Ausgezeichnet: Die stärksten Bilder des Deutschen Jugendfotopreises 2014

(lifePR) ( Remscheid, )
Am 21. September wurden in Köln auf der photokina die besten Fototalente Deutschlands ausgezeichnet. Die Preisträger des Deutschen Jugendfotopreises 2014 begeistern mit großer Experimentierfreude, kreativen Bildern und Fotobüchern sowie mit starken Reportagen.

5.000 Junge Fotografinnen und Fotografen im Alter zwischen acht und 25 Jahren haben am Deutschen Jugendfotopreis teilgenommen. Die Preisträger des renommierten Wettbewerbs, den das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum im Auftrag des Bundesjugend-ministeriums veranstaltet, konnten sich am 21. September über Preise im Gesamtwert von 15.000 Euro freuen.

Die Preise wurden verliehen von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Caren Marks, dem Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Familienministerium Bernd Neuendorf, dem Geschäftsführer des Photoindustrie-Verbandes Christian Müller-Rieker sowie von Frank Peil von der Agentur "JUGEND für Europa".

Junge Fototalente

Bereits die jüngsten Preisträger überzeugen mit originellen Sichtweisen: Mit interessiertem Blick beobachtete Jule Sophie Sagnak (9 Jahre) aus Mönchengladbach ihre Großmutter. Dicht am Geschehen hielt sie deren Alltag in vielen Details und tollen Momentaufnahmen fest. Für ihre Bildserie bekam sie den ersten Preis in der Altersgruppe A (bis 10 Jahre).

Mit dem Hauptpreis der Altersgruppe B (11 bis 15 Jahre) wurde Cara Patrice Volbracht aus dem niedersächsischen Lüneburg ausgezeichnet. Die 15-Jährige beeindruckte die Jury mit einem kunstvollen Tierfoto, das durch eine geschickte Komposition und Farbgebung besticht.

Kreative Experimente

Die Begeisterung für fotografische Experimente ist ein großer Trend im diesjährigen Wettbewerb. So gestaltete David Amberg (22 Jahre) aus Berlin faszinierende "Isomorphien", für die er den ersten Preis in der Imaging-Kategorie erhielt. Seine zweiteiligen Bilder bestehen aus Chemogrammen - dafür hat David Amberg Entwickler direkt auf Fotopapier aufgetragen und herunterrinnen lassen - sowie Satellitenaufnahmen von Flüssen. Beide Bildteile zeigen ähnliche Muster - und doch trennen sie Welten. Ein kreatives Formenspiel, das zum stundenlangen Betrachten einlädt.

Stimmungsvolle Fotobücher

Nicht nur mit experimentellen Mitteln loten die jungen Fototalente die kreativen Möglichkeiten des Mediums Fotografie aus. Auch die Herausforderung, ein künstlerisches Fotobuch zu gestalten, haben einige von ihnen angenommen - mit vielen großartigen Ergebnissen. Allen voran der junge Berliner Marius Land (24). Mit seiner Seh-Reise "Treiben" sicherte er sich den Preis für das beste Fotobuch. In vielschichtigen Bildern, Texten und einem dynamischen Erzählrhythmus hat der 24-Jährige die Stimmung des Unterwegs-Seins festgehalten. Seine Bilder machen Lust, sich einfach mal treiben zu lassen.

Packende Bilderserien und Reportagen

Losziehen und die Welt mit der Kamera entdecken: wer dies mit Empathie, unbändiger Neugierde und einem ausgeprägten Blick für Situationen und Komposition unternimmt, erfüllt bereits die wichtigsten Voraussetzungen für starke Bildreportagen. Dafür muss man nicht einmal weit reisen. Ein Blick vor die Tür oder in die unmittelbare Umgebung genügt. Jonathan Fuss (24 Jahre) aus Köln verknüpfte für seine gekonnt dargestellten "Fallbeispiele" inszenierte Alltagssituationen und dokumentarische Bilder. Seine Bilder verstören und lassen eine sich anbahnende Katastrophe spüren. Dafür gab es den ersten Preis im Jahresthema "Draußen vor der Tür".

Weiter gereist sind dagegen die Hauptpreisträger in den Altersgruppen C (16 bis 20 Jahre) und D (21 bis 25 Jahre). Der 18-jährige Leonhard Sonner aus Pullach überzeugte mit einer klassischen Reportage über den Schwefelabbau am Ijen-Vulkan in Indonesien. Seine Schwarzweiß-Bilder vermitteln eindringlich die harten Arbeitsbedingungen inmitten des Schwefel-Rauchs. Eine echte Sensation ist Juliane Herrmann aus Jena gelungen: Die 24-Jährige besuchte Freimaurer-Logen in Europa und Brasilien und gibt mit ihren Fotos Einblicke in das geheimnisumwobene Netzwerk - eine einzigartige, herausragend umgesetzte Bildserie.

Die sicherlich berührendste Reportage stammt von Moritz Küstner (25) aus Hannover, der dafür mit dem Reportagepreis ausgezeichnet wurde. In stiller, warmherziger Weise fotografierte er das Leben einer HIV-infizierten jungen Frau in Estland, die auf engstem Raum mit ihrem Partner und ihren Kindern zusammenlebt - ohne dass ihre Familie von ihrer Infektion weiß. Eine starke Reportage, der sich der Betrachter nicht entziehen kann.

Der Höhepunkt der Preisverleihung war die Vergabe des Publikumspreises: Er ging dieses Jahr an Moritz Reich (23) mit seiner Serie: Isabel aus Frankfurt/Main.

Die Preisträger-Fotos sowie die genauen Platzierungen, Jurybegründungen und Informationen zur Entstehung der Arbeiten sind auf www.jugendfotopreis.de zu finden. Hier können Besucher auch Kontakt zu den Preisträgern aufnehmen sowie deren Arbeiten bewerten und kommentieren.
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