Dienstag, 21. August 2018


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Fachkräftemangel: Experten und Spezialisten sind gefragt

Die IBO bietet ein großes Angebot zum Thema Berufs- und Weiterbildung - Über 30 Bildungsträger bieten berufliche Zukunftsperspektiven

Friedrichshafen, (lifePR) - Fachkräfte gesucht? Lust auf Berufs- und Weiterbildung? Chancen in der Region, der Euregio? Die IBO gibt Besuchern vom 23. bis 27. März 2011 zu diesen Fragen konkrete Antworten. Das haben Vertreter der ZF Friedrichshafen, der IHK Bodensee-Oberschwaben, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit und des Netzwerkes für berufliche Fortbildung heute bei einer Pressekonferenz zum Thema "Fachkräftemangel" in der Messe Friedrichshafen betont. Mehr als 30 Bildungsträger werden während der IBO in der Halle B2 Informationen und Aktionen zu Themen wie "Berufssicherung, Umschulung oder beruflicher Wiedereinstieg" anbieten und Wege aus dem Fachkräftemangel aufzeigen.

"Uns fehlen gegenwärtig deutschlandweit 164 Fachkräfte in allen Bereichen, besonders Ingenieure, ganz gleich welcher Disziplin", sagte Marco Reich, Leiter Zentrale Personalentwicklung bei der ZF. Generell beschränke sich der Mangel nicht nur auf Ingenieure und Betriebswirte, sondern bilde sich kunden- und produktorientiert aus. Genauso gefragt seien derzeit beispielsweise Fachkräfte aus den Bereichen Finanzen, Revision, Informatik, Materialwirtschaft oder Forschung und Entwicklung. Generalisten seien heutzutage weniger gefragt. Was zähle, seien Experten und Spezialisten. "Die Industrie weiß, was sie an der Weiterbildung hat", sagte Reich. Extern wie intern. Im Jahr 2010 habe die ZF konzernweit 9500 Mitarbeiter in allen Themen weitergebildet.

Bei der IHK lässt sich über das Ausmaß des Fachkräftemangels in der Großregion nur indirekt etwas sagen. "Das ist schwierig zu bestimmen", meinte Karl Hagen, Leiter des Geschäftsbereiches Weiterbildung bei der IHK. Mehr als 700 Teilnehmer habe die IHK vergangenes Jahr in berufsbegleitenden Maßnahmen fortgebildet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Besonders groß sei das Interesse an Berufsbildung in den kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen. "Aber auch Ingenieure bilden sich zum technischen Betriebswirt aus", sagte Karl Hagen.

Dies konnte Marc André Fröschl, derzeit Teilnehmer der Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt, nur bestätigen. "Ich sah den Fachkräftemangel als große Chance für mich und habe Zeit, Geld und Kraft in meine persönliche Weiterbildung investiert", sagte er. Arbeitszeiten und Arbeitsumfeld hätten sich dadurch verbessert und das Gehalt stimme auch. "Je mehr ich mich weiterbilde, desto eher und desto mehr komme ich für höher bezahlte Stellen in Frage."

"Ganz massiv sind derzeit Fachkräfte in der Sozial- und Gesundheitsbranche gefragt, aber auch in den pflegerischen Berufen, und da ganz besonders in der Altenpflege", verdeutlichte Rita Hafner-Degen, Leiterin des Regionalbüros Netzwerk für berufliche Fortbildung. Rita Hafner-Degen, selbst eine Ingenieurin, glaubt, dass sich für Frauen, die in der Technik oder als Ingenieurin Karriere machen wollen, in Deutschland schon viel geändert hat. Doch nach wie vor hätten Ingenieurinnen in China mehr Erfolgschancen als hier. Unternehmen müssten, was sie Frauen in den Bereichen Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten anböten, auch umsetzen können.

Obwohl in der Region mit derzeit 3,2 Prozent die geringste Arbeitslosigkeit bundesweit herrscht, sieht auch Volker Frede einen Fachkräftemangel: "Vor allem fehlen Ingenieure, Techniker, Konstrukteure, aber auch Altenpfleger, Erzieher und Ärzte", sagt der Geschäftsführer des operativen Bereiches der Agentur für Arbeit. Ein ganz großes Thema sei aus Sicht der Agentur, wie man ältere Mitarbeiter und Berufsrückkehrerinnen in den Unternehmen halten und Frauen an diese binden könne. Obwohl es im Bodenseekreis schon Vorzeigeunternehmen in punkto Kinderbetreuung gebe, werde dieses Thema nach wie vor stark nachgefragt, auch bei Fachkräften, die sich für die Region interessieren.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Georg Beetz, sieht eine wachsende Nachfrage nach Fachkräften in den Bereichen "Erneuerbare Energien" und "Energiesparen". Dies sei ein Trend, der sich aufgrund der jüngsten Ereignisse in Japan noch weiter verstärken werde. "Gut ausgebildete Handwerker in diesen Feldern, aber auch in anderen, vom Metzger bis zum Bäcker haben gegenwärtig auf dem Markt ausgezeichnete Chancen", versichert er. Ein gut aufgestellter Handwerksbetrieb müsse sich auch im Kaufmännischen, im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit bewähren. Daher komme Weiterbildungsmaßnahmen in diesen Bereichen große Bedeutung zu.

"Die Berufs- und Weiterbildung und der Fachkräftemangel sind ein richtig großes und starkes Thema auf der IBO, die allen Besuchern zu diesen Themen konkrete Antworten gibt", sagte Wolfgang Köhle, Pressesprecher und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Friedrichshafen. Unter dem Motto "Sie haben Ziele - Wir die passende Perspektive" biete die IBO Besuchern passende Lösungen für ihre Weiterbildungswünsche und mit mehr als 30 Bildungsträgern eine "Super-Plattform" sich zu informieren. "Bei uns können Besucher etwas für ihre Weiterbildung tun und sich auch vergnügen."

Die IBO findet von Mittwoch, 23. bis Sonntag, 27. März 2011 statt. Die Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos und Online-Tickets unter www.ibo-messe.de.

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