Wildrosen werden sich über mehr Sonne freuen

Bauarbeiten an der K 156 erfordern Baumfällungen / Sowohl bedauerliche als auch erfreuliche Folgen erwartet

(lifePR) ( Gießen/Fernwald, )
Wenn demnächst die K 156 zwischen Fernwald und Albach ausgebaut wird, werden auch etliche Bäume fallen. "Das ist ein unvermeidlicher Eingriff, der aber mit Natur- und Landschaftsschutzbehörden abgestimmt ist", erklärt Kreisbaudezernentin Dr. Christiane Schmahl (Bündnis 90/Grüne) zu Beginn der Bauarbeiten. Schon bald werden die ersten Rodungsarbeiten vorgenommen, weil die Fällaktion aus Gründen des Artenschutzes bis zum 1. März abgeschlossen sein muss. Eine ökologische Baubegleitung soll dafür sorgen, dass die Belange der Ökologie und des Artenschutzes gewahrt werden.

Christiane Schmahl weiter: "Wegen der sensiblen Lage zwischen der Albach-Aue und dem Waldhang wird die Verbreiterung der Fahrbahn auf das unbedingt nötigste beschränkt, um die Natur so wenig wie möglich einzuschränken." Eine Ersatzaufforstung in gleichem Umfang wie zu rodende Waldfläche ist vorgesehen und zwingender Bestandteil der Genehmigung. "Alle Bäume und Sträucher, die gefällt werden müssen, werden also an anderer Stelle bis zum Jahresende neu gepflanzt." Wo genau die neue Waldfläche insgesamt 2.668 Quadratmetern aufgeforstet werden wird, ist allerdings noch nicht abschließend entschieden.

In der bevorstehenden Vegetationsperiode wird der Landkreis Gießen als Bauherr daher eine ökologische Bestandserhebung in Auftrag geben, um zu ermitteln, an welcher Stelle die Ersatzmaßnahme durchgeführt werden soll. Über die Ersatzaufforstung entscheidet die Untere Naturschutzbehörde zu einem späteren Zeitpunkt. "Alle Ersatz- und Ausgleichspflanzungen erfolgen mit standortgerechten Baum- und Straucharten", verspricht Christiane Schmahl und nennt dabei auch die Absicht, selten gewordene Baumarten wie Speierling, Elsbeere und Eibe pflanzen zu wollen.

"So sehr der Verlust einiger schöner Straßenbäume den Naturfreund auch schmerzen mag, die Folge ist eine bessere Besonnung der waldseitigen Straßenböschung." Dort findet sich an mehreren Stellen eine botanische Besonderheit, die in Mittelhessen einmalig ist. "Unter anderem wachsen dort nämlich Wildrosen, die von dem verstärkten Sonneneinfall profitieren werden", berichtet die Dezernentin nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde.
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