Mittwoch, 20. September 2017


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Digitale Harmonie bei der Medienwoche

New Terms of Trade: Verwertungspartnerschaft zwischen Sendern und Produzenten in Sicht

Berlin/Potsdam, (lifePR) - Sender und Produzenten sind am heutigen Dienstag einen entscheidenden Schritt zu New Terms of Trade bezüglich der Rechte im digitalen Zeitalter vorangekommen. Beim zweiten Kongresstag der Berliner Medienwoche im ICC diskutierten Sendervertreter und Produzenten über die Verwertungsrechte bei digitalen Vertriebswegen wie Internet oder Handy. Sowohl die TV-Sender als auch die Produzenten gehen davon aus, dass für die digitale Welt neue Programme und Konzepte entwickelt werden müssen, die den sich verändernden Bedürfnissen der Zuschauer entsprechen.

Diese Herausforderung, so der Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutscher Produzenten-Film & Fernsehen Alexander Thies, sei nur in einer fairen Beziehung zwischen beiden Seiten zu erreichen. Die Gespräche der Produzentenallianz mit den Sendern ließen, laut Thies, erstmalig ein partnerschaftliches Modell möglich erscheinen, demzufolge die Sender weiterhin für die Produzenten die wichtigsten Partner bei der Entwicklung und Produktionen neuer Angebote sein werden. Zugleich wird dabei auf die Notwendigkeit verwiesen, dass die Produzenten an allen Auswertungsstufen finanziell beteiligt sein müssen, um die Erlöse in neue Produkte investieren zu können.

Sowohl Peter Weber, stellvertretender Justitiar des ZDF als auch Jürgen Doetz, Präsident des VPRT zeigten sich überzeugt, dass die laufenden Gespräche zwischen den Produzenten und den Sendern zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis führen werden. Bereits heute existieren eine Reihe von Modellen, die den Produzenten eine vollständige oder teilweise Nutzung der digitalen Verwertungsrechte bei Programmen ermöglichen, an denen die TV-Sender finanziell beteiligt sind.

Uli Aselmann und Holger Roost-Macias verwiesen, bei allem Optimismus, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, auf einige Verfahren, die für die Produzenten zu wirtschaftlichen Nachteilen führen. Dazu gehöre zum Beispiel der automatische Erwerb der Verwertungsrechte für die Mediathek oder die Übertragung der Nutzungsrechte für unbekannte Nutzungsarten ohne Vergütung. Auch Peter Dinges, Vorstand der FFA, hielt eine faire Aufteilung und Rechteentbündelung für notwendig.

Zuvor hatte der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann eine endrucksvolle Bilanz des Deutschen Filmförderfonds gezogen, der am 1. Januar 2007 in Kraft trat. Bis jetzt wurden 160 Projekte mit 95 Millionen Euro gefördert. Dies hatte zur Folge, dass 600 Millionen Euro an Herstellungskosten in Deutschland investiert wurden. Der DFFF ist im Januar 2007 auf Initiative des Kulturstaatsministers in Kraft getreten. Jährlich stellt der DFFF 60 Millionen Euro für die Produktion von Kinofilmen in Deutschland zur Verfügung. Neumann kündigte an, dass der DFFF bis zum Jahr 2012 verlängert wird.

Die Medienwoche vom 29. August bis 5. September umfasst den Internationalen Medienkongress (1.-3. September), die IFA (29. August - 3. September), das Format medienpolitik@IFA und das M100 Sanssouci Colloquium (5. September) in Potsdam, sowie eine Vielzahl von begleitenden Events. In der Verbindung von Kongress, Messe und Events ist die Medienwoche mit rund 15.000 Fachbesuchern eines der größten Branchentreffen seiner Art in Europa: www.medienwoche.de.

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