KV Hessen zieht Zwischenbilanz: Reform der Psychotherapie wirkt

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen hat eine erste positive Zwischenbilanz zur Reform der Psychotherapie-Richtlinie zum 1. April gezogen. Die beiden Vorstandsvorsitzenden, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, sagten dazu heute in Frankfurt: „Nachdem das zweite Quartal 2017 nun abgerechnet und ausgewertet ist, können wir feststellen, dass die Reform an vielen Stellen zu wirken scheint. Gerade dem Hauptziel, den Zugang zur ambulanten Psychotherapie zu erleichtern, sind wir mit der Reform offensichtlich schon ein Stückchen näher gekommen. Die dazu neu eingeführte psychotherapeutische Sprechstunde zur zeitnahen diagnostischen Abklärung und Beratung wurde im zweiten Quartal von fast 29.000 Patienten in Anspruch genommen.“

Auch Dipl.-Psych. Michael Ruh, der den Vorstand der KV Hessen in Fragen der Psychotherapie unterstützt, zeigt sich zufrieden: „Mich freut besonders, dass 95% der Patientinnen und Patienten den direkten Weg in die hessischen Psychotherapiepraxen gefunden haben und der Umweg über die bei der KV angesiedelte Terminservicestelle (TSS) nicht notwendig war. Wir konnten damit auch das Problem teilweise zu langer Wartezeiten für die Psychotherapie angehen und bereits Verbesserungen erzielen. Außerdem ist positiv, dass psychotherapeutische Akutbehandlungen nun ohne vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse begonnen werden können. Das kommt einer oft notwendigen, akuten psychotherapeutischen Intervention sehr entgegen. Die neuen Leistungen werden über die verschiedenen psychotherapeutischen Fachgruppen hinweg gut angenommen und den Patienten angeboten.“

Die zum 1. April 2017 geänderten Vorgaben für die ambulante psychotherapeutische Behandlung gehen auf das Versorgungsstärkungsgesetz zurück, das seit 2015 gilt. Bereits 2014 hatte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Anliegen der psychotherapeutischen Berufsverbände übernommen und eine Gesetzesänderung initiiert. Der Gesetzgeber hatte daraufhin den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit einer Strukturreform beauftragt, die wiederum am 1. April 2017 in Kraft trat. Ziel war es vor allem, ein differenzierteres Behandlungsangebot in der Psychotherapie mit einen niedrigschwelligen Zugang zu schaffen.
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