Wie sieht das Museum der Zukunft aus?

Publikum diskutierte mit Experten - Bilanz nach dem ersten Konferenztag

(lifePR) ( Stuttgart, )
Unter großer öffentlicher Beteiligung ist der erste Tag der Konferenz „Das neue Museum“ zu Ende gegangen.  Rund 250 Bürger*innen waren in den Hospitalhof gekommen, um sich die Vorträge anzuhören und mit einer hochrangig besetzen internationalen Expertenrunde von Museumsleuten über ein neues Museum  zu diskutieren. Das Linden-Museum hatte zu dieser hochkarätig besetzten Tagung eingeladen, um wichtige Impulse für einen geplanten Neubau zu erhalten.  „Ethnologische Museen müssen sich wandeln. Dabei ist es  wichtig, frühzeitig die Weichen zu stellen, dazu dient diese Konferenz. Wir brauchen die Impulse von vielen, wenn wir ein Museum der Zukunft gestalten wollen“, so Inés de Castro.

 Nach der Begrüßung durch Theresia Bauer (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Mark Gegenfurtner (Leiter Kulturamt Stuttgart) und  Inés de Castro (Direktorin des Linden-Museums) wurde im  ersten Themenblock unter anderem über die Rolle  von Museen gesprochen. Dazu gab es Statements von Inés de Castro und Barbara Plankensteiner (Direktorin des MARKK Hamburg), moderiert von Friedrich von Bose (Kurator des Humboldt Labors).

Für Inés de Castro sind sie wichtige Kompetenzzentren, wenn es um Kulturen aus anderen Ländern geht. „Ethnologische Museen füllen eine Lücke in der Kultur- und Bildungslandschaft, wir sind Wissensspeicher“, betonte Barbara Plankensteiner.  In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum ging es um die gesellschaftliche Relevanz von ethnologischen Museen.

Im zweiten Teil der Konferenz standen Museumskonzepte, die eine  Partizipation von Herkunftsgesellschaft und Stadtgesellschaft beinhalten, im Fokus.  Impulsvorträge gab es dazu von  Dr. Aimé Kantoussan vom „Museum of Black Civilization“ in Dakar, Senegal,  Natalie Bayer, Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums in Berlin sowie Kuratorin Sumaya Kassim (Birmingham). Moderiert wurde dieser Teil von Dr. Duane Jethro, Mitarbeiter am Centre for Anthropological Reasarch on Museums and Heritage (CARMAH) an der Humboldt Universität zu Berlin. Im Mittelpunkt des Panels stand die Frage, wie unterschiedliche Gruppen an der Museumsarbeit partizipieren können,  welche Rolle Kuratoren dabei spielen und wie Museen in die Gesellschaft wirken.

Am morgigen Samstag geht die Konferenz weiter. Von 10 Uhr bis 12.15 Uhr steht der Themenschwerpunkt Museumsarchitektur auf der Agenda.  Mit  Michiel Riedijk und Peter Vaughan konnten  zwei namhafte Architekten gewonnen werden. Michiel Riedijk gründete 1992 mit Willem Jan Neutelings das Büro Neutelings Riedijk Architects (Rotterdam). Zu den Projekten gehören das Biodiversitätszentrum Naturalis in Leiden und das MAS-Museum in Antwerpen. Peter Vaughan arbeitet seit 2011 mit Asif Khan zusammen. Gemeinsam realisierten sie viele Projekte, unter anderem das Guggenheim-Museum Helsinki. Derzeit beaufsichtigt er auch die Umsetzung des Museum of London. Die Runde wird ergänzt durch Marieke van Bommel, Direktorin am „Museum aan de Stroom“ in Antwerpen.

Der dritte Themenblock betrachtet einen Neubau für das Linden-Museum aus einem gesellschaftlichen Blickwinkel und stellt dabei auch die Frage, wie ein Museum zum partizipativen Ort für die  Menschen werden kann. Die Referenten*innen berichten aus ihrer Arbeit und skizzieren die Herausforderungen. Dabei sind Mandy Sanger (District Six Museum, Kapstadt), Professor Volker Kirchberg (Leuphana Universität Lüneburg) und Nora Landkammer (Kunstvermittlerin, Wien). Moderiert wird der Panel von Sara Dahme (Kunst- und Kulturvermittlerin). Die anschließende Paneldiskussion wird von Mitarbeiter*innen des Linden-Museums und des Forums der Kulturen geleitet und beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Aufgaben eines Museums und seine gesellschaftliche Aufgabe in einer attraktiven Gestaltung umsetzen lässt.

Zum Abschluss der Tagung reflektieren Vertreter*innen von Stadt und Land gemeinsam mit Inés de Castro die Ideen und Diskussionspunkte der Konferenz. Im Mittelpunkt wird auch die Frage stehen, wie ein Neubau des Linden-Museums entstehen kann.  Anlass für diese hochkarätig besetzte Tagung sind die Überlegungen zu einem neuen ethnologischen Museum in Stuttgart. Impulsgeber für die Konferenz ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. .  Gefördert wird die Konferenz „Das neue Museum“  innerhalb der Initiative  „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ der Landesregierung Baden-Württemberg. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch, es wird simultan übersetzt. Der Eintritt ist frei. Weitere  Informationen und Anmeldung unter  www.lindenlab.de/konferenz
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