Reoperationen nach Bandscheibenvorfällen um 50% gesenkt

Neue Studie zu einer innovativen Operationsmethode

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Die Bandscheibe besteht aus einem harten faserförmigen äußeren Ring und einem gelartigen inneren Kern, der zur Dämpfung von Stößen dient. Im äußeren Ring können sich Risse bilden, durch die gelartiges Material aus dem inneren Kern nach außen treten kann. Dies bezeichnet man als Bandscheibenvorfall.

Häufig drückt das ausgetretene Material auf den Nerv und der Schmerz strahlt bis in die Beine aus. In einigen Fällen treten Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungen auf.

Die operative Versorgung eines Bandscheibenvorfalls ist die häufigste Wirbelsäulen-Operation in Deutschland. Dem Großteil der Patienten geht es danach gut. Der Riss im äußeren Ring bleibt aber bestehen. Ist der Riss zu groß, besteht ein erhöhtes Risiko eines erneuten Vorfalls ( Rezidiv). Derartig ausgedehnte Einrisse finden sich bei rund 30-40% der Patienten.

Bei jedem 4. dieser Patienten kommt es zu einem erneuten Bandscheibenvorfall an der gleichen Stelle, mit dem Risiko einer oder mehreren weiteren Operationen.

Darüber hinaus ist das Ergebnis von Nachoperationen häufig schlechter – bis hin zum sogenannten „Failed Back oder Postdiskektomie-Syndrom“ 1) mit chronischen Schmerzen und Behinderungen.

Um bei diesen Patienten das Risiko eines erneuten Vorfalls zu reduzieren, wurde von Intrinsic Therapeutics, einem auf Bandscheibentherapien spezialisiertem Unternehmen, ein Implantat mit dem Namen Barricaid® entwickelt, mit welchem große Defekte im Faserring verschlossen werden können. Das Verfahren wurde in einer der größten klinischen Studien in der Wirbelsäulen-Chirurgie mit 554 Patienten untersucht. Die Zwei-Jahres Ergebnisse dieser Studie wurden nun in einer renommierten medizinischen Fachzeitschrift, The Spine Journal, publiziert.

Diese neue Behandlungsoption reduziert das Risiko von erneuten Bandscheibenvorfällen und Reoperationen nach Bandscheiben-OP´s um 50% und ist damit dem heutigen Standardverfahren überlegen. Professor Claudius Thomé, Direktor der Universitätsklinik in Innsbruck und einer der klinischen Leiter der Studie bringt die Überlegenheit und die Vorteile der neuen Operationsmethode auf den Punkt: „Um die wahre Dimension des Nutzens mit dem Barricaid®-Implantat zu erfassen, ist es wichtig, zu wissen, dass wiederholt operierte Patienten normalerweise nicht die gleiche Verbesserung von Schmerz und Funktion erreichen wie Patienten, die nicht ein zweites Mal operiert werden mussten. Barricaid® halbiert die Anzahl an Rezidivvorfällen und Reoperationen innerhalb von 2 Jahren.

1) Das Postdiskotomiesyndrom (PDS) oder engl. failed back surgery syndrome (FBSS) ist eines der größten schmerzmedizinischen Probleme. Es handelt sich dabei um anhaltende Schmerzen nach wirbelsäulenchirurgischen Eingriffen, oder Schmerzen, die als Operationsfolge postoperativ neu aufgetreten sind.

Was können Ursachen für anhaltende Schmerzen sein?

• Die eigentliche Ursache ist durch den Eingriff nicht beseitigt worden.

• Nach dem Eingriff kam es zum „Nachrutschen von Bandscheibengewebe“ (Rezidiv), oder es wurden Bandscheibenreste zurückgelassen.

• Der Eingriff hat zu Schädigungen von Nerven oder Muskeln geführt.

• Als Operationsfolge ist eine Instabilität der Wirbelsäule in dem betreffenden Abschnitt zu verzeichnen

• Eine Narbenbildung im Operationsbereich
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