Donnerstag, 14. Dezember 2017


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Frankfurter Strom zu Gas-Anlage erreicht weiteren Meilenstein

Frankfurt am Main, (lifePR) - Der fortschreitende Wandel der Energielandschaft hin zu mehr erneuerbaren Energien erfordert eine zunehmende Flexibilisierung der Stromversorgung. Aktuell werden Erneuerbare-Anlagen bei geringem Strombedarf häufig abgeregelt, anstatt den Überschussstrom für Zeiten hoher Stromnachfrage zu speichern. Eine Lösung für dieses Problem bietet die Strom zu-Gas-Anlage der Mainova AG im Frankfurter Osthafen. Die Pilot-Anlage nimmt überschüssigen Strom aus dem Netz auf und wandelt diesen in Wasserstoff um, der im Erdgasverteilnetz gespeichert wird.

Für die Dauer eines zehntägigen Tests wurde die Strom zu Gas-Anlage jetzt in einer Computersimulation mit Erneuerbaren-Anlagen und einem Blockheizkraftwerk zusammengeschlossen. Bei zu viel Strom im Netz hat die Anlage den überschüssigen Strom automatisch in Wasserstoff umgewandelt und ins kommunale Erdgasverteilnetz eingespeist. So kann die Energie gespeichert werden. Bei zu wenig Strom hat das angeschlossene BHKW die gespeicherte Energie zur Rückverstromung genutzt. „Mit diesem Zusammenschluss aus Erzeugung, Umwandlung und Rückverstromung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wir können die Ziele der Energiewende nur dann erreichen, wenn es uns gelingt, Öko-Strom zu speichern. Durch den Test haben wir gezeigt, dass die Strom zu Gas-Technologie die Unterschiede zwischen Stromerzeugung und –verbrauch intelligent aussteuern kann und das bis auf die Minute genau“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer.

Dieser Prozess erfolgte automatisch durch eine intelligente Steuerungssoftware. Dr. Alsheimer: „Das Ergebnis ist entscheidend, um die Strom zu Gas-Technologie zur Speicherung größerer Energiemengen einzusetzen. Sie erfüllt ihren Zweck erst dann, wenn sie automatisch auf sich ständig ändernde Bedingungen in der Erzeugung und beim Verbrauch reagiert. Nur mit ausreichend intelligenten Speichersystemen für regenerativen Strom kann die Energiewende gelingen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG Dr. Alsheimer.

Strom zu Gas-Projektplattform:

In einer Projektplattform bündeln 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe ihr Know-how und Kapital, um gemeinsam in die Entwicklung der Strom zu Gas-Speichertechnologie zu investieren. Im Fokus steht die Prüfung der Praxistauglichkeit der Strom zu Gas-Technologie. Die Unternehmen sind überzeugt, dass diese langfristig das größte Potential hat, die überschüssigen Mengen an regenerativen Energien zu speichern. Zu diesem Zweck entwickeln, bauen und betreiben die Unternehmen über mehrere Jahre (2012 – 2016) gemeinsam eine eigene Demonstrationsanlage in Frankfurt am Main. Die Anlage wandelt Strom in Wasserstoff um und speichert diesen dann in das Gasverteilnetz ein. Insgesamt werden sie über 1,5 Millionen Euro investieren.

Gefördert wird das Projekt vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Europäischen Union.

Mehr unter www.szg-energiespeicher.de

 

 

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