Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Deutscher Fahrradmarkt stabil

Bad Soden/Ts., (lifePR) - Der deutsche Fahrradmarkt war im ersten Halbjahr 2010 auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz relativ schlechter Witterungsbedingungen und einem noch immer sehr schwachem Konsumklima konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 rund 2.662.000 Fahrräder an den deutschen Markt angeliefert werden. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von ca. 0,2%.

Exakt auf Vorjahresniveau befand sich die Fahrradproduktion mit rund 1.560.000 Fahrrädern. Dies galt auch für die Einfuhren im 1. Halbjahr 2010, die mit rund 1.680.000 Fahrrädern ebenfalls konstant blieb.

Die wichtigsten Einfuhrländer waren, wie im Vorjahr, Taiwan, Polen, Thailand und die Niederlande.

Der Fahrradexport hat im ersten Halbjahr 2010 um 0,7% zugelegt. Rund 580.000 Fahrräder wurden exportiert. Damit setzt sich der positive Trend beim Export von Fahrrädern weiter fort.

Hauptexportländer waren Frankreich, die Niederlande, Österreich und Polen.

Damit werden rund 95 % der Exporte in andere EU- und EFTA-Staaten geliefert.

Auf Grund des sehr langen und kalten Winters, der in manchen Teilen Deutschlands bis weit in den März andauerte, dem wechselhaften Wetter im Mai und Juni sowie dem allgemein immer noch schwachem Konsumklima in Deutschland ist diese Stabilisierung des Marktes durchaus erfreulich.

Nach den vorliegenden Informationen gilt dies auch für den Bereich der Fahrradkomponenten und des Zubehörs.

Einen weiterhin starken Nachfragezuwachs verbuchen die E-Bikes und Pedelecs. Der Zweirad-Industrie-Verband hatte für das Gesamtjahr 2010 einen Absatz von rund 180.000 Stück in Deutschland prognostiziert. Der bisherige Verlauf des 1. Halbjahrs 2010 und die sehr positiven Meldungen der ZIV-Mitgliedsfirmen deuten jedoch darauf hin, dass bis zum Ende des Jahres 2010 durchaus ein Gesamtabsatz von rund 200.000 Stück erreicht werden kann.

Gerade im Bereich der innerstädtischen und stadtnahen Mobilität gewinnt das E-Bike immer mehr an Bedeutung. Die Vielfalt der unterschiedlichen angebotenen Modelle und Antriebskonzepte stellt sicher, dass für jeden Interessenten das richtige Produkt im Handel erhältlich ist.

In Europa rechnet der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) mit rund 600.000 verkauften E-Bikes und Pedelecs im Jahr 2010.

Während die Automobilindustrie noch an Fahrzeugkonzepten mit Elektroantrieb forscht, kann die Fahrradindustrie bereits sowohl in Deutschland als auch in Europa beeindruckende Verkaufserfolge verbuchen. Diese Entwicklung wird sich nach Auffassung vieler Experten auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass sich auch die bereits im letzten Jahr erfreulich angestiegenen Durchschnittspreise bei Fahrrädern und E-Bikes in diesem Jahr weiter positiv entwickeln werden.

Auch im 1. Halbjahr 2010 konnte festgestellt werden, dass die Fahrradkunden Wert auf Qualität und Service legen, sodass sich der Trend hin zum Fachhandel auch im Jahr 2010 weiter fortsetzen wird.

Um die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung des Fahrradmarktes in Deutschland zu schafffen, wird sich der Zweirad-Industrie-Verband in intensiven Gesprächen mit Vertretern aus der Politik für die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Fahrradnutzung einsetzen. Der Besuch der EUROBIKE durch Herrn Staatsekretär Rainer Bomba vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Herrn Winfried Hermann, zeigen, dass die vom ZIV gestartete politische Offensive erfolgreich ist.

"Für eine Erhöhung des Radverkehrsanteils ist eine komfortable und sichere Verkehrsinfrastruktur von besonders großer Bedeutung. Neben sicheren Radwegen besteht ein Nachholbedarf bei den Abstellanlagen für Fahrräder und E-Bikes", so Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes.

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