Donnerstag, 26. April 2018


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Gut gewappnet, wenn die Stimmung kippt

Frankfurt/Oldenburg, (lifePR) - „Die globale Wirtschaft brummt“, meint Ufuk Boydak und sieht – vor allem für Europa – gute Gründe, dass die Aktienmärkte weiter steigen. Der Vorstandsvorsitzende der LOYS AG und Manager des LOYS Global L/S warnt jedoch auch, dass es jederzeit zu Rückschlägen kommen kann. Sein Long-Short-Aktienfonds federt Kurseinbrüche mit Shortpositionen auf Aktienindizes ab. Somit ist der Anleger auf historische Korrelationen wie bei Mischfonds nicht angewiesen.

„Die Börsenampeln stehen auf grün“, fasst Ufuk Boydak die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten zusammen. Der Kursanstieg an den weltweiten Aktienmärkten sei nicht nur auf Notenbank-Liquidität, sondern vor allem auf guten Konjunkturdaten gebaut. Besonders positiv gestimmt ist Boydak für Europa. Nach vorläufiger Schätzung ist das Bruttoninlandsprodukt im dritten Quartal 2017 in der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent gestiegen. Gegenüber dem dritten Quartal 2016 liegt der Anstieg bei 2,5 Prozent. „Das spricht für einen breiten Aufschwung in der Eurozone, den wir lange so nicht gesehen haben. Die Währungsunion expandiert mit einer größeren Dynamik als die USA, das ist ungewöhnlich“, sagt Boydak. Besonders hervorzuheben sei Frankreich. Das Wirtschaftswachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone ist wieder angezogen. Das liefert dem Präsidenten Emmanuel Macron Rückenwind für seine Reformen.

Die im Oktober angekündigte Halbierung der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) ab 2018 war keine Überraschung und hat die Aktienmärke nicht belastet. Boydak erwartet von der Notenbank auch künftig keine große Bedrohung für Aktien: „EZB-Präsident Mario Draghi sieht Europa zwar auf Erholungskurs, betont jedoch, dass er bereitsteht, falls es zu größeren Schwierigkeiten kommen sollte. Eine erneute Erhöhung der Anleihekäufe oder andere Maßnahmen wären dann denkbar.“

Nicht nur in Europa sind die Arbeitslosenzahlen rückläufig, in den USA herrscht sogar nahezu Vollbeschäftigung. „Das Kuriosum ist, dass trotz der guten Arbeitsmarktlage und einem soliden Wirtschaftswachstum die Inflation nicht anzieht. Die Löhne steigen dafür nicht stark genug“, so Boydak. Von der Inflationsseite besteht also kein Druck für die US-Notenbank Fed, einen aggressiveren Kurs zu fahren. Die Wirtschaftsdaten sind jedoch zu gut, um die Zinsen nicht anzuheben. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei fast 100 Prozent, dass im Dezember der dritte Zinsschritt in diesem Jahr erfolgt. Die Nominierung von Jerome Powell zum Nachfolger von Janet Yellen, der im Februar das Amt des Notenbankpräsidenten übernimmt, dürfte keine allzu großen Änderungen des Fed-Kurses nach sich ziehen.

Kursrückschläge sind jederzeit möglich

Doch auch wenn alle Zeichen auf eine Fortsetzung der Aktienrally hindeuten, so sind plötzliche Rückschläge jederzeit möglich. Unsicherheitsfaktoren gibt es weiterhin. „Donald Trump und seine Politik sind nach wie vor unberechenbar. China bleibt ebenfalls eine große Unbekannte, bei der man nicht so recht weiß, wohin es hingeht und wie verlässlich die öffentlichen Daten sind“, so Boydak. Hinzu kommen weitere nicht absehbare Gefahren. Wenn die Stimmung – aus welchem Grund auch immer – kippt, und die Investoren den Risikomärkten die Gelder entziehen, fallen die Kurse. „Dann kann es schnell eine Übertreibung nach unten geben“, warnt der Fondsmanager.

Nur wer solche Rückschläge aushalten kann, sollte die Aktienparty ohne Sicherheitsnetz weiter feiern. „Jeder muss nach seiner eigenen Risikopräferenz entscheiden, ob er eine Absicherung benötigt“, so Boydak. Eine beliebte Lösung für eine Reduzierung des Aktienrisikos sind Multi-Asset-Fonds. Hier rät der LOYS-Experte jedoch zur Vorsicht. Er rechnet zwar nicht mit stark steigenden Zinsen, schon allein deshalb, weil die Staaten mit ihren hohen Verschuldungsquoten sich diese gar nicht leisten können. Aber auch bei leichten Zinsanstiegen geraten die Kurse von Anleihen mit langen Durationen unter Druck. „Zudem verändern sich Korrelationen zwischen Asset-Klassen. Man weiß nicht, wie die Korrelationen sich verhalten, wenn es darauf ankommt. In den letzten Krisen haben sie eher zugenommen. Anleihen sind daher keine verlässliche Absicherung bei Rückschlägen am Aktienmarkt“, sagt Boydak.

Er sichert daher in seinem Long-Short-Aktienfonds LOYS Global L/S das Aktienrisiko direkt mit Aktien ab. In anderen Worten: Er investiert in ausgesuchte Qualitätsaktien mit attraktivem Preis. Gleichzeitig geht er Short-Positionen auf Aktienindizes ein und sichert so stets einen Großteil des Aktienrisikos ab.

Europäische Aktien dürften künftig outperformen

Zurzeit ist der Fonds sehr defensiv positioniert. Die Nettoinvestitionsquote liegt bei nur 15 Prozent, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Boydak bei seinen Aktienpositionen Gewinne mitgenommen hat. „Zwar stützen die guten Konjunkturdaten die Unternehmensgewinne, die Bewertungskennziffern haben sich aber bereits ausgeweitet. Viele Unternehmen, die uns gefallen, haben ihren unserer Ansicht nach fairen Wert erreicht“, erklärt Boydak. Daher hat er sich von einigen Titeln getrennt, wie zum Beispiel dem italienischen Pharmaunternehmen Recordati. „Die Gesellschaft ist sehr gut aufgestellt, familiengeführt und verfügt über hohe Cashflows, leider aber auch über eine sehr hohe Bewertung“, so der Fondsmanager.

Trotz der bereits gut gelaufenen Aktienmärkte findet er neue Chancen – vor allem in Europa, wo der Fonds übergewichtet ist. Kürzlich gekauft hat er Aktien der Post NL aus den Niederlanden. „Das Unternehmen hat nach der gescheiterten Übernahme durch die belgische Bpost seine Hausaufgaben gemacht und ist günstig bewertet. Zwar ist das Briefgeschäft rückläufig, aber das Paketgeschäft ist ein Wachstumstreiber“, argumentiert Boydak. Er erwartet, dass europäische Aktien künftig den globalen Markt schlagen, sodass sein europäisches Übergewicht in den nächsten sechs bis zwölf Monate bestehen bleiben dürfte.

Autor: Ufuk Boydak, Vorstandsvorsitzender der LOYS AG und Fondsmanager des LOYS Global L/S und des LOYS Europa System

LOYS AG

Die inhabergeführte LOYS AG ist ein Spezialist für wertorientiertes aktives Aktienfondsmanagement mit Standorten in Oldenburg, Frankfurt, Chicago, Luxemburg und Zürich. Mit Hilfe proprietärer fundamentaler Bewertungsmodelle analysiert das Fondsmanagement weltweit Unternehmen und deren Aktien. Gegründet 1995 betreut die LOYS AG heute ein Anlagevolumen von rund 1,4 Milliarden Euro. Dem vierköpfigen Vorstand steht heute Ufuk Boydak vor, der insbesondere das von Frankfurt und Chicago aus operierende Fondsmanagement verantwortlich führt. Die LOYS AG weist eine langjährige und überzeugende Leistungsbilanz auf dem Gebiet internationaler Aktienfonds auf und ist mit hohen Eigeninvestments in den LOYS-Fonds investiert. Daneben steht die inhabergeführte Unternehmensstruktur der LOYS AG für ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Flexibilität.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Unternehmens erhältlich unter www.loys.de.

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