Donnerstag, 23. November 2017


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Mitglieder-Statistik: Erfreuliche Entwicklung bei den Jüngsten

1.419.636 Mitglieder in 6.134 Vereinen / Seniorensport bleibt gefragt / Fußball beliebteste Sportart vor Turnen, Tennis, Leichtathletik, Schießen und Tischtennis

Mainz, (lifePR) - Der Sport in Rheinland-Pfalz bleibt eine wichtige Größe in der Gesellschaft und verfügt über eine starke Basis an Vereinen. Dies wird anhand der aktuellen Statistik des Landessportbundes deutlich, in der alle Vereinsmitgliedschaften im Jahr 2017 erfasst sind. In den 6.134 Vereinen gibt es 1.419.636 Sporttreibende – im Vergleich zu Vorjahr ein Rückgang von 0,27 Prozent (3.830 Mitglieder). Der Organisationsgrad, also der Anteil der Vereinsmitglieder an der Gesamtbevölkerung, ist gesunken von 35,46 auf jetzt 34,92 Prozent – liegt damit aber immer noch deutlich über dem bundesweiten Organisationsgrad. Die Zahl der Sportvereine in Rheinland-Pfalz ging um 102 Vereine zurück. Die aktuell 6.134 Vereine bedeuten den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1997. Seit der Gründung des LSB im Jahr 1950 bis Mitte der 1990er Jahre war die 6.000er-Grenze nie geknackt worden, seitdem bewegen sich die Vereinszahlen auf recht stabilem Niveau – mit zuletzt abnehmender Tendenz.

Die Zahlen sind allerdings vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit verbundenen schwindenden Einwohnerzahl in Rheinland-Pfalz zu betrachten. Die Bevölkerung entwickelt sich hier seit dem Jahr 2005 insgesamt rückläufig. Auch wenn etwa in der Landeshauptstadt der Trend gegenläufig ist. Der Mainzer OB Michael Ebling begrüßt aktuell Jahr für Jahr 2000 neue Einwohner. Laut Bertelsmann-Stiftung wird sich bis 2030 die Zahl der über 80-Jährigen verdoppeln. Gleichzeitig werden 500.000 Menschen weniger in Deutschland leben. Betroffen davon sind in Rheinland-Pfalz in erster Linie die eher ländlich geprägten Regionen wie Eifel, Hunsrück oder auch Westpfalz.

Sport für Ältere weiterhin gefragt

Der Trend, dass der Sport für Ältere an Bedeutung gewinnt, hält unvermindert an. Auch wenn die Gruppe der über 60-Jährigen – anders als in den vergangenen Jahren –nicht mehr diejenige mit dem größten Mitgliederzuwachs ist. 275.028 Mitglieder und damit mehr als 5.000 Mitglieder mehr als im Vorjahr zählt der LSB in dieser Altersklasse (+1,86 Prozent). Nachdem der Zuwachs in dieser Altersklasse in den Jahren 2005 bis 2009 mit durchschnittlich 2,1 Prozent moderat ausgefallen ist, steigt die Zahl der Vereinsmitglieder über 60 Jahre seit 2010 um durchschnittlich drei Prozent jährlich an. Im Vergleich zur Situation vor 17 Jahren – 2000 zählte der LSB hier 169.154 Mitglieder – ergibt sich daraus ein Plus von stolzen 63 Prozent. Laut LSB-Präsidentin Karin Augustin sind diese Zahlen ein klares Indiz dafür, dass Sport für ältere Menschen voll im Trend liegt. „Und die Sportorganisationen haben darauf auch schon lange reagiert.“

Immenser Zuwachs bei den Jüngsten

Den mit weitem Abstand größten Zuwachs (8.377 Mitglieder) gab es in der Altersgruppe der Kinder bis sechs Jahre zu verzeichnen. Nachdem die Veränderung hier seit dem Jahr 2004 geringer ausgefallen ist (im Schnitt minus 1,4 Prozent), stieg die Zahl der jüngsten Vereinsmitglieder 2017 im Vergleich zur Situation 2016 um 12,17 Prozent an. 2016 zählte der LSB hier 68.845 Mitglieder, wohingegen sich die Zahl der Mitglieder 2017 auf 77.222 beläuft. Einen (vergleichsweise moderaten) Anstieg der Mitgliederzahlen weist die Statistik bei den 27-40-Jährigen aus (1.058 Mitglieder/+0,53 Prozent).

Abwärtstrend bei Schülern

Bei den Schülern zwischen 15 und 18 Jahren hat sich der Abwärtstrend, der im Jahr 2013 eingesetzt hat, verschärft. Die Abnahme gegenüber dem Jahr 2016 beträgt 6,45 Prozent – oder in absoluten Zahlen 7.246. Wie auch bei den Schülern zwischen 7 und 14 Jahren, bei denen die Zahlen seit dem Jahr 2000 um 41.487 (15 Prozent) zurückgegangen sind, dürfte dies neben den demografischen Faktoren auf die deutliche Zunahme von Ganztagsschulen zurückzuführen sein.

Frauen weiter stark vertreten

Der Anteil von Frauen in Sportvereinen bleibt stabil. Insgesamt sind exakt 565.893 Frauen im rheinland-pfälzischen Sport organisiert. Waren 1995 noch 35 Prozent der Vereinsmitglieder weiblich, sind es inzwischen 39,89 Prozent (Vorjahr: 39,88 Prozent). „Nicht nur bei uns wird der Vereinssport immer weiblicher und wir hoffen, dass wir immer mehr Frauen gewinnen können“, stellt LSB-Präsidentin Augustin zufrieden fest. „Davon profitiert der gesamte Sport. Jetzt wäre es wünschenswert, wenn sich auch noch mehr Frauen in den Führungspositionen der Vereine engagieren würden.“ Generell bleibe es eine große Herausforderung für die Vereine, eine ausreichende Zahl an ehrenamtlichen Mitarbeitern zu gewinnen und so ihren Stellenwert in der Gesellschaft zu manifestieren.

„König Fußball“ vor Turnen und Tennis

Bei den beliebtesten Sportarten nimmt „König Fußball“ unverändert mit riesigem Vorsprung die Spitzenposition ein. Die rheinland-pfälzischen Fußballverbände zählen 419.118 Mitglieder – und haben nach einem Minus von 11.000 Mitgliedern in der Bestandserhebung vor einem Jahr nun wieder fast 3.300 neue Mitglieder rekrutieren können. Die Turner, die gegenüber dem Vorjahr um fast 8.000 Mitglieder zugelegt haben, belegen dahinter Platz zwei (308.351 Mitglieder) vor Tennis (80.455/minus 928), Leichtathletik (57.346/minus 2.898) und Schießen (45.473/plus 575). Vordere Plätze in diesem Ranking belegen wie gehabt auch Tischtennis (39.861/minus 1.126) und Handball (38.102/+284).

FCK vor Mainz 05 und DAV-Sektionen

Unter den 6.134 Sportvereinen im Land befinden sich 171 Großvereine mit mehr als 1.000 Mitgliedern (2016: 167) – davon 67 im Sportbund Rheinland, 61 im Sportbund Pfalz und 43 im Sportbund Rheinhessen. Bei den mitgliederstärksten Vereinen behaupten die „üblichen Verdächtigen“ ihre Spitzenplätze: Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern zählt 18.877 Mitglieder (minus 502). Dahinter folgen der FSV Mainz 05 mit 12.951 Mitglieder (plus 15), der Deutsche Alpenverein Sektion Mainz mit 6.296 Mitgliedern (plus 343 Mitglieder), der Deutsche Alpenverein Sektion Koblenz mit 5.109 Mitgliedern (plus 302) und als größter Mehrsparten-Breitensportverein des Landes der TSV SCHOTT Mainz mit 4.401 Mitgliedern (minus 192 Mitglieder).

Ähnliche Trends bei den Sportbünden

Richtet man den Fokus auf die drei Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen, deren Dachverband der LSB ist, so erkennt man im Großen und Ganzen die gleichen Entwicklungen wie beim Landessportbund – insbesondere der Sport für Ältere ist im Westerwald ebenso auf dem Vormarsch wie im Hunsrück, in der Eifel in der Westpfalz, an der Weinstraße oder im Rheinhessischen Hügelland.

Landessportbund Rheinland-Pfalz e. V.

Der Sportbund Rheinland, mit Abstand der mitgliederstärkste der drei Sportbünde, zählt aktuell 626.061 Mitglieder in 3.146 Vereinen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mitgliederzahlen um 3.846 gesunken (minus 0,61 Prozent), die Zahl der Vereine sank um 49 (minus 1,53 Prozent). Was die Entwicklung der Vereinsmitgliedschaften nach Altersklassen anbelangt, so hat auch das Rheinland bei den über 60-Jährigen zulegt (118.805 statt 116.622), was einem Plus von 1,87 Prozent entspricht. Bei den Kindern bis sechs Jahre gibt es ebenfalls ein Plus von 5.676 zu verzeichnen (35.924 statt 30.248/plus 18,76 Prozent) – in den anderen fünf Altersklassen sind die Zahlen leicht zurückgegangen. Der Anteil der weiblichen Mitgliedschaften ist von 260.245 auf 258.975 gesunken und liegt bei den Prozentpunkten stabil bei gut 41 Prozent.

Der Sportbund Pfalz ist mit 511.405 Mitgliedern der zweitgrößte der drei rheinland-pfälzischen Sportbünde. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mitgliederzahlen um 2.678 gesunken (minus 0,52 Prozent). Die Zahl der Vereine ist minimal geschrumpft – von 2.109 auf 2.086. Was die Entwicklung der Vereinsmitgliedschaften nach Altersklassen anbelangt, so hat auch die Pfalz bei den über 60-Jährigen zugelegt (103.431 statt 101.934), was einem Plus von 1,46 Prozent entspricht. Ebenfalls Zuwächse zu verzeichnen gibt es bei den Kindern bis sechs Jahre (23.771 statt 23.323/plus 1,92 Prozent) sowie auch bei den Mitgliedern zwischen 27 und 40 Jahren (72.635 statt 71.817/plus 1,13 Prozent). Der Anteil der weiblichen Mitgliedschaften ist in der Pfalz von 195.712 auf 194.013 gesunken und liegt bei den Prozentpunkten stabil bei ziemlich genau 38 Prozent.

Der Sportbund Rheinhessen ist mit 281.120 Mitgliedern flächenmäßig wie auch nach Vereinsmitgliedschaften der mit Abstand kleinste der drei Sportbünde. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mitgliederzahlen um stolze 2.694 gestiegen (plus 0,96 Prozent), die Zahl der Vereine nahm im gleichen Zeitraum um sechs ab (902 statt 908). Was die Entwicklung der Vereinsmitgliedschaften nach Altersklassen anbelangt, so der Sportbund Rheinhessen in vier der sieben Altersklassen zugelegt. Bei den Kindern bis sechs Jahre (17.527 statt 15.274/plus 14,75 Prozent), den Schülern von 7 bis 14 Jahren (46.574 statt 45.845/plus 1,59) sowie bei den 27-40-Jährigen (39.940 statt 39.185/plus 1,92) und den über 60-Jährigen (52.792 statt 51.453/plus 2,60). Der Anteil der weiblichen Mitgliedschaften ist in Rheinhessen von 111.384 auf 112.905 gestiegen und liegt bei den Prozentpunkten stabil bei fast exakt 40 Prozent.

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