Samstag, 21. April 2018


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IsoBouw wird Miteigentümer der ersten Recycling-Anlage für EPS-Dämmung in Terneuzen (NL)

Abstatt, (lifePR) - „Somit ist die EPS-Industrie beim Recycling wesentlich weiter als viele andere Dämmstoffarten“, so Christoph Nielacny, Geschäftsführer bei IsoBouw anlässlich der Gründungs-Zeremonie der PolyStyrene(PS)Loop-Initiative (www.PolyStyreneLoop.org) am 6. und 7. November in Amsterdam.

„In der Form einer Genossenschaft nach niederländischem Recht haben 55 Unternehmen aus 13 Ländern, die allesamt der Wertschöpfungskette der EPS- und XPS-Produktion zuzurechnen sind, die Basis dafür geschaffen, einen alten Gedanken Realität werden zu lassen.“, so Christoph Nielacny, Vorsitzender der Geschäftsführung des Abstätter EPS-Herstellers IsoBouw. Das Projekt setzt auf das CreaSolv®-Verfahren, welches durch das Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising sowie die CreaCycle GmbH entwickelt wurde. Die PSLoop-Initiative realisiert das Projekt der Kreislaufwirtschaft als Lizenznehmer mit finanzieller Förderung durch die EU-Kommission.

Im niederländischen Terneuzen entsteht derzeit eine Pilotanlage mit einer Kapazität von 3.000 Tonnen pro Jahr, die im dritten Quartal 2018 ans Netz gehen wird.

Geschäftsführer der PS-Loop-Initiative und Leiter des Entwicklungsbereichs der Synbra-Gruppe, der Muttergesellschaft der schwäbischen IsoBouw GmbH, ist Jan Noordegraaf. Nordegraaf zur innovativen Anlage: „Im industriellen Maßstab werden durch den physikalisch-chemischen Recycling-Prozess alte Dämmstoffe aus Polystyrol („Styropor“) in ein Polystyrol-Recyclat von hoher Qualität umgewandelt. Das Recyclat wird als Rohstoff für neue Dämmstoffe eingesetzt. Zusätzlich wird im Recycling-Prozess auch das Flammschutzmittel HBCD ausgeschleust und zuverlässig vernichtet. HBCD ist in ‚alten‘ Styroporprodukten eingesetzt worden. Durch eine enge Anbindung an das Betriebsgelände des Chemieunternehmens ICL wird das dabei separierte Brom dem Stoffkreislauf wieder zurückgeführt.“

Erst vor kurzem hatte Kestutis Sadaukas, Direktor der Europäischen Kommission für Nachhaltige Wirtschaft, die Pilotanlage als „Bulls Eye“-Projekt, charakterisiert, „also einen wichtigen Baustein in der Kreislaufwirtschaft und beispielgebend für die Kunststoff-Industrie“, so Noordegraaf. Das Projekt wird mit ca. 2,7 Mio. Euro von der Europäischen Kommission gefördert.

Aktuell erarbeitet die mit 9 Millionen Euro finanzierte PSLoop-Initiative ein Logistik-Konzept zur Rücknahme von EPS- und XPS-Abfall vorzugsweise aus dem Baubereich. So sollen die zum Start erforderlichen circa 500 Tonnen Material der Pilotanlage aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden gesammelt werden.

IsoBouw GmbH

Die IsoBouw GmbH zählt zu den führenden Herstellern von EPS-Dämmstoffen (expandierter Polystyrol Hartschaum) in Deutschland. Sie gehört zur Synbra-Gruppe, einem Konzern, der sich seit Jahrzehnten mit der Produktion und Weiterentwicklung von Dämmstoffen und Verpackungslösungen beschäftigt. Synbra betreibt europaweit 14 Werke mit mehr als 900 Mitarbeitern, einschließlich eines eigenen Rohstoffwerkes. IsoBouw ist unter anderem Mitglied des IVH (Industrieverband Hartschaum e.V.) sowie der DGNB e.V. (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen).

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