Samstag, 18. November 2017


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Oldtimer: Die emotionale Spaßrendite auf der Straße

Friedrichshafen, (lifePR) - Im Rahmen eines Expertengesprächs zur Eröffnung der internationalen Oldtimermesse KLASSIKWELT BODENSEE von 2. bis 5. Juni in Friedrichshafen stellten mehrere Fachleute der Klassiker-Szene ihre Prognosen für die Zukunft der Oldtimer-Branche vor. Messechef Klaus Wellmann hob in seinen einleitenden Worten hervor, dass die KLASSIKWELT BODENSEE die einzige Messe ist, die Oldtimer zu Wasser, zu Lande und in der Luft präsentiere: "Die Oldie-Szene ist am Bodensee gut vertreten - und wir bilden die Dynamik hier auf der Messe ab."

Von einer hervorragenden Oldtimer-Akzeptanz in der Bevölkerung berichtet Dr. Götz Knoop, Vizepräsident des DEUVET, Bundesverband der Clubs klassischer Fahrzeuge, also des Dachverbandes der Oldtimerclubs sowie deren politische Interessenvertretung. "Der Oldtimer ist Everybodys Darling", betont Knoop und stelle zudem einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar: Allein in Deutschland werden jährlich innerhalb aller Bereiche der Fahrzeug-Oldtimerbranche sechs Milliarden Euro umgesetzt. Dabei sei der Oldtimer anders als manchmal vermutet, keineswegs ein Hobby reicher Bürger: Schließlich führen mehr als 40.000 VW Käfer mit dem sogenannten H-Kennzeichen für Oldtimer die Hitliste der zugelassenen Klassiker an, auf dem zweiten Platz rangieren die etwa 10.000 Coupes und Limousinen der sogenannte Strich-Acht-Reihe von Mercedes. Ein Oldtimer könne neben seiner Funktion als Liebhaberobjekt natürlich auch eine gute Geldanlage sein, betont Knoop, schränkt aber umgehend ein: "Ein Oldie als Wertanlage kann funktionieren, das setzt aber sehr detaillierte Fachkenntnis voraus."

Ähnlich argumentiert auch Martin Halder, geschäftsführender Gesellschafter der Meilenwerk-Oldtimerzentren in Deutschland und gleichzeitig Koordinator des "Parlamentskreis Automobiles Kulturgut im Deutschen Bundestag": Er betont, dass ein Oldtimer durchaus auch als Finanzanlage gesehen werden könne. Dazu müsse aber jedes einzelne Fahrzeug individuell betrachtet werden. Für ihn ist allerdings ein anderes Kriterium für den Kauf eines Klassikers weit wichtiger: "Der Enthusiasmus sollte entscheiden!" Schließlich liefere jedes alte Zwei- oder Vierrad eine "Spaßrendite auf der Straße".

Auch im Deutschen Bundestag, so Halder, gebe es eine breite Unterstützung für die Oldtimerleidenschaft quer durch alle Fraktionen, was durch die rund 40 Abgeordneten im Parlamentskreis "Automobiles Kulturgut" deutlich werde. Und angesichts einer Jahresfahrleistung aller Oldtimer in Deutschland, die unter einem Prozent an der Gesamtfahrleistung aller deutschen Fahrzeuge liege, sei auch das Thema Umweltschutz für die Klassiker-Szene kein Problem. "Der Markt wächst, und es gibt ein hohes Maß an Professionalisierung und Spezialisierung", bewertet Halder zudem die ständig steigende Bedeutung der Oldtimerbranche als Wirtschaftsfaktor.

Matthias Kemmer, Inhaber einer Fahrzeugrestaurierungsfirma und stellvertretender Obermeister der Kfz-Innung Vorderpfalz, hob die Bedeutung hervor, auch den Nachwuchs für die Klassiker-Szene zu begeistern: "Als Kenner der Materie müssen wir 125 Jahre Automobilgeschichte für unsere Jugend aufbereiten", stellt der Dozent an der technischen Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Bonn klar.

Auch er betont, dass die Oldtimer-Leidenschaft keinesfalls nur begüterte Menschen erfasse: So habe der durchschnittliche deutsche Oldtimerbesitzer ein Jahresbrutto-Einkommen zwischen 30.000 und 50.000 Euro.

Abschließend machten die Experten des Branchengesprächs deutlich, dass es hierzulande nicht nur mehr als 360.000 Fahrzeuge mit einem Alter von über 30 Jahren auf den Straßen gebe, sondern dass sich 12 Millionen Deutsche für historische Fahrzeuge interessieren würden - ein eindeutiger Beweis für die große Sympathie, die den rollenden Oldies überall entgegengebracht werde.

Die KLASSIKWELT BODENSEE ist noch bis Sonntag, 5. Juni 2011 geöffnet.

Weitere Informationen unter: www.klassikwelt-bodensee.de

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