Tagung der Malteser Hospizarbeit

Franz Müntefering: Beihilfe zum ärztlich assistierten Suizid darf nicht Gesetz werden

(lifePR) ( Köln, )
Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering warnt vor einer Gesetzgebung, die einen ärztlich assistierten Suizid zulässt. "Auch eng definierte Grenzen für eine ärztliche Beihilfe zum Suizid helfen nicht. Wenn das beschlossen wird, sage ich: Das wird ein Lösungsangebot zum Sterben , das sich verbreitet", so Müntefering auf einer Tagung der Malteser Hospizarbeit in Bensberg bei Köln. Kriterien wie eine "begrenzte Lebenserwartung" im Gesetzentwurf der Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Peter Hintze griffen nicht. Müntefering: "Ist die Diagnose Demenz ein begrenzte Lebenserwartung? - Wer entscheidet das?"

Müntefering lobte das Engagement der Hospizbewegung. "Die Hospizbewegung ist die wichtigste Bewegung der vergangenen Jahre in Deutschland." Vor 100 Verantwortlichen von Hospizdiensten und -einrichtungen forderte Müntefering, dass die Gesellschaft sich früher auf das Alter und das Sterben vorbereiten müsse. "Nicht Wenige flüchten sich in Heime, weil sie fürchten alleine zu sein", sagte er. Familien seien für Ältere und Kranke der große Anker für die Begleitung und Pflege. Sie bräuchten noch mehr Unterstützung: "Den Familien müssen wir mit ehren- und hauptamtlichen Kräften Hilfe geben", so Müntefering.

Kritik übte Müntefering daran, dass der Begriff "Sterbehilfe" von denjenigen besetzt sei, die eine Hilfe zum schnellen Tod propagierten. Sterbehilfe wie sie sein sollte, sei jedoch die, die durch menschliche Nähe beim Sterben helfe. "Sie ist unheimlich wichtig für die, die gehen und die, die bleiben", sagte Müntefering.
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