Montag, 23. Juli 2018


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Restaurierung der Saldern-Gruft an der Klosterkirche Bordesholm wird unterstützt

Bordesholm, (lifePR) - Die Restaurierung der Gruftanlage Caspar von Salderns an der Klosterkirche Bordesholm wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, mit insgesamt 47.000 € unterstützt. Neben weiteren Zuwendungsgebern unterstützt auch das Landesamt für Denkmalpflege mit 5.000 € aus eigenen Mitteln die Arbeiten. Landeskonservator Dr. Michael Paarmann hat die Förderbescheide heute (14. März) bei einer kleinen Feierstunde an den Kirchenvorstand übergeben. "Ich freue mich, dass die dringend notwendigen Arbeiten zum Erhalt der Gruftanlage nunmehr in Auftrag gegeben werden können und damit ein wichtiger Bauteil der ehemaligen Klosteranlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird", sagte Dr. Paarmann.

Die seit 1968 unter Denkmalschutz stehende Klosterkirche in Bordesholm wurde von 1330 bis 1510 als geistiger Mittelpunkt eines weitläufigen Augustiner-Chorherren-Klosters errichtet. Die Stiftsgebäude sind heute nur noch in ihren Grundmauern und Kellergewölben erhalten und werden als Altenpflegeheim genutzt. In der Klosterkirche selbst sind zahlreiche Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen und europäischen Geschichte sowie Professoren der Kieler Universität bestattet. 1786 fand auch der bedeutende, zuletzt in russischen Diensten stehende Staatsmann Caspar von Saldern hier seine letzte Ruhestätte. Bereits 1768 hatte von Saldern Teile des Kreuzganges an der Bordesholmer Kirche erworben und darin eine 3,6 x 4m große Grabkapelle für sich und seine Familie einrichten lassen. Nach dem Abbruch sämtlicher Kreuzgangsflügel kommt der Saldern-Gruft als deren letzter Rest auch eine hohe baugeschichtliche Bedeutung zu.

Der Landeskonservator dankte allen, die sich der Restaurierung der Gruftanlage verschrieben haben, insbesondere Herrn Wolfgang Bauch, der die Baumaßnahmen vorbereitet und mit den Denkmalbehörden abgestimmt hat. 1861 war der Eingang zur Gruft vermauert und erst 2011 aus Anlass des 300. Geburtstages Caspar von Saldern wieder geöffnet worden. Erhebliche Bauschäden zwangen zum schnellen Handeln und gaben Anlass, Bundmittel aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz zu beantragen. Die Saldern- Gruft soll nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten zu besonderen Anlässen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Besondere Anziehungspunkte versprechen auch die wertvollen barocken Sandsteinsarkophage zu werden, die der Eutiner Hofbildhauer Heinrich Moser für die Familie von Saldern gefertigt hat.

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