Mittwoch, 22. November 2017


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Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung gründet Fortbildungsakademie

Berlin, (lifePR) - Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin hat die Leibniz-IZW-Akademie gegründet. Mit Hilfe dieser Plattform werden in Zukunft Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Praxis Fortbildungen für Berufspraktiker und Ehrenamtliche zu Themen der naturschutzorientierten Wildtierforschung und Tiermedizin anbieten. Start der Veranstaltungen ist im Herbst 2017 mit einem Weiterbildungsangebot für Fledermauskundler, welches in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e. V. erarbeitet wurde.

Im Rahmen der Leibniz-IZW-Akademie werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-IZW sowie Experten aus dem In- und Ausland zunächst deutschsprachig moderne Konzepte und Methoden zum Schutz von Wildtieren für relevante Berufsgruppen und Ehrenamtliche praxisnah und verständlich vermitteln. Dadurch wird der Dialog zwischen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren intensiviert, so dass neueste Erkenntnisse aus der Forschung direkt ihren Weg in die Anwendung finden. Als deutschlandweites Kompetenzzentrum im Wildtierbereich kann das Leibniz-IZW insbesondere einen Beitrag zur Stärkung von Themen des innovativen Artenschutzes, der Tiermedizin und des Tierschutzes leisten.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e. V. (www.bvfledermaus.de) startet die Leibniz-IZW-Akademie im Herbst 2017 eine Fortbildungsreihe zu Themen des Fledermausschutzes. Viele einheimische Fledermäuse sind in ihren Beständen bedroht und zudem nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowie der EU Habitat Direktive geschützt, so dass diese Tiergruppe bei Planungsvorgängen von großer Relevanz ist. In eintägigen oder zweitätigen Kursen können freiberufliche Gutachter, Behördenvertreter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Ehrenamtliche von Verbänden neueste Methoden zur akustischen Erfassung des Vorkommens und des Raumnutzungsverhaltens von Fledermäusen, der Rehabilitation von verletzten Tieren sowie der Abschätzung der Anzahl von Schlagopfern unter Windkraftanlagen erwerben. Die Referenten der Lehrgänge bringen langjährige Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit Fledermäusen mit. Sie werden dadurch Forschungsergebnisse und theoretisches Wissen auf die Praxis anwenden und dies an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vermitteln. Sie werden von den Kursen in ihrer täglichen Arbeit enorm profitieren. Zu den Zielgruppen als Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich Beschäftigte bei Wildtier-Auffangstationen, Naturschutzorganisationen, ökologische Gutachterinnen und Gutachter, Landschaftsplanerinnen und Landschaftsplaner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden. Christian C. Voigt, einer der Mit-Initiatoren der Leibniz-IZW-Akademie, hofft außerdem, „dass die Lehrgänge zu einem hohem Methodenstandard führen, so dass möglichst alle Beteiligten von Genehmigungsverfahren profitieren können. Damit wird letztendlich auch die Planungssicherheit verbessert und der Artenschutz effizienter.“ Die ersten Lehrgänge finden im September und Oktober 2017 am Leibniz-IZW (Alfred-Kowalke-Straße 17, 10315 Berlin) statt. Genauere Informationen zu den Inhalten der einzelnen Lehrgänge sowie zur Anmeldung befinden sich auf der Internetseite www.leibniz-izw.de/leibniz-izw-akademie.html.

Das IZW ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung, die sich mit der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für einen innovativen Artenschutz befasst. Das Leibniz-IZW untersucht die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit von Wildtierpopulationen in freier Wildbahn und in menschlicher Obhut in Deutschland, Europa und weltweit und entwickelt neue Konzepte und Methoden zum Schutz von Wildtieren. Ausgehend von der Mission des IZW „Forschung für den Artenschutz“ und der sich daraus ergebenden Vision „Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels verbessern und verstehen“ möchten die Verantwortlichen erreichen, dass die Ergebnisse der IZW-Forschung zugunsten des Natur- und Artenschutzes im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung angewendet werden.

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