Samstag, 25. Februar 2017


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MHH: Keine Entwarnung bei der Neuen Influenza

Zahl der schwerst kranken Patienten wächst / Auch jüngere, gesunde Menschen betroffen

(lifePR) (Hannover, ) Obwohl die Zahl der in Deutschland gemeldeten Infektionen mit dem H1N1-Virus in den vergangenen zwei Wochen von 33.000 auf 23.000 gesunken ist, nehmen die Zuweisungen schwerst kranker H1N1-Patienten an die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) zurzeit noch zu. "Seit Beginn der Erkrankungswelle hat das Team der Erwachsenen-Intensivstation der MHH bislang 18 an der Schweinegrippe schwerst erkrankte Erwachsene aus anderen Kliniken übernommen und behandelt", sagt MHH-Sprecher Stefan Zorn. Derzeit werden elf Patienten aus ganz Niedersachsen auf der Intensivstation künstlich beatmet. Drei Patienten konnten mittlerweile auf eine Normalstation verlegt werden, einer von ihnen wurde bereits nach Hause entlassen. Vier Patienten starben.

"Bei vielen der Patienten hat die H1N1-Virusinfektion ein so schweres Lungenversagen hervorgerufen, dass sie neben der künstlichen Beatmung auch eine Herz-Lungenmaschine benötigen", betont der MHH-Sprecher. Viele der Patienten im Alter von 17 bis 59 Jahre litten nach Angaben der Mediziner an keiner relevanten Vorerkrankung. Derzeit kommen täglich noch weitere Fälle hinzu.

In der Kinderklinik wurden auf der Intensivstation bislang zwei Kinder mit einer H1N1-Infektion betreut. Ein Kind verstarb.

Die MHH verfügt als Klinikum der Supramaximalversorgung über die technischen Voraussetzungen und erfahrene Ärzte, um auch schwerst erkrankte Patienten zu behandeln. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen ist die MHH damit die einzige Klinik in Niedersachsen, die eine derartige Behandlung für schwerst an H1N1-Erkrankte durchführen kann. Die MHH kann in Zusammenarbeit mit weiteren Hochleistungskliniken die Versorgung dieser Patienten sicherstellen. "Dennoch weisen unsere Mediziner angesichts der aktuellen Situation erneut darauf hin, dass der beste Schutz vor der so genannten Schweinegrippe die Impfung ist und dass gegenwärtig noch keine Entwarnung gegeben werden kann", sagt Zorn.

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