Daumiers menschenfreundlicher Spott

Vortrag im Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts

(lifePR) ( Baden-Baden, )
Innerhalb der Vortragsreihe "Samstags in Paris" spricht am 15. Januar um 16.00 Uhr Direktor Matthias Winzen über "Daumiers paradoxe Nähe zu dem, was gerade erst geschieht". Honoré Daumier (1808-1879) begleitete seine Mitbürger auf Schritt und Tritt durch ihren Alltag in der ersten Metropole der Moderne: Paris. Der große französische Karikaturist schuf über 4000 Lithografien, von denen eine umfängliche Auswahl derzeit im Museum zu sehen ist.

Der Vortrag von Prof. Winzen widmet sich der witzigen und raffinierten Machart von Daumiers Szenen aus dem damaligen Großstadtleben. Auf elegante Weise tritt der Lithograf dem Betrachter zu nahe. Immer wieder verblüfft er diesen, so dass er der Bildwirkung genauso wenig entkommen kann wie die Bildfiguren dem Trubel der Großstadt. Die großstädtische Überforderung der Figuren im Bild wiederholt sich als augenzwinkernde Überforderung des Betrachters vor dem Bild, als Herausforderung an ihn, am überraschenden Bildgeschehen teilzunehmen. Oft zeigt Daumier in seinen lustigen Blättern den allerletzten Moment vor einem großen Durcheinander. Daumier vermag exakt die Sekunde festzuhalten, in der die lächerliche Situation gerade zustande kommt. Dadurch ist sein Spott den damaligen sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen so nahe, wie es nur geht: ein genauer Zeitzeuge, ebenso witzig wie genau.

Die Ausstellung "Daumier und sein Paris. Kunst und Technik einer Metropole" läuft bis zum 20. März im Museum im LA8.
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