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Pressemitteilung BoxID: 687193 (Katholisches Klinikum Essen GmbH)
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Nach einem Ruhepuls von 246 Schlägen wieder im richtigen Takt

Neuer Linksherzkathetermessplatz mit optimaler Bildqualität bei geringster Strahlung befreit junge Essenerin von lästigen Herzrhythmusstörungen

(lifePR) (Essen, ) Per hochaufgelöster 3-D-Navigation durchs Herz und die Gefäße: Mit einem modernen Linksherzkathetermessplatz können Ärzte am St. Vincenz Krankenhaus des Katholischen Klinikums Essen Patienten jetzt noch gezielter behandeln als bisher. Eine hervorragende Bildqualität kombiniert mit einer dreidimensionalen Mappingtechnologie macht einen schnellen Heilungsprozess beispielsweise bei Herzrhythmusstörungen für die erfahrenen Mediziner deutlich einfacher als bisher. Als eine der ersten davon profitiert hat eine 35-jährige Frau aus Essen.

Es sollte ein erholsamer Sommerurlaub in Kroatien werden. Ein Sprung ins kühle Meer auf der kroatischen Halbinsel Istrien wurde Emina Barucic aber zum Verhängnis. Das Herz der 35-Jährigen fing plötzlich an zu rasen, eine besetzte Notaufnahme war in weiter Ferne. Zwei Stunden dauerte es, bis die junge Frau eine geöffnete Ambulanz fand und von einem Arzt behandelt wurde. Ihr Puls lag inzwischen bei 246 Schlägen pro Minute. Normal sind im Ruhezustand etwa 80 Herzschläge.

„Ich habe schon immer unter Herzrhythmusstörungen gelitten“, berichtet Emina Barucic, ein halbes Jahr nach dem Schockmoment. Sie habe deshalb bereits etliche Behandlungen über sich ergehen lassen. Das Herzrasen in Istrien sei aber anders gewesen, deutlich schneller, als sie es gewohnt war. Mit der Angst im Nacken, es nicht rechtzeitig zu einem Arzt zu schaffen, fuhr sie mit ihrer Familie von einer geschlossenen Notaufnahme in die nächste. Nach zwei Stunden hatten sie endlich Glück. Eine Infusion brachte die Essenerin vorübergehend wieder in den richtigen Takt. Zurück in Deutschland ließ sie sich im St. Vincenz Krankenhaus gründlich untersuchen. „Ich war von Anfang an dort und habe immer eine gute Behandlung bekommen“, lobt sie.

„Emina Barucic hatte immer wieder Herzrhythmusstörungen, die zwar nicht lebensbedrohlich waren, sie in ihrem Alltag aber belästigten“, ordnet Dr. Michael Lukat die Beschwerden ein. Der erwünschte Erfolg blieb aber auch nach mehreren Behandlungen aus oder war nur von kurzer Dauer, führt der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik II – Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Rhythmologie weiter aus.

„Mit dem neuen Linksherzkathetermessplatz im St. Vincenz Krankenhaus haben wir ganz andere Möglichkeiten, der Ursache von Herzrhythmusstörungen auf den Grund zu gehen“, schätzt Dr. Lukat den Fortschritt der Technik. Das Gerät sei ein Allrounder, der sowohl eine hervorragende Bildqualität biete als auch elektrophysiologische Untersuchungen und Behandlungen möglich mache. Mithilfe der dreidimensionalen Mappingtechnologie wird die elektrische Aktivität des Herzens hochaufgelöst wie eine Landkarte dargestellt. Gleichzeitig ist die Strahlenbelastung dadurch deutlich geringer als bei Eingriffen ohne Verwendung der Mappingtechnologie. „Vor rund zehn Jahren konnten viele Herzrhythmusstörungen nur mit Medikamenten behandelt werden“, so Dr. Lukat weiter. „Heute können wir Ursachen finden und gezielt veröden.“

Retrospektiv sei das Problem bei Emina Barucic anders gelagert gewesen, als die Mediziner bisher annehmen konnten. Die Untersuchung am neuen Linksherzkathetermessplatz habe gezeigt, dass ein weiterer Taktgeber neben dem eigentlich für den Rhythmus des Herzens verantwortlichen Sinusknoten immer wieder die Führung übernahm und auch ohne Belastung für einen 130er- bis 140er-Puls sorgte. „Das ist im Ruhezustand sehr unangenehm“, so der Kardiologie. Die Ärzte des Vincenz Krankenhauses empfahlen deshalb eine Verödung des konkurrierenden Taktgebers.

Die gebürtige Bosnierin war eine der ersten, die am neuen Linksherzkathetermessplatz behandelt wurde und zeigte sich hinterher begeistert. Sie war wach, habe von dem Eingriff aber nichts gespürt. Auf einem Monitor verfolgte sie jeden einzelnen Schritt mit. Der Arzt habe ihr genau erklärt, was er warum macht. „Auch danach hatte ich keine Schmerzen, nicht mal am Einschnitt an der Leiste“, so Emina Barucic zufrieden. Zwei Tage später durfte sie wieder nach Hause. „Am meisten freue ich mich auf meine Tochter“, sagt die junge Mutter am Tag der Entlassung. „Sie wird fünf im Februar und ich habe mich noch nie so lange von ihr getrennt.“