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Pressemitteilung BoxID: 610249 (International Campaign for Tibet Deutschland e.V.)
  • International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
  • Schönhauser Allee 163
  • 10435 Berlin
  • http://www.savetibet.de
  • Ansprechpartner
  • Kai Müller
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"Freiheit für den Panchen Lama!"

ICT kritisiert chinesische Regierung für "Verschwindenlassen" und massive Eingriffe in Religionsfreiheit

(lifePR) (Berlin, ) Zum heutigen „Internationalen Tag der 'Verschwundenen'“ hat die International Campaign for Tibet (ICT) auf das Schicksal des von der chinesischen Regierung im Jahre 1995 entführten Panchen Lama Gendun Choekyi Nyima hingewiesen. Der zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alte Junge war von den chinesischen Behörden mitsamt seiner Familie entführt worden, nachdem ihn der Dalai Lama kurz zuvor als 11. Inkarnation des Panchen Lama anerkannt hatte. Indes präsentierte die chinesische Führung der Öffentlichkeit einen ihnen genehmen Panchen Lama. Dieser jedoch wird von den meisten tibetischen Buddhisten als illegitim abgelehnt. Bis heute wird Gendun Choekyi Nyima an einem unbekannten Ort festgehalten. Er gilt als eines der weltweit bekanntesten Beispiele für die schwere Menschenrechtsverletzung des „Verschwindenlassens“. Die zwangsweise Einsetzung eines religiösen Würdenträgers durch die chinesische Regierung stellt überdies einen massiven Eingriff in die Religionsfreiheit tibetischer Buddhisten dar.

Mehr als 5.000 Menschen haben in Deutschland eine Petition der ICT unterzeichnet, die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für den Panchen Lama und ein Ende der Übergriffe der chinesischen Regierung auf den tibetischen Buddhismus fordert. Die Petition wurde heute der chinesischen Botschaft in Berlin zugestellt.

ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Peking muss Gendun Choekyi Nyima endlich freilassen. Nach mehr als 20 Jahren in erzwungener Isolation muss die chinesische Regierung ihm gestatten, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen und sich frei zu bewegen. Er selbst soll frei entscheiden, wie er sein Leben führen will. Sein Fall muss alle angehen, die sich für den Schutz der Religionsfreiheit einsetzen. Keine Regierung der Welt hat das Recht, religiöse Würdenträger einzusetzen. In Tibet ist das Sache tibetischer Buddhisten und nicht der chinesischen Regierung.“

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Petitionsseite: http://savetibet.de/kampagnen/online-petition/freepanchenlama-seite/

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.