Sonntag, 22. Oktober 2017


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Orania - Dorf des Weißen Mannes

Gleichnamiger Kinofilm "ORANIA" feiert Deutschlandpremiere bei achtung berlin

Stuttgart, (lifePR) - ORANIA ist die Geschichte über eine Gemeinschaft weißer Südafrikaner, die sich weigert Teil der multi-ethnischen Rainbow Nation ("Regenbogennation") zu werden. In einem abgelegenen Wüstendorf streben sie danach, sich eine eigene burische Kulturheimat zu erschaffen. Orania liegt genau auf halbem Weg zwischen Kapstadt und Johannesburg. Seine 800 Bewohner sind niederländisch- und deutschstämmige Buren. 1990 gründete Prof. Carel Boshoff den idealisierten "Volkstaat", ausschließlich für Afrikaaner - also Weiße. Boshoff, der das Büro für Rassenangelegenheiten leitete, ist Schwiegersohn des früheren Premierministers Hendrik Verwoerd, der die Apartheid mitbegründete. Carel IV Boshoff: "In Orania, we are not saying sorry (for apartheid) with our mouths, we are doing something about it." 1995 besuchte Nelson Mandela Orania als Zeichen der Versöhnung. Die Oranier hießen ihn willkommen. "I didn't have to ask for permission. I came in. I was not given any pass. It's not something that worries me. They are entitled to run their settlement as they like", so Mandela. Jacob Zuma, Südafrikas amtierender Präsident reiste 2011 nach Orania: "My impression is different from what you hear, that there is a community wants to establish some republic somewhere. I think it is a community that is prepared to live within South Africa, but have a place for itself to exercise its culture etcetera and I think that is a basis really for continuous engagement." Was verbirgt sich hinter diesem eigentümlichen gesellschaftlichen Experiment? Der Frage geht Tobias Lindner in seinem Film ORANIA nach.

ORANIA feiert Deutschlandpremiere

Preisgekrönt mit der Auszeichnung als "Best Documentary Feature" (Bester abendfüllender Dokumentarfilm) des Jozi Film Festival 2013, Johannesburg, Südafrika und des Dreamland International Film Festival, New Haven, USA, ist ORANIA jetzt nominiert als "Bester Dokumentarfilm" des achtung berlin - new berlin film award 2013. Am 23. April, um 19.15 Uhr läuft ORANIA im Filmtheater am Friedrichshain im Wettbewerb und feiert seine Deutschlandpremiere. Der Berliner Regisseur Tobias Lindner und sein Filmteam beantworten anschließend die Publikumsfragen. Die Moderation übernimmt Christoph Brandl, Journalist und Autor.

"ORANIA ist ein Dokumentarfilm über kulturelle Identität und den schmalen Grat zwischen Selbstbestimmung und Ausgrenzung", erklärt Produzent Sascha Supastrapong, Dreamtrader Films. Offen, beobachtend, leise und fasziniert von seinen Protagonisten nimmt Lindner, der afrikaans spricht und drei Monate in Orania gelebt hat, den Zuschauer mit auf seine intensive Entdeckungsreise in das "Dorf des Weißen Mannes". Große, stilisierte Landschaftsbilder Südafrikas verweben sich mit intimen Einblicken in die Lebensumstände der Dorfbewohner. Die reduzierte Kamera stellt durch ruhige Einstellungen eine erstaunliche Nähe zu den Protagonisten her, für den Zuschauer so, als wäre er mitten im Geschehen. Auf internationalen Festivals ausgezeichnet steht Lindners Debütfilm in der Tradition puristischer Dokumentarfilme.

"Mit ORANIA ist Tobias Lindner ein unglaublich mutiger Film gelungen", so Hajo Schäfer, Festivalleiter von achtung berlin. "Wir sind froh ORANIA noch vor seinem Kinostart am 13. Juni zeigen zu können." Am 13. Juni startet ORANIA in den deutschen Kinos, verliehen durch die Kinostar Filmverleih GmbH.

Deutschlandpremiere ORANIA im Wettbewerb von achtung berlin: www.yorck.de/kinos/detail/100005

Am 23. April 2013 um 19:15 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain: Bötzowstraße 1, 10407 Berlin

Weitere Materialien zu ORANIA: www.kinostar.com/Verleih/filme/1750_Orania/index.htm

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