Samstag, 21. April 2018


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Positiver Marktausblick für 2018

Jean-Luc Hivert, CIO Fixed Income & Cross Asset und Laurent Jacquier-Laforge, CIO Equities von La Française

Frankfurt am Main, (lifePR) - Das Jahr 2017 endete mit einer höheren Wachstumsrate als erwartet aufgrund eines Aufschwungs in der Eurozone, in Japan und in China. Das kommende Jahr sollte eine ähnliche Hausse erleben:


Die Frühindikatoren für die wichtigsten Regionen zeigen hohe Werte und deuten auf ein globales Wachstum von 4% in den nächsten Quartalen hin, was die höchste Wachstumsrate seit 2010 darstellen würde.
Dieses Wachstum erscheint viel synchroner als in den vergangenen Jahren. Von den 25 wichtigsten globalen Volkswirtschaften zeigen 24 ein Wachstum.
Die Aussichten in den Schwellenländern sind positiv, ungeachtet einer erwarteten Verlangsamung der chinesischen Konjunktur.


Der Inflationsdruck in der Eurozone, in den Vereinigten Staaten und in den Schwellenländern bleibt sehr niedrig. Die Umstände, die diesen Trend unterstützen, werden sich 2018 fortsetzen. Allerdings weisen einige Aspekte auf eine Beschleunigung der Konjunktur hin:


Die Erhöhung der Rohstoffpreise
Der Beginn eines Lohninflationszyklus, der von den Arbeitslosenquoten in den wichtigsten Industrieländern angetrieben wird, die nahe an ihrem Gleichgewichtsniveau liegen


Die Fed und ihr neuer Vorsitzender, Mr. Powell, sollten die amerikanische Geldpolitik weiterhin etwas schneller normalisieren als vom Markt erwartet. Die Inflation in den USA wird die künftige Geldpolitik der Fed antreiben.

Der Erwerb von Vermögenswerten durch die EZB wird im Jahr 2018 stark zurückgehen und dürfte bis Ende des Jahres gestoppt werden.

Darüber hinaus werden wir jede Änderung in der Steuerungspolitik der Bank of Japan (BoJ) zur Zinsstrukturkurve  verfolgen.

Angesichts dieser Überlegungen erläutern Jean-Luc Hivert, CIO Fixed Income & Cross Asset, und Laurent Jacquier-Laforge, CIO Equities, ihre Überzeugungen für 2018.


Fixed-Income: Unsere Überzeugungen


„Eine Zusammenführung der Zinssätze der wichtigsten Länder und der wirtschaftlichen Fundamentaldaten wird Zeit brauchen: Die sehr klare Dichotomie zwischen der Wachstumsdynamik und der (derzeit enttäuschenden) Inflationsdynamik wird sich moderat auf einen Aufwärtstrend der Zinssätze auswirken“, kommentiert Jean-Luc Hivert, CIO Fixed Income & Cross Asset. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die zusammengefassten Bilanzen der Zentralbanken im Jahr 2018 weiter wachsen werden, bevor sie bis zum Ende des Jahres ausgeglichen sein werden. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung, zumindest in der ersten Hälfte des Jahres.“

Direktional

Wenn wir weiterhin eine Normalisierung der Renditekurven von Anleihen sehen, sollte das akkommodierende monetäre Umfeld die Schuldenlast in der Peripherie der Eurozone stützen und eine Gegenkraft für den Fall einer großen Änderung der europäischen Zinsen darstellen. Der von uns erwartete Anstieg der Zinssätze von Staatsanleihen sollte daher moderat ausfallen und sich entscheidend auf die anderen festverzinslichen Anlageklassen auswirken.

„In einem Umfeld, in dem die Zinssätze in Deutschland und Japan niedrig bleiben, wird ein signifikanter Anstieg der Zinsen als Chance gesehen, in Staatsanleihen und insbesondere in US-Anleihen zu investieren“, fügt Jean-Luc Hivert hinzu.

Investment Grade Credit

Nach einem Jahr sehr guter Performance bei europäischen Credits haben sich die Gewinnspannen auf historisch niedrigem Niveau eingependelt. Wir gehen davon aus, dass sich der Anteil der von der EZB erworbenen Investment Grade Credits gegenüber anderen Anlageklassen erhöht, die für ihr Rückkaufprogramm in Frage kommen, was keine großen Auswirkungen auf die Bewertungen haben sollte.

Nachranganleihen

Angesichts der Auswirkungen der erwarteten Reflation auf die Bankergebnisse, der gesünderen Bilanzen in Südeuropa und des nachlassenden regulatorischen Drucks nach der Unterzeichnung des Basel-IV-Abkommens sind wir in Bezug auf nachrangige Finanzanleihen (Banken) positiv gestimmt.

High-Yield Credit 

In Bezug auf High-Yield Credits sind die Fundamentaldaten positiv. Die Ausfallraten bleiben sehr niedrig und liegen deutlich unter den historischen Durchschnittswerten. Die Bewertungen sind hoch und die Liquidität ist ein wichtiges Thema. Deshalb sollten folgende Aspekte genau beobachtet werden:


Die Mittelzuflüsse von Investoren, die angesichts der Performance-Zahlen gesunken sind
Das finanzielle Leverage von US-Unternehmen, das weiterhin hoch ist und die am stärksten verschuldeten Unternehmen für eine aggressivere Geldpolitik der Fed empfänglich macht
Der Ölpreis


Schwellenländer

Die Mittelzuflüsse von Anlegern werden sich im Jahr 2018 fortsetzen, da die Risikoprämien gegenüber den Industrieländern und Unternehmensanleihen weiterhin sehr attraktiv sind.

In vielen Schwellenländern finden 2018 Wahlen statt, hauptsächlich in Lateinamerika. In diesem Umfeld sollten sich die lokalen Märkte, die spezifische innerstaatliche Anforderungen erfüllen, dank der hohen Realzinsen weiterhin gut entwickeln.


Aktien: Unsere Überzeugungen


„Das für das Jahr 2018 erwartete makroökonomische Umfeld begünstigt die globalen Aktienmärkte, die auf eine weitere starke Performance nach einem ausgezeichneten Jahr 2017 hindeuten“, kommentiert Lauren Jacquier-Laforge, CIO Equities.

Steigende Erträge pro Aktie

Ein synchrones globales Wachstum von 4% wird sich positiv auf die Unternehmensaktivitäten und  gewinne auswirken. Daher wird erwartet, dass der Ertrag pro Aktie um 10% steigen wird, und zwar synchronisiert in den geografischen Regionen.

Durch die gestiegene globale wirtschaftliche Aktivität  sollten die Erträge pro Aktie in den Vereinigten Staaten dank des Anstiegs des verfügbaren Haushaltsgesamteinkommen und des Abschlusses der Steuerreform steigen. Die Gewinne europäischer Unternehmen, insbesondere in der Eurozone, dürften um mehr als 10% steigen dank der gestiegenen Aktivität und der positiven Reaktion der Eurozone auf das Wachstum in den Schwellenländern.

„Wir bevorzugen Unternehmen, die sich zu einer nachhaltigen Investmentpolitik verpflichtet haben und eine Profitabilität aufweisen, die weit über den Kapitalkosten liegt“, kommentiert Laurent Jacquier-Laforge.

Nichtsdestoweniger müssen wir vor allem auf folgende Umstände achten:


Durch die Digitalisierung der Wirtschaft verursachte Veränderungen, die nach dem Eintreten einen ganzen Sektor betreffen können
Das mit einem starken Euro verbundene Risiko für europäische Exportunternehmen


Welche Sektoren sollten bevorzugt werden?

Wir sind noch immer der Meinung, dass die Wachstumssektoren Investoren anziehen sollten, auch wenn wir in Sektoren mit niedrigen Bewertungen vereinzelte „technische“ Rebounds feststellen konnten. Das sichtbare Wachstum der Industrieproduktion wird Investments unterstützen, die 2017 die Erwartungen nicht erfüllt haben – mit dem üblichen Rückstand von 12 bis 18 Monaten. Aus diesem Grund müssen die Wachstumsunterschiede zwischen den Sektoren erheblich sein und es werden Aktien aus dem Technologie- und Industriesektor bevorzugt.

Abgesehen von diesem Szenario, was sind die Hauptrisiken?

Neben geopolitischen Spannungen (Korea, Iran, Donald Trumps Außenpolitik etc.) sollte vor allem die Normalisierung der Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken beachtet werden, insbesondere der Rückgang des Cashflows ab dem Jahr 2018. Der Anstieg der Zinsen wird die Creditbedingungen erhöhen und voraussichtlich zu einer höheren Volatilität an den Kapitalmärkten führen. Diese Entwicklungen werden naturgemäß die historisch hohe absolute Bewertung risikoreicher Anlageklassen hervorheben. In den Portfolios werden wir auch die Wechselkursrisiken im Blick behalten, die die relative Performance der Märkte wesentlich beeinflussen.

Über La Française

Seit 40 Jahren entwickelt La Française Kernkompetenzen im Asset Management für Dritte.

La Française verfolgt ein Multi-Expertise-Geschäftsmodell, das in vier Kernbereiche strukturiert ist: Wertpapiere, Immobilien, Investmentlösungen und Direktfinanzierung. Die Unternehmensgruppe spricht institutionelle und Privatkunden weltweit an.

Mit 559 Mitarbeitern verwaltet La Française an den Standorten Paris, Frankfurt, Genf, Stamford (CT, USA), Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Seoul und Singapur ein Vermögen von über 64* Mrd. Euro.

La Française wird zu 92% (per 16.03.2017) von der Credit Mutuel Nord Europe (CMNE) gehalten, einer Bankassurance-Gruppe in Nordfrankreich und Belgien mit einem regulatorischen Eigenkapital von 3,3 Mrd. Euro (per 31.12.2016). Die Mitarbeiter und das Management von La Française sind auch Aktionäre der Gesellschaft.

*Daten vom 30.09.2017

Disclaimer

Die hierin enthaltenen Meinungen von La Française basieren auf aktuellen Marktbedingungen und könnten sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Diese Meinungen können von denen anderer Investmentprofis abweichen. Veröffentlicht durch La Française AM Finance Services, Büro 128, Boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich, reguliert durch die „Autorité de Contrôle Prudentiel“ als Investment Services Provider unter der Nummer 18673 X, Gesellschaft von La Française.

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