Montag, 27. Februar 2017


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Alternativer Friedensnobelpreisträger besucht BICC

(lifePR) (Bonn, ) Im Rahmen seines Bonn-Aufenthalts besuchte Alyn Ware, Träger des diesjährigen Right Livelihood Award gestern das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Friedens- und Konfliktforschungszentrum nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit dem weltweit anerkannten Friedensaktivisten.

"Konversion, also die Umwandlung von militärischen in zivile Ressourcen, beginnt in den Köpfen. Alyn Ware ist für uns ein authentisches Beispiel, wie diese Konversion erfolgreich durchgeführt werden kann", betont Peter J. Croll, Direktor des BICC und verweist auf Wares Kampf gegen die Atomrüstung. In seinem Heimatland hat Ware dazu beigetragen, dass Neuseeland zur atomwaffenfreien Zone wurde, wo Atom-U-Booten oder nuklearbetriebenen Flugzeugträgern die Einfahrt in die Häfen verweigert wird.

Alyn Ware hat vor über 25 Jahren - also mitten im Kalten Krieg - damit begonnen, sich für den Frieden zu engagieren. Heute arbeitet er eng mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zusammen und ist "Lobbyist" in Sachen Abrüstung bei Regierungen in aller Welt. Bei seinem Treffen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BICC hob Alyn Ware hervor: "Die Rolle von Parlamentariern ist sehr wichtig, denn sie sind es, die die Verbindlichkeit von internationalen Verträgen sicherstellen." Er unterstrich das enge Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Parlament und Regierungen und verwies in diesem Zusammenhang auf das Parlamentarische Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung (PNND). PNND ist ein überparteiliches Forum für Abgeordnete im In- und Ausland zur Zusammenarbeit, zum Informationsaustausch, zur Entwicklung gemeinsamer Strategien und zur Beteiligung an Diskussionen und Initiativen für die nukleare Abrüstung.

"Wir sind gespannt darauf, im September 2010 den Dialog mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Right Livelihood Award in Bonn fortsetzen zu können", kündigt Croll an. Vom 15. bis 18. September 2010 werden die rund 100 Trägerinnen und Träger des "Alternativen Nobelpreises" in Bonn erwartet. "Weiter wie gehabt? kursWECHSELN in die Zukunft" ist der Titel der Jubiläums-Konferenz zur 30. Verleihung des Right Livelihood Award. Veranstalter sind die Right Livelihood Award Stiftung und die Stadt Bonn; die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn fungieren als Mitveranstalter. Untereinander, mit Experten aus der Region und der engagierten Öffentlichkeit werden die mit dem "Right Livelihood Award" Ausgezeichneten dann ihre Lösungen für die drängenden globalen Fragen erörtern.

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