Dienstag, 21. Februar 2017


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Prekarisierung und Ressentiments in Deutschland - soziale Unsicherheit und rechtsextreme Einstellungen

(lifePR) (Essen, ) Einen Zusammenhang von prekären Soziallagen und Rechtsextremismus haben Wahl- und Sozialforscher belegt. Die Erklärungen für diesen Zusammenhang bleiben aber zumeist eher vage. Bei genauerer Betrachtung der Daten empirischer Untersuchungen wird außerdem deutlich, dass es sich keinesfalls um ein mechanisches Verhältnis handelt. Bernd Sommer, Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), hat das vielschichtige Verhältnis von sozialer Unsicherheit und rechtsextremen Einstellungen in einer Dissertation analysiert, deren Ergebnisse er am 14. April 2010 vorstellt. Die Veranstaltung ist Teil einer vom Verein zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen initiierten Vortragsreihe.

Im Rahmen seines Dissertationsprojekts hat der Sozialwissenschaftler Bernd Sommer unter anderem folgende Fragen untersucht: Welche Aspekte sozioökonomischer Krisenerscheinungen sind es genau, die als Nährboden für rechtsextreme oder fremdenfeindliche Orientierungen fungieren? Wieso sind in Zeiten der ökonomischen Krise bestimmte Menschen anfällig für Erklärungsmuster, welche die Schuld für die empfundene oder tatsächliche Bedrohung ihres sozialen Status bei den jeweils Fremden suchen und andere Menschen, die unter ähnlichen Bedingungen zu leben gehalten sind, wiederum nicht? Und wieso sind für die sogenannten Modernisierungsverlierer vor allem ethnische und soziale Minderheiten Gegenstand der Abwertung und Diskriminierung?

Datum: 14. April 2010, 19.00 Uhr Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestr. 31, 45128 Essen

Referent:

Bernd Sommer studierte Sozialwissenschaften in Hannover und London und promovierte über "Prekarisierung und Ressentiments. Studien zum Verhältnis von sozialer Unsicherheit und rechtsextremen Orientierungen im vereinten Deutschland". Seit Mai 2009 ist er Research Fellow am KWI und wissenschaftlicher Referent des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Nächster Termin der Vortragsreihe des KWI-Fördervereins:
28. September 2010, 19.00 Uhr
"Wenn ich ein Nazi wäre, würde ich jetzt damit aufhören." Deutsche Kriegsgefangene in den USA
Referentin: Michaela Christ, Research Fellow am KWI

Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Über Verein zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI):

Der Förderverein des KWI unterstützt das Forschungskolleg bei der interdisziplinären Grundlagenforschung in den Kulturwissenschaften, insbesondere auch bei der öffentlichen Präsentation der Forschungsergebnisse. Er fördert die interuniversitäre Arbeit des Instituts und den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Kulturwissenschaften. Weitere Informationen zum Verein im Internet: www.kulturwissenschaften.de/home/foerderverein.html

Kulturwissenschaftliches Institut (KWI) Essen

Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.



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