Samstag, 18. August 2018


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Weniger Niedergelassene, mehr Angestellte

In Bayern sind über 10.000 Vertragszahnärzte tätig

München, (lifePR) - In Bayern gibt es so viele Vertragszahnärzte wie noch nie: Am 31. Dezember 2017 hatte die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) 10.337 Mitglieder. Bundesweit sind aktuell knapp 51.000 Vertragszahnärzte tätig. Damit ist jeder fünfte deutsche Vertragszahnarzt im Freistaat zugelassen.

„Zahnarzt ist ein dem Patienten besonders zugewandter Beruf. Trotz zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen bleibt das Berufsbild offenbar attraktiv“, erklärte der KZVB-Vorsitzende Christian Berger. Gleichzeitig weist Berger darauf hin, dass die Einzelpraxis nach wie vor die Mehrzahl der Niederlassungen ausmacht, wenn auch die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte (mit eigener Praxis) langsam aber stetig sinkt: innerhalb von zehn Jahren von 8546 auf 8185. Das ist ein Rückgang um 4,2 Prozent.

„Die KZVB beobachtet den Rückgang der Einzelpraxen, die den Großteil der Versorgung in ländlichen Regionen des Freistaats sicherstellen, sehr aufmerksam“, so Berger. Gleiches gilt für den Anstieg bei der Anzahl der angestellten Zahnärzte.

Gründe für die zunehmende Zahl angestellter Zahnärzte sind zum einen Gesetzesänderungen und zum anderen die vermeintlich leichtere Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Angestelltenverhältnis.

Gleichzeitig finden aber auch immer mehr Zahnärzte, vor allem in ländlichen Regionen, keinen Nachfolger für ihre Praxen. Dabei sei die Niederlassung in ländlichen Regionen auch wirtschaftlich interessant, betont Berger. Gleichzeitig fordert er die Politik auf, die Rahmenbedingungen für die selbstständige Berufsausübung zu verbessern: Weniger Bürokratie, Abschaffung der Budgetierung zahnärztlicher Leistungen und ein Ende der Degression (Kürzung des Honorars ab einer bestimmten Leistungsmenge) – das sind die Kernforderungen der KZVB, um wieder mehr Kollegen für die Arbeit auch in ländlichen Gebieten zu gewinnen.

Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB)

Die KZVB ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mitglieder sind die rund 10.000 bayerischen Vertragszahnärzte, also die Zahnärzte, die berechtigt sind, Leistungen über die gesetzliche Krankenversicherung abzurechnen. Die KZVB stellt die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung für die mehr als zehn Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Bayern sicher, organisiert den zahnärztlichen Notdienst, bietet eine neutrale Patientenberatung an und rechnet die zahnärztlichen Leistungen mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.

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