Emotionale Bindung ist wichtiger als monetäre Anreize

Jahreskonferenz "Menschen machen Logistik" der Logistik-Initiative Hamburg

(lifePR) ( Hamburg, )
Reisende sollte man nicht aufhalten. Dieser Satz galt lange Zeit auch in den Personalabteilungen vieler Unternehmen. "Unternehmen können nur dann erfolgreich arbeiten und sich weiterentwickeln, wenn kompetente Köpfe ihr Know-how nutzen und ausbauen. Sie bilden aber auch das Fundament für den Erfolg von Wirtschaftsstandorten. Angesichts des demographischen Wandels und einer sich immer schneller verändernder Welt werden Investitionen in Talente und Potenziale immer wichtiger", betont Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, in seiner Begrüßungsrede auf der Jahreskonferenz "Menschen machen Logistik". Wie die Logistikwirtschaft diesen Herausforderungen erfolgreich begegnet, erfahren die mehr als 100 Teilnehmer der Veranstaltung der Logistik-Initiative Hamburg im Hotel Empire Riverside Hamburg. Hier treffen sich führende Unternehmensvertreter und Wissenschaftler aus ganz Deutschland, um interessante Strategien zu diskutieren und von den Besten zu lernen.

"Um Mitarbeiter erfolgreich an das Unternehmen zu binden, sollten Arbeitgeber kreativ vorgehen", betont Prof. Dr. Sabine Remdisch von der Leuphana Universität Lüneburg in ihrem Vortrag. Keinesfalls seien Mitarbeiter heute nur noch mit dem Gehalt bei der Stange zu halten, es zählten andere Faktoren. Dazu gehören vor allem die sogenannten "weichen" Faktoren wie Unternehmenskultur, Führungsverhalten der Vorgesetzten und Wertschätzung von Arbeit und Person. Remdisch: "Die größte Wirkung erzielen Unternehmen durch den Einsatz von Bindungsinstrumenten wie Karriereentwicklungsoptionen, persönliche Weiterbildung sowie die Möglichkeit einer angemessenen Work-Learn-Life-Integration." Eine strategisch ausgerichtete und nachhaltig betriebene Weiterbildung der Mitarbeiter verschaffe dem Unternehmen zudem Vorteile über die Mitarbeiterbindung hinaus, "denn Innovationskraft und Wachstum einer Firma werden so wesentlich von der Qualifikation der eigenen Mitarbeiter bestimmt". Remdisch bedauert, dass nur in wenigen Firmen alle Führungskräfte in das Thema eingebunden sind, "denn diese Gruppe ist für den Erfolg von Bindungsmaßnahmen immens bedeutsam. Die Art und Weise, wie sie als Team- oder Abteilungsleiter mit ihren Mitarbeitern umgehen, beeinflusst deren emotionale Bindung an das Unternehmen." Und die zentrale Herausforderung für die Zukunft bestehe darin, Mitarbeitern das sichere Gefühl zu vermitteln, bei dem für sie richtigen Unternehmen zu sein.

Zum Thema "Retention Management" passen aber auch Themen, wie die Organisation einer schnelleren Rückkehr von Frauen in den Beruf bspw. durch Eltern-Kind-Arbeitsplätze oder durch Kooperationen mit Kindergärten und Sozialverbänden, oder der Umgang mit älteren Mitarbeitern. Sandra Widmaier, Direktorin Konzern Personal der Otto Group: "Wir fokussieren uns bei kurzfristigen Personalengpässen auch auf ehemalige Mitarbeiter, die sich im Ruhestand befinden. Denn diese sind aufgrund ihrer Erfahrung vom ersten Tag an effektiv."

Professor Dr. Peer Witten, Vorsitzender der Logistik-Initiative Hamburg: "Es muss unser aller Ziel sein, Mitarbeiter mit langfristig angelegten Strategien sozial verantwortlich und wirtschaftlich sinnvoll zu rekrutieren, zu entwickeln und zu binden. Denn eines ist sicher: Ohne gute Mitarbeiter ist kein weiteres Wachstum möglich."
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