Dienstag, 30. Mai 2017


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Inklusion ist umzusetzen!

Erster Beigeordneter des LWV Hessen beim ZsL Gießen

(lifePR) (Kassel/Gießen, ) "Die UN-Behindertenrechtskonvention", betonte Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des LWV Hessen, am Samstag in Gießen, "ist umzusetzen!" Sie setze weltweit neue Maßstäbe für ein menschenrechtliches Verständnis von Behinderung.

Der Kasseler Politiker, der seit Mai Vizechef des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen ist, war anlässlich des einjährigen Bestehens des Zentrums selbstbestimmt Leben (ZsL) an den Lud-wigsplatz 4 gekommen, um mit anderen Menschen mit Behinderung und Experten vor Ort über den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft zu diskutieren. Dazu gehöre das Recht auf Selbstbe-stimmung, auf eine effektive Gesundheitsversorgung, diskriminierungsfreie Begegnungen, kultu-relle Teilhabe, eine gute schulische und berufliche Ausbildung sowie einen gelingenden Übergang in das Erwachsenenleben, sagte er.

Jürgens nannte einige Beispiele, die den richtigen Weg wiesen: Das Bundesprogramm Job 4000 zur besseren beruflichen Integration besonders betroffener schwerbehinderter Menschen sowie ein Modellprojekt der Industrie- und Handelskammer (IHK), dem Integrationsfachdienst (IFD) Frankfurt und der Berufsschule Winnenden zur Einstellung gehörloser Auszubildender in der Gastronomie. Weitere Beispiele seien Integrationsbetriebe wie das Lindentheater Geisenheim in Trägerschaft der gemeinnützigen GmbH Sankt Vincenzstift und die "Lädchen für alles", die die Stellenwert GmbH in Eschwege mit tegut in einigen nordhessischen Orten betreibe.

Auch die Paralympics in London, an denen 4.280 Sportlerinnen und Sportler teilnähmen, seien ein wichtiges Signal, sagte Jürgens. "Ich freue mich darüber, dass das Medieninteresse am Behinder-tensport so groß ist wie noch nie." Den olympischen Gedanken "Dabeisein ist alles" könne man - leicht verändert - auf die derzeitigen Inklusionsbestrebungen übertragen: "Alle sollen dabei sein", betonte Jürgens.

Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden.
- Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.
- Er betreut Kriegsbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.
- Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.
- Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt.

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