Freitag, 24. November 2017


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Kunsthaus Zürich zeigt «Rosa Barba. Time as Perspective»

Zürich, (lifePR) - Vom 6. Juni bis 9. September 2012 präsentiert das Kunsthaus Zürich die erste Einzelausstellung der jungen italienischen Künstlerin Rosa Barba (*1972) in der Schweiz. Im Mittelpunkt steht die neue Filmarbeit «Time as Perspective», die im Kunsthaus Premiere feiert.

Rosa Barba arbeitet mit dem Medium Film - und das in einem materiellen Sinne. Die in Agrigento (Sizilien) geborene Künstlerin schafft unter anderem Skulpturen aus 16mm-Projektoren oder verwendet Filmstreifen als Material. Immer spielen die Themen «Sprache» und «Zeit» eine bedeutende Rolle. Sprache taucht entweder als Untertitel oder als gesprochener Kommentar auf. Als zweite Schicht überlagert und moduliert sie die darunterliegenden Bilder. «Die Orchestrierung der Bilder mit Ton- und Textebene arbeitet neue Bilder heraus, die wir aber nicht sehen», so die Künstlerin. Barba zerlegt die klassische Narration des Films und schafft stattdessen atmosphärisch dichte Werke, die Analytik und Sinnlichkeit auf beeindruckende Weise verbinden.

NEUE ARBEITEN IM KUNSTHAUS

Fünf Werke finden im Kabinett des Kunsthaus Zürich Platz - alle speziell für die Ausstellung geschaffen. Im Zentrum steht der 35mm-Film «Time as Perspective», der als Co-Produktion mit der Bergen Kunsthall, Norwegen, entstanden ist. Rosa Barba hat den Film im Frühjahr in Texas gedreht. Wie der Titel andeutet, geht es in der Arbeit erneut um Fragen von Zeit und Sprache. Und es ist kein Zufall, dass die Künstlerin Texas als Drehort ausgewählt hat. Sie ist seit längerem fasziniert von Wüstenlandschaften: «Die Wüste ist eine sich permanent verändernde Bühne, die man für unterschiedliche Settings verwenden kann». Sie nähert sich der Landschaft mit einem fast archäologischen Blick und versucht, so Barba, «die hinterlassenen Zeichen als Ausgangspunkt für eine Geschichte zu nehmen».

PREISGEKRÖNTE KÜNSTLERIN. INTERNATIONALE KOOPERATION

Mit dieser Arbeitsweise gehört Rosa Barba zu den weltweit am meisten beachteten filmisch arbeitenden Künstlerinnen ihrer Generation: Die Tate Modern (London) widmete ihr eine Einzelausstellung und 2009 wurde ihr Werk auch an der Biennale in Venedig gezeigt. 2010 erhielt sie den renommierten Nam June Paik Award. Das Interesse der Museen an Rosa Barbas Arbeit ist gross. Deshalb haben sich das Kunsthaus Zürich, die Bergen Kunsthall (Norwegen) und das Jeu de Paume (Paris) zusammengetan. Inspiriert von der Arbeitsweise der Künstlerin und dem Titel der Ausstellung entsteht keine Wanderausstellung im üblichen Sinn, sondern eine Erzählung in mehreren Kapiteln: nach einem Prolog im Jeu de Paume (Mai 2012) zeigt das Kunsthaus Zürich ein erstes, von Mirjam Varadinis kuratiertes Kapitel, das dann durch ein zweites in der Bergen Kunsthall (2. Februar - 17. März 2013) weitergeführt wird.

KÜNSTLERGESPRÄCH UND PUBLIKATION

Der Katalog erscheint am Ende der Ausstellungsreihe in Bergen bei Hatje Cantz. Die Besucher der Präsentation in Zürich können aber vorab bereits eine Zeitung erwerben (CHF 2.- am Shop und an der Kasse). Am 29. August um 18 Uhr lädt das Kunsthaus zu einem öffentlichen Gespräch zwischen Rosa Barba und der Kuratorin Mirjam Varadinis ein.

Öffentliche Führungen finden am Donnerstag, 14. Juni um 18 Uhr und Sonntag, 8. Juli um 12 Uhr statt.

Unterstützt von der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH–8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 253 84 84, www.kunsthaus.ch
Sa/So/Di 10–18 Uhr, Mi/Do/Fr 10–20 Uhr
Eintritt inkl. Sammlung: CHF 15.–/10.– reduziert. Bis 16 Jahre gratis.
Private Führungen auf Anfrage: +41 (0)44 253 84 84 (Mo–Fr 9–12 Uhr)
Vorverkauf: SBB RailAway-Kombi. Ermässigung auf Anreise und Eintritt: am Bahnhof oder beim Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz), www.sbb.ch.
Magasins Fnac: Verkaufsstellen CH: Rives, Balexert, Lausanne, Fribourg, Pathé Kino Basel, www.fnac.ch; F: Carrefour, Géant, Magasins U, 0 892 68 36 22 (0.34 €/min), www.fnac.com; BE: www.fnac.be.

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