Dienstag, 28. Februar 2017


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Mehr Rechte - mehr Mitsprache für Kinder

Weltkindertag

(lifePR) (Nürnberg, ) Anlässlich des Weltkindertages kritisiert der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) die Zunahme von Kinderarmut, oft auf Grund von Scheidung und Trennung. "Das sind Missstände, die in Sonntagsreden angeprangert werden, aber wenn es ums Geld, wenn es um gleiche Bildungschancen, um mehr Betreuung, um bessere Bildung und damit um bessere Lebenschancen geht, wird gekniffen.", stellt der Bundesvorsitzende Josef Linsler fest. Der ISUV kritisiert des Weiteren, dass Kinder im Zusammenhang von Trennung und Scheidung weiterhin "ganz legal" einen Elternteil verlieren können, ohne dass sie wirkungsvoll mitsprechen können. Auch das Gezerre und Gezeter um die gemeinsame elterliche Sorge für nichteheliche Kinder beweist nach Auffassung des Verbandes, dass Kinderrechte zu wenig berücksichtigt werden.

"Es ist immer noch gängige Rechtslage, wenn die nicht verheiratete Mutter will, bestimmt sie allein übers Kindswohl, dann ist das Kind rechtlos gegenüber dem eigenen Vater, der Vater rechtlos gegenüber dem eigenen Kind.", kritisiert Linsler. Kernforderung von ISUV ist: Kinder haben Anspruch auf beide Eltern, Eltern bleiben Eltern, ob sie verheiratet sind oder nicht. Alle Kinder sind gleich, alle Kinder haben gleiche Rechte, unabhängig von der Lebensform der Eltern.

Der Verband kritisiert auch die kinderfeindliche Sozial- und Steuerpolitik: Bei der Trennung "stuft" der Staat die Eltern, die jetzt mehr Aufwand haben, "zurück" in Steuerklasse I. Somit steht den Kindern auch weniger Geld zur Verfügung. Weniger Geld bedeutet in einer Konsum- und Freizeitgesellschaft weniger Partizipation, weniger Anerkennung, - insbesondere auch weniger Bildung. "Armut erleben Kinder besonders intensiv, hautnah, im Kindergarten, in der Schule, am Geburtstag, bei Freizeitmöglichkeiten, Geschenken... Immer mehr Kinder geschiedener oder getrennt lebender Eltern sind auf Hartz IV-Leistungen angewiesen, Kinder sind in der Bundesrepublik das Armutsrisiko Nummer eins, das spricht Bände.", stellt Linsler fest.

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