Sonntag, 19. November 2017


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Kunsthaus Zürich zeigt «Van Gogh, Cézanne, Monet - Die Sammlung Bührle»

Zürich, (lifePR) - Vom 12. Februar bis 16. Mai 2010 ist eine der weltweit bedeutendsten privaten Sammlungen zu Gast im Kunsthaus Zürich - die Stiftung Sammlung E.G. Bührle. Im Mittelpunkt stehen der französische Impressionismus und Nachimpressionismus sowie weitere französische Maler des 19. Jahrhunderts. Für das Kunsthaus Zürich, dessen 100-jähriger Erfolg mit demjenigen privater Sammler und Förderer eng verknüpft ist, wird es eine Generalprobe. Die in der aktuellen Ausstellung versammelten 176 Gemälde und Skulpturen der seit einem Raubüberfall 2008 nur noch beschränkt zugänglichen Sammlung sollen bis 2015 in einen Teil der Kunsthaus-Erweiterung einziehen.

Die Kunstsammlung, die der in Zürich lebende Industrielle Emil Bührle (1890-1956) nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hat und dem das Kunsthaus Zürich einige seiner wertvollsten Schenkungen verdankt, umfasst neben der impressionistischen Malerei Werke der Nabis, der Fauves, der Kubisten und anderer Vertreter der französischen Avantgarde nach 1900. Ältere Kunst ist mit dem holländischen «Goldenen Zeitalter» und mit venezianischen Meistern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert vertreten sowie mit einer Gruppe gotischer Holzfiguren. Zur Stiftung Sammlung E.G. Bührle gehören weltbekannte Werke wie van Goghs «Sämann bei Sonnenuntergang», Renoirs «Petite Irène», das «Mohnfeld bei Vétheuil» von Claude Monet, «Der Knabe mit der roten Weste» von Paul Cézanne und Picassos «Italienerin». Zu den wichtigsten Künstlern zählen ausserdem Frans Hals, Canaletto, Ingres, Delacroix, Manet, Degas, Gauguin, Signac, Vlaminck und Braque. Zentrales Thema der Sammlung ist die sich durchsetzende neue künstlerische Freiheit als Voraussetzung für die Kunst der Moderne; ihre Bedeutung liegt in der konsequenten Auswahl, mit der Emil Bührle diese Entwicklung mit Meisterwerken der führenden Künstler belegte.

Schlüsselwerke der Kunstgeschichte am Heimplatz

Besucher aus dem In- und Ausland und das Zürcher Publikum haben vorübergehend Gelegenheit, diese wertvolle Privatsammlung neu zu entdecken und im Hinblick auf den beabsichtigten Umzug in die vom Architekten David Chipperfield geplante Kunsthaus-Erweiterung am Heimplatz (Bezug bis 2015) zu bewerten. Durch die Verbindung der Sammlung Bührle mit derjenigen des Kunsthauses wird neben Paris das bedeutendste europäische Zentrum für französischen Impressionismus entstehen.

Einen Vorgeschmack darauf bietet die grosszügig inszenierte Schau «Van Gogh, Cézanne, Monet» im 1300 m2 grossen Ausstellungstrakt. Der Saal war ein Geschenk Emil Bührles an die Zürcher Kunstgesellschaft; er dient dem Kunsthaus seit 1958 und wird auch nach der Erweiterung der Ort für die Hauptausstellungen bleiben. Die Sammlung Bührle wurde hier im Juni 1958 präsentiert, was der Stifter selbst nicht mehr erlebte. 1960 brachte die Familie des Sammlers rund 200 Bilder und Skulpturen in eine Stiftung ein und installierte sie in einem der Öffentlichkeit zugänglichen Privatmuseum in Zürich. Der am 10. Februar 2008 auf die Stiftung verübte bewaffnete Raubüberfall, bei dem vier Hauptwerke entwendet wurden, hat seither zur Folge, dass die Sammlung dort nur noch eingeschränkt zugänglich ist. Zwei der gestohlenen und inzwischen wieder gefundenen Werke - van Goghs «Blühende Kastanienzweige» und Monets Mohnfeld - sind Teil der Präsentation. Verschwunden bleiben Cézannes «Knabe mit der roten Weste» und ein Gemälde von Degas.

Dokumentation und Vermittlung zum Sammler und sein Werk

Die Kuratoren der Ausstellung, Lukas Gloor und Christoph Becker, integrieren neben 151 Gemälden und 25 Skulpturen zwei von Emil Bührle dem Kunsthaus geschenkte, monumentale Seerosen-Gemälde Claude Monets und richten einen Dokumentationsbereich ein.

Den grössten Teil seiner Bilder und Skulpturen erwarb Emil Bührle zwischen 1951 und 1956. Eine detaillierte, illustrierte Biographie orientiert über das Leben Bührles und seine Stellung in der Schweizer Geschichte vor allem in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Dokumentation verfolgt ferner das Wachsen seiner Sammlung und deren Stellung in der internationalen Rezeption der französischen Moderne und berührt aktuelle Fragen zur Provenienzforschung. Originale Dokumente aus dem Archiv der Stiftung Sammlung E.G. Bührle belegen wichtige Aussagen des Stifters, dokumentieren Ankäufe und werfen ein Licht auf die aktive Anteilnahme Emil Bührles am Geschick des Kunsthaus Zürich. Dass dieser Weg in eine dauerhafte Partnerschaft mündet, dafür setzt sich die Zürcher Kunstgesellschaft ein und zeigt, was die Kunstwelt ab 2015 in Zürich begeistern kann.

ermittlungsangebote

Die Präsentation dieser weltweit zu den wichtigsten Sammlungen europäischer Malerei gehörenden Privatsammlung wird von zahlreichen vertiefenden Führungen und Diskussionen begleitet. Die Themen und Termine sind unter www.kunsthaus.ch veröffentlicht.

Eine Audioführung (d/e/f) zu 25 Meisterwerken ist im Eintritt inbegriffen und liefert neben kunstwissenschaftlichen Erläuterungen auch Hintergrundinformationen zur Person Emil Georg Bührles und zum Aufbau seiner Sammlung. Der dreibändige Gesamtkatalog (d/e) sowie der Kurzführer der Stiftung (d/e/f) werden ab Ausstellungseröffnung am Kunsthaus-Shop erhältlich sein.

Allgemeine Informationen / Führungen / Vorverkauf

Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH-8001 Zürich, www.kunsthaus.ch

Öffnungszeiten: Sa/So/Di 10-18 Uhr, Mi/Do/Fr 10-20 Uhr, montags geschlossen Ostern: 1.-5. April 10-18 Uhr. Auffahrt: 12.-13. Mai 10-18 Uhr Eintritt: CHF 18.-/12.- reduziert. Gruppen ab 20 Personen CHF 14.- Änderungen vorbehalten Private Führungen unter Tel. +41 (44) 253-8484 (Mo-Fr 9-12 Uhr)

Vorverkauf/Anreise mit der Bahn. Schweiz: Kombi-Ticket RailAway/SBB mit 10% Ermässigung auf Bahnfahrt und Eintritt am Bahnhof und beim Rail Service +41 (900) 300-300 (CHF 1.19/Min.) erhältlich. Magasins Fnac, Tel. +33 (1) 4157 3212, www.fnac.ch. Frankreich: Magasins Fnac, Carrefour, Tel. +33 (892) 684 694 (0.34 €/Min.), www.fnac.com. Belgien: Magasins Fnac, Tel. +32 (900) 00 600 (0.45 €/Min.), www.fnac.be. Unterkunft/Verpflegung: Zürich Tourismus, www.zuerich.com

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