur OutDoor im Internet unter: www.outdoor-show.com.

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