Landesjagdverband begrüßt den Erlass der Waffenverwaltungsvorschrift

Zähe Verhandlungen erfolgreich beendet

(lifePR) ( Stuttgart, )
Nachdem das Waffenverwaltungsvorschrift nun das Bundeskabinett passiert hat, kann sie nun zügig in Kraft treten. Die Verwaltungsvorschrift gibt nun den Behörden die lang erwartete Richtschnur für ihr Handeln vor.

Der Landesjagdverband hatte zusammen mit dem Deutschen Jagdschutzverband und den anderen Verbänden jahrelang für den Erlass dieser Vorschrift gekämpft. Durch zahlreiche Gespräche und Stellungnahmen konnten überzogene Forderungen verhindert werden.

Die Vorschrift enthält für die Jäger viele begrüßenswerte Konkretisierungen des Waffengesetzes, z.B.

- zum Transport im Auto: Die Waffe muss nicht zwingend in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden, sondern darf lediglich nicht zugriffsbereit sein. Das heißt: Sie darf bei einem Transport in einem unverschlossenen Behältnis nicht innerhalb von drei Sekunden mit weniger als drei Handgriffen in Anschlag gebracht werden können.
- zum Führen im Zusammenhang mit der Jagd (also auf dem Weg ins Revier). Auf dem Weg ins Revier sind kleine Abstecher - etwa zur Post - erlaubt.
- zur vorübergehende Aufbewahrung auf Reisen: Waffe und Munition müssen nicht zwingend im Waffenschrank verwahrt werden. Bei Reisen kann der Kleiderschrank im Hotelzimmer ausreichen, wenn der Verschluss oder Vorderschaft entfernt wird .
- Jäger benötigen im Rahmen der Jagdausübung keinen kleinen Waffenschein zum Umgang mit Schreckschuss , -Reizstoff und -Signalpistolen.

Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle stellt allerdings auch fest, dass die Waffenverwaltungsvorschrift neben sinnvollen Regelungen auch strittige Bestimmungen enthält, vor allem was die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung und der Kontrolle dieser Maßnahmen durch die Behörden betrifft. Leider wird die verfassungswidrige Praxis mancher Waffenbehörden zementiert. Die Waffenverwaltungsvorschrift legt fest, dass die Kontrolle der Aufbewahrung im öffentlichen Interesse liegt und daher gebührenfrei bleiben müsse, jedenfalls sofern es keine Beanstandungen gibt. Dem widerspricht die momentan völlig uneinheitliche Erhebungspraxis in Baden-Württemberg in eklatantem Maße. Dr. Deuschle betont , dass der Landesjagdverband Baden-Württemberg deshalb entschieden die gerichtliche Überprüfung der Aufbewahrungskontrollen und der hierfür von manchen Behörden erhobenen Gebühren weiter forcieren und unterstützen wird.
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