Dienstag, 21. Februar 2017


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Heiraten oder Kindertaufe im Kirchenpavillon

Fünf christliche Kirchen präsentieren sich auf der Landesgartenschau / Schwimmende Gebetskerzen und Geburtskanal

(lifePR) (Villingen-Schwenningen, ) Schon seit " Adam und Eva" gehören Garten und Glauben zusammen. Die Kirchen nutzen deshalb die Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen gern zur Präsentation ihrer Arbeit. "Alles hat seine Zeit" heißt das Motto des Beitrags.

Die Doppelstadt Villingen-Schwenningen, in der am 12. Mai die Landesgartenschau ihre Tore öffnet, ist ein schönes Beispiel für die gute Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Baden-Württemberg. Die 80.000 Einwohner zählende Stadt ist gleich Heimat für fünf Kirchen. Hier treffen dank des badischen Villingen und des württembergischen Schwenningen gleich zwei evangelische Landeskirchen, zwei katholische Bistümer und die evangelisch-methodistische Kirche mit ihren Gemeinden aufeinander. Ein Produkt des gemeinsamen Zusammenlebens ist der Kirchenpavillon im Möglingspark auf der Landesgartenschau. Rund 220.000 Euro kostet der kirchliche Beitrag. Die Finanzierung erfolgt aus kirchlichen Mitteln und aus Spenden von Sponsoren. Die Gartenschau ist begeistert vom Engagement der Kirchen. "Schöpfung, Natur und viele Menschen - da gehören die Kirchen dazu", stellt Landesgartenschau-Geschäftsführer Michael Martin fest.

Heiraten oder ein Kind taufen: Im Kirchenpavillon ist es möglich, den es in dieser Art erstmals auf einer Landesgartenschau gibt. Höhepunkte im Veranstaltungsprogramm sind fünf Gottesdienste. Jeweils an einem Sonntag predigen Bischof Ulrich Fischer von der badischen Landeskirche , Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart , Bischof Frank Otfried July von der württembergischen Landeskirche, Bischöfin Rosemarie Wenner von der evangelisch-methodistische Kirche Deutschland und Bischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof der Erzdiözese Freiburg.

Der Kirchenpavillonn ist einem Uhrwerk nachempfunden und erinnert so an die Uhrentradition in Schwenningen. Sechs runde Plateaus greifen wie Zahnräder ineinander. Sie haben unterschiedliche Funktionen. So bietet ein Plateau einen gestuften Sitzbereich für Andachten und Konzerte. Auf einer anderen Ebene kann man Gebetskerzen in Wasserbassins schwimmen lassen. In der mittleren Kreisfläche steht der Altar. Zum Kirchenpavillon gehören außerdem sieben Lebenszeitstationen. Ein begehbarer Kanal aus Weiden erinnert an einen Geburtskanal und ein vom Sturm gebrochener Baum versinnbildlicht Bruchstellen und Krisen im Leben. Andere Stationen sind Kindheit, Jugend, Tod und Auferstehung.

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