Landesanstalt für Medien NRW (LfM) feiert 25jähriges Bestehen

Festakt auf dem Medienforum.NRW in Köln

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat heute Abend in Köln mit einem Festakt ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen gefeiert. Im Sommer 1987 begann mit der Konstituierung der damaligen Rundfunkkommission (heute: Medienkommission) die Arbeit der Medienaufsicht.

Auf dem Medienforum.NRW in der KölnMesse erinnerte LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier vor rund 300 Gästen an die Anfänge in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland und an den Beginn des privaten Rundfunks. Mit der Vergabe von terrestrischen Frequenzen an SAT.1 und RTL und mit dem Start der Lokalradios in der einzigartigen Ausprägung (kleinräumig, umfassendes Programmangebot inklusive Bürgerfunk; flächendeckende Ausbreitung mit 44 Sendern) habe sich der Privatfunk gut entwickelt. "Nordrhein-Westfalen hatte und hat als größter und wichtigster Markt eine Schlüsselstellung in Deutschland inne. Zentrale Aufgaben wie die Kabelbelegung und die terrestrische Zulassung waren in NRW immer mit dem Gedanken verbunden, eine möglichst große inhaltliche Vielfalt in den privaten Programmen zu gewährleisten", sagte Brautmeier. Er erinnerte auch die Forschungs- und Förderaufgaben, etwa im Bereich der Medienkompetenz.

Die Struktur der Medienaufsicht im Föderalismus der Bundesrepublik habe im Ergebnis eine nie gekannte kulturelle Vielfalt an Hörfunk- und TV-Programmen beschert. Der Nutzer profitiere stark von dieser Vielfalt.

Dr. Frauke Gerlach, Vorsitzende der LfM-Medienkommission, würdigte die ehrenamtliche Arbeit der Gremienmitglieder aus den verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen. Die intensive Tätigkeit habe seit 25 Jahren dazu geführt, dass Belange der Gesellschaft den privaten Rundfunk prägten. Allerdings hätten sich Aufgaben im Zuge der Digitalisierung zum Teil deutlich verändert: "Die Kommission als Hauptorgan der LfM will einen Beitrag zur Kultivierung des Netzes und zu den Transformationsprozessen von der analogen hin zur digitalen Welt leisten. Wir als Vertreterinnen und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen können nicht damit zufrieden sein, wenn beispielsweise die Debatten um den Jugendmedienschutz im Internet nur von Netzaktivisten geführt werden, die dort die Meinungsführerschaft übernehmen." Sie kündigte an, dass sich die Kommission unmittelbar in Netzdebatten einschalten oder diese initiieren werde.

Nordrhein-Westfalens Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren sagte in ihrem Grußwort für die Landesregierung: "25 Jahre LfM - das sind 25 Jahre Erfahrung und 25 Jahre Kompetenz. Die LfM leistet im Bereich Medienkompetenz hervorragende Arbeit. Sie zeigt, wie neue Medien bürger- und praxisnah zur Kompetenzförderung eingesetzt werden können."

Auch der Autor und Filmemacher Prof. Alexander Kluge hob als Festredner die Arbeit der Medienaufsicht hervor. Zur Rolle des Fernsehens sagte er: "Das Fernsehen ist ein Leitmedium. Man muss das, was außerhalb des Fernsehens Rang hat, mindestens als Spurenelement in das Fernsehen hineinbringen. Das ist der Sinn von Vielfalt."
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