lifePR
Pressemitteilung BoxID: 202111 (Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V.)
  • Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V.
  • Raiffeisenstr. 15
  • 35043 Marburg
  • https://www.lebenshilfe-hessen.de
  • Ansprechpartner
  • Gloria Jungheim
  • +49 (6421) 94840-22

Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist Bürgerrecht

(lifePR) (Marburg, ) In seiner Mitgliederversammlung am Samstag, dem 20.11.2010 in Marburg, hat der Landesverband Hessen das Thema der sozialen Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung intensiv diskutiert und beraten. Auf dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Lebenshilfe, dass alle Menschen mit Behinderung, insbesondere Menschen mit schweren geistigen Behinderungen, mitten in unserer Gesellschaft leben können.

In einem Hauptreferat, des Sonderpädagogen Edmund Zeidler, wurde eindrücklich dargestellt, dass die UN-Behindertenrechtskonvention das Bürgerrecht von Menschen mit Behinderung noch einmal betont, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dieser Anspruch gilt sowohl für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen, wie Kindertagesstätte, Schule, Arbeit, Wohnen und Freizeit.

Aus diesem Grund setzt sich die Lebenshilfe aktuell und beständig dafür ein, dass Menschen mit geistiger Behinderung die Chance erhalten sich dort zu bilden, zu arbeiten und zu wohnen und ihre Freizeit zu genießen, wo es andere Menschen in unserer Gesellschaft auch tun.

Um diesen Anspruch zu verwirklichen, bedarf es einer Weiterentwicklung und Umgestaltung der bisherigen Einrichtungen und Fachdienste für Menschen mit geistiger Behinderung. So setzt sich der Landesverband dafür ein, dass bestehende Barrieren im hessischen Schulgesetz abgebaut werden. Aus Sicht des Landesverbandes dürfen personelle Engpässe und mangelnde räumliche Ausstattung oder bestehende räumliche Barrieren den Schulbesuch eines Kindes mit Behinderung in der "Regelschule" nicht verhindern. Dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern muss entsprochen werden.

Ein weiterer Diskussionspunkt auf der Mitgliederversammlung war die Neu- gestaltung von Wohnangeboten für Menschen mit intensiverem Hilfebedarf. Aus Sicht des Landesverbandes sollten Wohnangebote genauso wie für alle anderen Bürger unserer Gesellschaft auch, individuell und nach den Bedürfnissen der Menschen gestaltet sein. Eine zentrale Versorgung in Wohnheimen soll, soweit es die Menschen wünschen, vermieden werden.