Merck vereinbart Übernahmeangebot in bar für AZ Electronic Materials zur Stärkung der Sparte Performance Materials

Merck bietet 403,5 GBpence je Aktie von AZ Electronic Materials in bar / Angebot bewertet AZ Electronic Materials mit rund 1,6 Mrd GBP (rund 1,9 Mrd Euro)

(lifePR) ( Darmstadt, )
Merck, ein weltweit tätiges Pharma-, Chemie- und Life Science-Unternehmen, hat heute eine Einigung mit dem Board of Directors von AZ Electronic Materials (AZ) über die Abgabe eines Übernahmeangebots in bar für das gesamte Aktienkapital von AZ erzielt. Ziel ist, das Materialien- und Spezialchemiegeschäft von Merck durch den Zusammenschluss mit einem der weltweit führenden Premiumanbieter von High-Tech-Materialien für die Elektronikindustrie weiter auszubauen.

Laut Vereinbarung bietet Merck den AZ-Aktionären 403,5 GBpence in bar je Aktie. Das Angebot bewertet AZ mit insgesamt rund 1,6 Mrd GBP (rund 1,9 Mrd €). Die Prämie beträgt rund 41% auf den volumen-gewichteten Durchschnittspreis der vorangegangenen drei Monate. Das Board of Directors von AZ hat die Absicht, seinen Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen. Gleichzeitig haben sich die Mitglieder des Boards ihrerseits verpflichtet, ihre eigenen Aktien zum vereinbarten Preis zu verkaufen (dies entspricht rund 0,7% des Aktienkapitals). Die Übernahme wird vollständig aus Barmitteln finanziert.

Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion steht unter anderem unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Freigaben sowie dem Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 95% des Aktienkapitals.

"Mit diesem strategischen Schritt stärken wir das Portfolio von Merck, indem wir unser Flüssigkristallgeschäft um ein weiteres hochprofitables Premiumgeschäft ergänzen", sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. "Der Zusammenschluss ermöglicht uns, zusätzliche Wachstumsfelder in der Elektronikindustrie zu erschließen, damit wir über Displays hinaus noch stärker von der steigenden Nachfrage nach elektronischen Geräten profitieren können. Außerdem markiert die geplante Übernahme einen weiteren Meilenstein im Transformationsprozess von Merck hin zum hochspezialisierten Technologiekonzern, der Patienten und Kunden maßgeschneiderte Lösungen liefert."

John Whybrow, Chairman von AZ, kommentierte das Angebot: "AZ wird seit Jahren anerkannt als einer der führenden Anbieter von innovativen, hochreinen Materialien für den Hightech-Elektronikmarkt. Da Materialien für die Märkte, die wir bedienen, immer wichtiger werden, sind starke Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und eine breite Basis nötig, um Größenvorteile zu nutzen und neue Märkte zu erschließen. Die sich nun bietende strategische Gelegenheit für AZ, sich mit Merck zusammenzuschließen, ist bestechend. AZ hat starke Marktpositionen und eine sehr fokussierte Produktentwicklung: In der Kombination mit Merck werden diese beiden Attribute langfristige Wachstumschancen verstärken."

Mit seinen qualitativ hochwertigen, hoch-reinen Spezialchemikalien für die Elektronikbranche erwirtschaftete AZ im Jahr 2012 einen Umsatz von 794 Mio US$ (584 Mio €) und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 262 Mio US$ (193 Mio €). Rund 70% des Umsatzes entfielen auf den Geschäftsbereich IC-Materialien, der Prozesschemikalien zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen (IC) anbietet, die zum Beispiel in Tablet Computern, Smartphones, MP3-Spielern oder Spielekonsolen eingesetzt werden. Die EBITDA-Marge im Geschäftsbereich IC-Materialien belief sich im vergangenen Jahr auf rund 41%. Auf den zweiten Geschäftsbereich Optronics entfielen im vergangenen Jahr rund 30% der Umsätze. Zu seinem Portfolio gehören lichtempfindliche Lacke, die sogenannten Photolacke, für die Herstellung von Flachbildschirmen sowie auf Siliziumchemie basierende Produkte für die Optoelektronik. Die EBITDA-Marge im Geschäftsbereich Optoelektronik lag 2012 bei rund 29%. AZ beschäftigte Ende 2012 rund 1.100 Mitarbeiter, fast 60% davon in Asien.

Merck geht davon aus, dass die Zusammenarbeit zweier erstklassiger Forschungs- und Entwicklungsteams zu neuen innovativen Lösungen für Kunden in der Elektronikindustrie führen wird. Die Zusammenführung unterschiedlicher Kompetenzen soll künftig dazu beitragen, die Nachfrage nach Materialien mit komplexeren Funktionalitäten noch besser bedienen zu können. Außerdem erwartet Merck durch die Zusammenlegung von Gruppen- und administrativen Funktionen jährliche Synergien von 25 Mio € ab 2016. Die Integrationskosten werden auf rund 50 Mio € geschätzt, verteilt auf die Jahre 2014 bis 2016. Die Transaktion wird unmittelbar einen positiven Beitrag zum EPS pre (Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten und Abschreibungen im Rahmen der Kaufpreisallokation) leisten, basierend auf 2012 Pro-forma-Zahlen.

Merck wird in Bezug auf das Übernahmeangebot von Bank of America Merrill Lynch beraten. Allen & Overy LLP wurde für die Rechtsberatung mandatiert.

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