Berliner Wirtschaft wächst moderat weiter

(lifePR) ( Berlin, )
Die Schuldenkrise in der Eurozone verschärft sich - davon bleibt auch die Berliner Wirtschaft nicht unberührt. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe ist die Erholung ins Stocken geraten. Im Vergleich zu den meisten anderen deutschen Industriestandorten sind die Konjunkturperspektiven in Berlin aber noch recht günstig. Daher sind die Unternehmen in der deutschen Hauptstadt quer durch alle Branchen bis zuletzt überwiegend zuversichtlich. Die Stimmungswerte für Berlin entwickelten sich sogar besser als diejenigen für Deutschland insgesamt. Die befragten Unternehmen sehen Berlin auch 2012 auf ein sicheres Wachstum hinsteuern. Nach zwei äußerst wachstumsrobusten Jahren in Folge erwartet die Investitionsbank Berlin (IBB), dass die Konjunktur 2012 zwar etwas an Dynamik verlieren, unter dem Strich aber noch um etwa 1,5% zulegen wird.

Schwellenländer kompensieren Euro-Krisenstaaten

Berlin trifft die verschärfte Wirtschaftskrise in Europa in einer Position der Stärke. Dennoch kann sich die deutsche Hauptstadt von der ausgeprägten Schwäche der wichtigen europäischen Absatzmärkte nicht gänzlich abkoppeln. Allerdings werden lediglich 8,2% der Berliner Ausfuhren in den Ländern Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Irland abgesetzt. Damit ist diese krisenbehaftete Ländergruppe als Absatzmarkt für Berliner Waren nicht mehr so wichtig wie zum Beispiel die Länder der BRICS-Gruppe, in die im vergangenen Jahr 16,2% der Berliner Güter ausgeführt wurden. Die Abkürzung BRICS steht dabei für die Anfangsbuchstaben der fünf Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Konsumnahe Branchen Stützen der Konjunktur

Die deutsche Hauptstadt ist von einer stark dienstleistungsorientierten Wirtschaft geprägt. So sind denn auch diese Wirtschaftszweige die wesentliche Stütze der Berliner Konjunktur. Der Wertschöpfungsanteil der Berliner Industrie ist dagegen mit 11,5% sehr gering. Die relativ robuste Entwicklung im Berliner Einzelhandel, die Umsatzsteigerungen im Gastgewerbe, die steigenden Löhne und vor allem der durch die stark expandierenden Touristenströme wachsende Konsum wirken stabilisierend. Davon profitieren insbesondere konsumnahe Branchen wie etwa die Hersteller langlebiger Konsumgüter.

Impulse auch von der Baukonjunktur

Auch von der in Berlin nach wie vor starken Baukonjunktur - nicht zuletzt durch das im Zuge der Finanzkrise wachsende Interesse an Sachwerten - gehen Impulse für die hiesige Wirtschaft aus. So zogen insbesondere im Wohnungsbau - aber nicht nur dort - die Auftragseingänge im ersten Quartal 2012 weiter an und liegen nach wie vor auf dem höchsten Wert seit 2002.

Anhaltender Tourismusboom

Die Touristen werden auch 2012 eine starke Stütze der Berliner Konjunktur bleiben. Hier hält der positive Trend nach wie vor an. Trotz Finanzkrise konnte Berlin im ersten Quartal 2012 starke Wachstumsraten verzeichnen und an die sehr gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. So wurden in den ersten drei Monaten 2012 im Beherbergungsgewerbe bereits rund 2,2 Millionen Gäste in der deutschen Hauptstadt gezählt, das entsprach einer Zunahme von 15,7%. Aufgrund des starken touristischen Jahresauftakts 2012 dürften auch die Ausgaben der Berlinbesucher im laufenden Jahr steigen (2011 insgesamt rund 10 Mrd. Euro). Beim Berliner Einzelhandel sorgt das für steigende Umsätze. Bereits im Durchschnitt der ersten drei Monate 2012 setzte der Berliner Einzelhandel real 2,6% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie unter der Adresse www.ibb.de
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