Corona-Impfung: Der große Jubel über die Effektivität von Tierversuchen

(lifePR) ( Stuttgart, )
'Corona-Impfung: Erste Ergebnisse machen Hoffnung – Tierversuche ebneten den Weg´. Schlagzeilen wie diese von Tierversuche verstehen, findet man momentan in großer Anzahl im Internet. Was hier suggeriert und auch im Artikel selbst meist noch bestärkt wird, ist der unausweichliche Weg über Tierversuche zum so sehr ersehnten Impfstoff. Doch wie wahr ist diese Unausweichlichkeit?
Fakt ist, dass der Jubel allgemein noch mit viel Skepsis zu sehen ist. Die Anzahl der menschlichen Probanden, mit denen bisher Tests durchgeführt wurden, ist klein. Auch ist noch nicht klar, ob lediglich der symptomatische Krankheitsverlauf verhindert wird oder die komplette Infektion. Gerade dies ist in Bezug auf die Ausbreitung von Covid-19 eine wichtige Frage. Der zurzeit untersuchte Corona-Impfstoff wurde zuerst an Ratten und Mäusen und später an Rhesusaffen getestet. Die Tiere leben in diesen Einrichtungen meist unter erbärmlichen Bedingungen, die nicht ansatzweise ihre natürlichen Bedürfnisse erfüllen. Außerdem sind sie stressvollen und häufig auch schmerzvollen Eingriffen ausgesetzt und werden nach Beendigung der Versuche meist getötet, wenn sie denn überhaupt bis dahin überleben. Ein weiterer trauriger Fakt ist, dass 95 Prozent der an Tieren als wirksam getesteten Medikamente, beim Menschen versagen. Die Effektivität von Tierversuchen ist also unheimlich gering.

Doch nimmt man nun mal an, dass der über das Tier getestete Impfstoff für Corona zu den fünf Prozent gehört, die beim Menschen effektiv sind; bedeutet das dann wirklich, dass Tierversuche unerlässlich waren?
Mäuse und Ratten infizieren sich gar nicht mit Corona, sie müssen genmanipuliert werden oder ihnen wird der Erreger künstlich eingepflanzt. Ein aufwendiger und zeitfressender Prozess. Bereits nach dieser Phase wurden Tests an Menschen durchgeführt.

Tests an Spezies, die sich von Natur aus nicht mal mit dem Virus infizieren, sind also die einzige Möglichkeit, die wir im 21. Jahrhundert haben? Die Antwort ist ein klares Nein. Schon lange gibt es 3-D Modelle von menschlichen Lungen, die für die Erforschung eines Impfstoffes äußerst sinnvoll wären. Diese Modelle sind humanbasiert und damit deutlich verlässlicher als Mäuse und Ratten. Tierversuche sind langsam und kostenintensiv. Dr. rer. nat. Tamara Zietek von Ärzte gegen Tierversuche sagte dazu in einem Interview mit Deine Tierwelt (2020): „Pandemien wie diese werden in Zukunft vermutlich kein Einzelfall bleiben – und beim nächsten Mal sollten wir in der Lage sein, mit innovativen und zuverlässigen Forschungsmodellen schneller zu sein als das Virus.“
Alternative und modernere Methoden könnten überdies schon deutlich ausgebauter sein, wenn nicht 99 Prozent der staatlichen Förderung in die Tierversuchsforschung gehen würden und nur ein Prozent in die Finanzierung von der 3-R Forschung. Welche für Reduktion (reduction), Ersatz (replacement) und Verbesserung (refinement) von Tierversuchen steht.
Und obwohl nur so ein geringer Prozentsatz in die tierversuchsfreien Forschungsmethoden fließt, wurden bedeutende Entdeckungen zu Corona in diesem Forschungsbereich gemacht. So zum Beispiel, dass das Virus Auswirkungen auf das Gehirn von Menschen hat. Auch das Spenden von Convalescent Plasma von Menschen, die nach einer Corona-Infektion genesen sind, ist eine Heilungsmethode, an der weiter geforscht wird und die ohne Tierversuche auskommt.
Das Tierversuche bei der Findung eines Impfstoffes unerlässlich waren und sind, kann wissenschaftlich so also nicht bestätigt werden. Sie sind vielleicht unerlässlich, weil veraltete Gesetze diese vorschreiben. Hätte man mehr in Alternativmethoden investiert, hätten wir vielleicht schon längst eine Heilmethode oder einen Impfstoff gefunden. Rhesusaffen sind auf dem Markt mittlerweile auch knapp geworden, Lieferengpässe gibt es bei Modellen nicht, da diese häufig wiederverwendet werden können. Schnelleres und effektiveres Arbeiten wäre hier möglich. Stattdessen fließen 99 Prozent an finanziellen Mitteln in eine Forschung, mit 95 prozentiger Fehlerquote. Die noch dazu viel Leid und Tod für unzählige Lebewesen bedeutet. Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg sieht in dieser traurigen Bilanz keinen Grund zum Jubeln und fordert endlich mehr staatliche Gelder in alternative Forschungsmethoden zu stecken.

 
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