Dienstag, 24. April 2018


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Gesetzliche Vorgaben erfordern veränderte Wärmeabrechnung in der Nordweststadt

Frankfurt am Main, (lifePR) - In der Frankfurter Nordweststadt erneuert Mainova die Messtechnik zur Abrechnung der Fernwärme von insgesamt 4.700 Wohnungen. Damit kommt das Unternehmen den aktuellen gesetzlichen Anforderungen nach. Mainova investiert in den Umbau rund fünf Millionen Euro. Weitere Stadtteile sind davon nicht betroffen, da es sich um eine spezifische Lösung aus der Entstehungszeit der Nordweststadt handelt.

Die Maßnahme erfordert einen hohen Koordinationsaufwand. Mainova benötigt zur Umsetzung unter anderem umfangreiche Liegenschaftsdaten wie Hausanschlussleistung, Wohnungsgröße und Verteilschlüssel. Durch die damit verbundenen Umstände hat sich die Versendung der Rechnungen verzögert. Die ersten 680 Wohnungen sind nunmehr technisch und kaufmännisch umgestellt. Sie erhalten im August ihre Rechnungen für die Heizperioden 2013/14 und 2014/15.

Norbert Breidenbach, Mitglied des Vorstands der Mainova AG: „Wir bedauern diese Verzögerung. Um mögliche Belastungen aus den beiden gleichzeitig gestellten Rechnungen zu begrenzen, erhebt Mainova über die Abschläge hinaus keine Nachforderungen aus der Rechnung für die Heizperiode 2013/14. Darüber hinaus bieten wir individuelle Härtefallregelungen für Mieter mit hohen Nachforderungen für 2014/15 an.“

Diese können sich daraus ergeben, dass das neue, gesetzlich vorgeschriebene Verfahren Gebäudeeffizienz und Nutzerverhalten stärker berücksichtigt. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise Wärmeverluste in Treppenhäusern, Fluren und Kellern nicht erfasst. Nach der Umstellung tragen die Mieter in der Nordweststadt – wie allgemein üblich – entsprechend der Größe ihrer Wohnung anteilig den Gesamtverbrauch des Gebäudes mit. In Folge dessen werden die Abrechnungen der Wärmekosten angepasst.

Norbert Breidenbach betont: „Auch wenn mancher Mieter jetzt mehr zahlen muss, fährt er mit der Fernwärme von Mainova weiterhin günstig. Frankfurt hat die niedrigsten Wärmepreise im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Darüber hinaus ist Fernwärme auch günstiger als Gas oder Öl.“

Die neue Abrechnungssystematik entspricht den gesetzlichen Forderungen nach einer Reduzierung des Primärenergieverbrauchs und der Steigerung der Energieeffizienz. Norbert Breidenbach: „Energie zu sparen schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Schon kleine Maßnahmen wie das Herunterdrehen der Heizung bei Verlassen der Wohnung oder beim Lüften tragen dazu bei. Als Faustregel gilt: Ein Grad Celsius weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent Energie.“

Über die Wärmeabrechnung in der Nordweststadt

Die Abrechnung der Wärmeenergie in der Nordweststadt erfolgte seit den 1960er Jahren auf Grundlage eines damals bundesweit üblichen und noch gültigen Ersatzverfahrens nach AVBFernwärmeV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme). Dieses basierte auf den in Kubikmeter gemessenen Verbrauchswerten der Warmwasser- und Heizungszähler in jeder Wohnung. Die modernen energiepolitischen und gesetzlichen Anforderungen an die Wärmelieferung machen heute eine Messtechnik in Kilowattstunden (kWh) erforderlich, die den tatsächlichen Wärmeverbrauch der Gesamtgebäude erfasst und den Mietern individuell verbrauchsgerecht zuordnet. Den gesetzlichen Rahmen dafür liefert die Heizkostenverordnung (HKVO).

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