Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit: Ökomodell-Regionen setzen Schwerpunkte für 2021 und intensivieren ihre Vernetzung

(lifePR) ( Friedberg, )
Drei, Acht, Dreizehn: Mit dem neuen Jahr sind die letzten „weißen Flecken“ auf der Hessenkarte verschwunden. Seit 2021 darf sich Hessen als Ökomodell-Land bezeichnen. Zeit für eine Zwischenbilanz und die Weichenstellung für das vor uns liegende Jahr.  

Auf dem Weg zu mehr Ökolandbau in Hessen 

Die Ökomodell-Regionen sind ein Zusammenschluss regionaler Akteur*innen aus allen Landkreisen in Hessen. In enger Zusammenarbeit mit Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen und Vermarkter*innen engagieren sie sich mit vielfältigen Projekten für die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und mehr ökologischer Produkte aus der Region für die Region — bioregional eben.

Als 2015 die ersten Ökomodell-Regionen an den Start gingen, waren es hessenweit 11,4 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen, die ökologisch bewirtschaftet wurden. Drei Jahre später lag ihr Anteil bei 14,7 Prozent. 5,6 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt (Quelle: Fortschrittsbericht 2020 zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“).  Parallel steigt die Nachfrage nach regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln stetig. 

Entscheidend für den Erfolg sind überzeugende Konzepte

Zu dem gesteigerten Bewusstsein für die Zusammenhänge verschiedener Aspekte wie Regionalität, Tierwohl oder Biodiversität trägt die Arbeit der Ökomodell-Regionen bei.  Mit viel Engagement entwickeln die Akteur*innen dort in Arbeits- und Projektgruppen individuell auf ihre Region zugeschnittene Konzepte, die helfen, den Anteil an Bioflächen zu erhöhen, Erzeuger*innen, Vermarkter*innen und Verbraucher*innen für Bioregionalität und ökologische Landwirtschaft zu gewinnen sowie Betriebe bei der Umstellung oder Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten zu unterstützen. 

Eines der Ziele ist es, "bioregional” als Begriff bei den Verbraucher*innen zu etablieren. Auch konventionell wirtschaftende Betriebe erhalten von den Manager*innen der Ökomodell-Regionen Unterstützung und Anregungen auf dem Weg Richtung mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeitskonzepte aus der Region für die Region

Die Manager*innen-Stellen in den neuen Ökomodell-Regionen (Kreis Bergstraße, Nassauer Land, die Kreise Main-Kinzig und Schwalm-Eder sowie die Regionen Hersfeld-Rotenburg und Rhein-Main) sind seit Februar vollständig besetzt. Tatkräftige Verstärkung für die vielfältigen Projekte, denen die Ökomodell-Regionen 2021 entgegensehen, um die Handlungsfelder des vom Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) entwickelten Ökoaktionsplans mit Leben zu füllen.  Nach ersten Gesprächen zwischen allen Beteiligten, inklusive dem HMUKLV unter Einbindung der Staatsministerin Priska Hinz, ist der Fahrplan definiert.

Der inhaltliche Fahrplan für 2021 steht

Ein schönes Beispiel, an dem sich alle Regionen beteiligen, ist das Projekt Bio-Weiderind. Ziel ist es, die meist kleinen landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe von der Vermarktung zu entlasten, Bio-Landwirt*innen, Schlachthöfe und den Lebensmitteleinzelhandel zusammenzubringen und anhand dieser neugeschaffenen Wertschöpfungsketten dafür zu sorgen, dass die besondere Haltung der Rinder auch im Verkauf Berücksichtigung findet.

Auch bei dem Bio-Heumilch/Weidemilch Projekt geht es neben Biodiversität um hohe Futter- und Gesundheitswert für die Tiere. Um die Produktion und Vermarktung dieses hochwertigen Endprodukts zu fördern, arbeiten die Ökomodell-Regionen Landkreis Fulda und Vogelsberg (einschließlich Rhön-Grabfeld) auch in diesem Jahr weiter eng zusammen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Verbesserung von Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Kantinen. Hierzu arbeitet das Projektmanagement der Ökomodell-Region Lahn-Dill-Gießen aktuell unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette an der Einbindung bioregionaler Lebensmittel in die Schulverpflegung in den beiden Landkreisen.

Schwerpunktthemen werden die  Ausweitung von Absatzwegen und Vermarktungsstrukturen sein. Außerdem die Bereiche Austausch und Öffentlichkeitsarbeit. Neben beliebten Formaten wie regionalen Feierabendmärkten oder den Öko-Aktionstagen geht es dabei auch um das digitale Angebot. Mit  einem überarbeiteten  Dachmarkenlogo „Ökomodell-Land Hessen“ sowie eigenen Regionallogos, die künftig für die Außenkommunikation verwendet werden, ist der Wiedererkennungswert gesichert.

Digitales Angebot nutzen

In Sachen Digitalität sind die Ökomodell-Regionen bereits aufgestellt. Neben Einkaufsführern für bioregionale Produkte gibt es derzeit schon eine Reihe spannender fachlicher Online-Seminare, Diskussionen und Vorträge. Dennoch bleibt natürlich zu hoffen, dass sich die Pandemielage entspannt, damit auch in diesem Jahr wieder Aktionen vor Ort stattfinden können.

Networking verzahnt „Mehr Bio aus Hessen für Hessen!“ 

Um den bisher gesammelten Wissens- und Erfahrungsschatz  allen zugänglich zu machen, soll auch das Networking unter den Regionen ausgebaut werden. Auf diese Weise lassen sich Synergien noch besser nutzen. Eine neu eingerichtete Vernetzungsstelle unter dem Dach der MGH – Gutes aus Hessen unterstützt die Ökomodell-Regionen seit 1. Februar dabei.

Über die Ökomodellregionen und den Ökoaktionsplan 

Die Ökomodellregionen sind Teil des hessischen Ökoaktionsplans. Mit dem Ökoaktionsplan fördert die hessische Landesregierung seit Sommer 2014 die nachhaltige Landwirtschaft in Hessen und unterstützt Landwirt*innen bei einer nachhaltigen, sozialen, tiergerechten und regionalen Produktion.  Ziel ist der stärkere Ausbau des bioregionalen Angebots. 

Die Ökomodellregionen sind ein Zusammenschluss regionaler Akteur*innen. Sie vernetzten Landwirt*innen, Handel und Verbraucher*innen und engagieren sich in Zusammenarbeit mit regionalen Erzeuger*innen und Verarbeiter*innen für eine bessere Vermarktung von biologischen und regionalen Produkten sowie die Schärfung des Bewusstseins für regional erzeugte Lebensmittel beim Verbraucher. Ziel ist es, regionale Wertschöpfungsketten zu etablieren und die regionale Vermarktung zu fördern.
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