Kindernothilfe trauert um Dr. Norbert Blüm

Arbeits- und Sozialminister a. D. engagierte sich fast 20 Jahre für die Kinderrechtsorganisation

(lifePR) ( Duisburg, )
Die Kindernothilfe trauert um Dr. Norbert Blüm, der heute im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Der frühere Arbeits- und Sozialminister war nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag von 1999 bis 2016 ehrenamtlicher Stiftungsratsvorsitzender der Kindernothilfe und hat die Arbeit der Kinderrechtsorganisation stark geprägt.

„Die Herzen der Menschen aufrütteln, sich mit lautstarkem Protest und leisem Humor immer für die Schwachen starkmachen, so kennen wir Norbert Blüm, und so werden wir uns immer an ihn erinnern“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Wir danken ihm von ganzem Herzen für sein langjähriges Engagement für benachteiligte Kinder.“

Seit 2001 unterstützte er über die Jahre hinweg mehrere Patenkinder und schenkte seinen vier Enkelkindern ebenfalls eine Patenschaft. 2008 reiste er mit der damals zwölfjährigen Enkelin Lilian nach Indien, damit sie ihr Patenkind treffen konnte. Weitere Reisen führten ihn zu Kindernothilfe-Projekten in Afghanistan, Bangladesch und Peru. Über alle Sprachbarrieren hinweg erlebten ihn die Kinder als einen, der von ganzem Herzen auf ihrer Seite steht, mit ihnen leidet, mit ihnen für eine bessere Zukunft kämpft.

Er beteiligte sich auch in Deutschland an Aktionen und Kampagnen der Kindernothilfe. Bei TV-Quizshows spendete er seine Gewinne für Kindernothilfe-Projekte. Im Rahmen der Schulkampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ protestierte er lautstark gegen ausbeuterische Kinderarbeit und für Bildung. Dass Millionen von Kindern auf dieser Welt aus Armut schuften müssen und dadurch ihre Gesundheit, ihre Zukunft und häufig auch ihr Leben riskieren, machte den gläubigen Christen zu einem vehementen Streiter gegen diese menschenverachtende Ausbeutung. Seine Motivation: "Da wir auf einer Insel des Wohlstands leben, möchte ich nicht ruhig dasitzen und nichts tun."

Noch Mitte April schrieb er in einem Brief an die Kindernothilfe: „Lassen Sie in Ihrem Bemühen nicht nach, die Herzen der Menschen wachzurütteln. Die Menschheit kann nicht so bleiben, wie sie ist … Im Geiste marschiere ich mit.“
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