Mittwoch, 21. Februar 2018


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Luftfahrt startet zuversichtlich

Branchengespräch zum Auftakt der Internationalen Luftfahrtmesse AERO 2011 in Friedrichshafen - Neuer Aussteller-Rekord: 630 Aussteller aus 29 Nationen

Friedrichshafen, (lifePR) - Die Allgemeine Luftfahrt blickt trotz Finanzkrise und wachsender ökologischer Sensibilität zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Das haben Fachleute am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen hervorgehoben. Die Zulassungszahlen sind stabil. Der Trend zu Leicht- und Ultraleicht-Flugzeugen setzt sich spürbar fort und die Bereitschaft der Flugzeughalter, in die Ausstattung ihrer Flotten mit modernsten Technologien zu investieren, steigt deutlich. Bei der Vermarktung kleiner, einmotoriger Flugzeuge gibt es Einbrüche, dafür Zuwächse beim Verkauf von Business-Jets. Nachhaltigkeit ist auch für die Luftfahrtverbände ein großes Thema, ebenso wie Elektromotoren und Flugzeuge mit alternativen Antrieben.

"Die bisherige Dominanz der USA bei kleineren Motorflugzeugen ist vor allem durch das stark zunehmende Interesse an leistungsfähigen Leicht- und Ultraleichtflugzeugen gebrochen worden", sagte Peter Pletschacher, Präsident des Luftfahrtpresseclubs und Fachautor. Der Einbruch sei durch eine leichte Zunahme bei den größeren Motorflugzeugen und Business-Jets ausgeglichen worden.

Leicht- und Ultraleichtflugzeugen sagte Pletschacher eine gute Zukunft voraus, ebenso elektrischen Antrieben oder dem Dieselmotor. "Der wird sich bei den Propellerflugzeugen weiter durchsetzen", sagte er. Auch neue Technologien wie neuartige Verbundfaserstoffe oder Brennstoffzellentechnik für kleinere und größere Flugzeuge sieht er auf dem Vormarsch.

Aktuelle Zahlen zeigen, welche Wirtschaftskraft nach wie vor von der Allgemeinen Luftfahrt ausgeht. Weltweit gebe es derzeit 370.000 Flugzeuge (davon 230.000 in den USA), 4.000 Flugplätze, 470.000 Piloten in 68 Ländern, 27 Millionen Flugstunden und 170 Millionen Passagiere. Allein in Deutschland sind 22.000 Flugzeuge, 400 Flugplätze, 250 Segelflugplätze und 100 Hubschrauberlandeplätze gemeldet. Hinzu kommen 75.000 Piloten und jährlich derzeit zwei Millionen Flugstunden. Allein in Deutschland seien in der Allgemeinen Luftfahrt 10.000 Menschen beschäftigt, die einen Umsatz von 500 Millionen Euro generierten.

"Wir sollten die Leidenschaft am Fliegen wieder zu den Menschen zurückbringen", betonte Tom Poberezny, Chairman der Experimental Aircraft Association (EAA), dem vor allem das sinkende Interesse am Pilotenberuf Sorgen macht und ein Anliegen ist.

Dr. Michael Erb, Geschäftsführer des Verbandes der Allgemeinen Luftfahrt, sieht bei stabilen Zulassungszahlen derzeit auf dem Markt ein steigendes Interesse der Flugzeugeigner, in die Ausstattung ihrer Flotten mit modernster Technik zu investieren.

Dr. Wolfgang Scholze, Umweltreferent des Deutschen Aeroclubs (DAeC), will vor allem die Anerkennung der Allgemeinen Luftfahrt weiter fördern und zeigen, dass die Luftfahrt sparsam ist und mit Ressourcen umgehen kann. "Es geht um Nachhaltigkeit. Die ist für uns so wichtig wie das Fliegen selbst", meinte er.

"Der Elektromotor hält Einzug in den Segelflugzeugbau", schilderte Tilo Holighaus einen allgemeinen Trend. Der Geschäftsführer der Firma Schempp-Hirth und zweiter Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Segelflughersteller sagte, die Zahl der Segelflugzeuge gehe zwar beständig zurück, jedoch nicht der Umsatz. Das liege daran, dass der Segelflugzeugbau auf Innovation baue. Die neuesten Erkenntnisse aus der Aerodynamik würden im Segelflugzeugbau umgesetzt, wovon später auch Großraumflugzeuge profitierten.

Nach Angaben von AERO-Pressesprecher Wolfgang Köhle habe die Luftfahrtmesse 2011 eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen: 630 Aussteller aus 29 Nationen in elf Hallen. Die Internationale Luftfahrtmesse AERO dauert noch bis Samstag, 16. April 2011. Die Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.aero-expo.com.

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