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Pressemitteilung BoxID: 419331 (Leipziger DOK-Filmwochen GmbH)
  • Leipziger DOK-Filmwochen GmbH
  • Große Fleischergasse 11
  • 04109 Leipzig
  • https://www.dok-leipzig.de
  • Ansprechpartner
  • Dörthe Winter
  • +49 (341) 30864-25

Neuer Preis bei DOK Leipzig: die Animadok-Taube

(lifePR) (Leipzig, ) Als erstes Festival weltweit wird DOK Leipzig, das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, ab diesem Jahr einen Preis für den besten animierten Dokumentarfilm vergeben. Die mit 3.000 Euro dotierte Goldene Taube soll an einen Film gehen, der Elemente des Dokumentar- und Animationsfilms auf phantasievolle, kreative und künstlerisch eigenständige Art verbindet und damit eine neue filmische Qualität herstellt.

Dies entspricht ganz der Tradition und dem Profil von DOK Leipzig, das seit seiner Gründung 1955 als einziges Filmfestival weltweit Dokumentar- und Animationsfilme gleichermaßen beheimatet. Seit nunmehr 17 Jahren bietet DOK Leipzig dem hybriden Film mit der Animadok-Sektion eine eigene Plattform und widmete ihm zudem zahlreiche Sonderprogramme. Darüber hinaus sind animierte Dokumentarfilme seit Jahren fester Bestandteil sowohl der Dokumentar- als auch der Animationsfilm-Wettbewerbe, sie konnten bereits eine Reihe von Preisen erringen: So ging die Goldene Taube für den besten kurzen Dokumentarfilm 2009 an TYING YOUR OWN SHOES von Shira Avni und die für den besten Animationsfilm 2012 an FATHER von Ivan Bogdanov, Moritz Mayerhofer, Veljko Popovic, Asparuh Petrov, Rositsa Raleva und Dmitry Yagodin. Darüber hinaus bietet DOK Leipzig seit einigen Jahren eine Reihe diskursiver Veranstaltungen zum animierten Dokumentarfilm und schafft Vernetzungsmöglichkeiten für Vertreter beider Branchen, so im Rahmen der 2011 eingeführten Fachveranstaltung ANIMA MEETS DOC.

Die Kandidaten für die neue Goldene Taube werden aus allen Filmbeiträgen der offiziellen Auswahl von den Auswahlkommissionen für Animations- und Dokumentarfilm nominiert, können also cross-sektional in einem der fünf Wettbewerbe sowie im Internationalen oder dem Animadok-Programm laufen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Vertretern beider Genres zusammensetzt.

Bei Animadok-Filmen geht es nach dem Verständnis von DOK Leipzig nicht nur um animierte Dokumentarfilme im herkömmlichen Sinne, sondern um einen spielerischen Umgang mit filmischen Formen. Das unterstreicht eine Filmreihe, die die Einführung des neuen Preises in diesem Jahr auf programmatische Art flankiert:

Dieses Programm begibt sich an die Anfänge des hybriden Genres, als Regisseure um Alberto Cavalcanti (einer der Gründerväter von DOK Leipzig) und Norman McLaren in den Filmabteilungen des General Post Office und später des National Film Board of Canada ihre Filme realisierten. Ohne Rücksicht auf Genregrenzen und -definitionen experimentierten sie dort in großer künstlerischer Freiheit und Expressivität mit Elementen von Dokumentar- und Animationsfilm.

Ganz in ihrem Sinne begreift DOK Leipzig die Goldene Taube für den animierten Dokumentarfilm als einen weiteren Schritt zu einem Verständnis von Dokumentar- und Animationsfilm als Kunstformen jenseits von Formatierung und medialer Gleichschalatung.

Filmeinreichungen für die 56. Ausgabe von DOK Leipzig sind noch bis zum 10. Juli 2013 über die Webseite www.dok-leipzig.de möglich.