Montag, 23. Oktober 2017


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Die Privatrente: Flexibilität ist ihr Markenzeichen - aber um welchen Preis?

IVFP hat in seinem aktuellen Rating 150 Privatrenten auf Herz und Nieren untersucht

Altenstadt/WN, (lifePR) - Was sie auszeichnet, ist ihre Flexibilität. Es gibt sie klassisch, fondsgebunden mit (fmB) oder fondsgebunden ohne Beitragsgarantie (foB), die Privatrente. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat in seinem aktuellen Rating 150 Privatrentenversicherungen - jede einzelne wurde auf bis zu 80 Kriterien hin getestet - von über 60 Anbietern untersucht.

Basierend auf den für Verbraucher wichtigsten Aspekten setzt sich die Gesamtnote dabei aus vier Teilnoten zusammen: Unternehmenssicherheit (Gewichtung 35 Prozent), Rendite des Produkts (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) und Transparenz (10 Prozent).

Wer überzeugt bei der Privatrente?

Wie bereits im Vorjahr überzeugen auch 2011 wieder die Allianz und der Volkswohl Bund. Bei den fondsgebundenen Tarifen ohne Beitragsgarantie teilen sich beide Anbieter (Gesamtnote 1,5) vor der Stuttgarter Lebensversicherung und der PBV Lebensversicherung (beide mit 1,6) den ersten Platz. Bei den klassischen Tarifen liegt die Allianz mit "Allianz PrivatRente Klassik" (Gesamtnote 1,4) knapp vor dem Tarif "Klassische Rentenversicherung R1" von Cosmos und dem "Klassische Rentenversicherung SR" vom Volkswohl Bund (beide mit Gesamtnote 1,5) vorne. Die Allianz konnte sich mit der "Allianz PrivatRente Invest alpha- Balance" zudem auch im Bereich fondsgebunden mit Beitragsgarantie vor dem "ALfonds" der Alten Leipziger, dem "GarantRente Vario" der Provinzial NordWest und dem "Fondsgebundene Rentenversicherung FWR" des Volkswohl Bunds (alle mit Gesamtnote 1,6) auch den ersten Platz sichern.

Was kostet Flexibilität?

"Zentraler Aspekt der Privatrente ist die hohe Flexibilität. Aus diesem Grund hat das IVFP in seinem aktuellen Privatrenten-Rating besonderes Augenmerk auf diesen Teilbereich gelegt. Fast schon wie bei einem Giro-Konto hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, Geld aus seinem Vertrag entnehmen bzw. zuzahlen zu können" so Frank Nobis, Gesellschafter Geschäftsführer des IVFP. Allerdings gilt zu beachten, dass hierfür Kosten anfallen (können). Das Institut hat daher bei jedem Tarif beispielhaft untersucht, welche Kosten anfallen, wenn Versicherungsnehmer während der Ansparphase 2.000 Euro aus ihrem Vertrag entnehmen möchten. Und das Ergebnis ist mehr als vielfältig. Grundsätzlich gilt zu unterscheiden, ob Versicherer überhaupt eine Kapitalentnahme anbieten bzw. ob die Kapitalentnahme nur im Rahmen einer Teilkündigung möglich ist. Von den etwa 150 untersuchten Tarifen weisen etwa 40 Prozent konkrete Kosten bei einer Kapitalentnahme (ohne Teilkündigung) aus. Diese bewegen sich zwischen 0 und 170 Euro. Positiv fallen hier Generali, Alte Leipziger, R+V sowie SV Sparkassenversicherung auf - bei keinem der Aufgeführten entstehen für diesen Betrag Kosten. Andere Versicherer legen zur Berechnung der Kosten komplizierte Formeln zugrunde, die kaum nachvollziehbar sind. Den Versicherungsnehmer also weitestgehend im Unklaren lassen, in welcher Höhe Kosten anfallen.

Bei etwa 15 Prozent der Tarife können Versicherungsnehmer sogar nach Rentenbeginn kostenlos Kapital entnehmen - meist bis zur Höhe der vereinbarten Todesfallleistung. Grundsätzlich zieht eine Kapitalentnahme eine geringere Rente nach sich. Lässt sich Kapital nur im Rahmen einer Teilkündigung entnehmen, ändert sich dementsprechend auch die garantierte Rente.

Ebenso in den Teilbereich Flexibilität fällt die Option der Kündigung bzw. einer Beitragsfreistellung. Positiv ist, dass im Vergleich zum Vorjahr, viele Anbieter bei den Kündigungsfristen - also den Versicherungsbedingungen - nachgebessert und diese kundenfreundlicher gestaltet haben. Mehr als die Hälfte aller Tarife lässt inzwischen eine Kündigung bzw. Beitragsfreistellung mit einer Frist von weniger als einem Monat zum nächsten Beitragszahlungsabschnitt zu. So bieten über 65 Prozent aller Versicherer die Möglichkeit, den Vertrag in weniger als vier Wochen zu kündigen, wohingegen gerade einmal 2 Prozent aller Tarife eine Kündigungsfrist von mehr als vier Wochen aufführen - im Vorjahr waren es noch 8 Prozent.

Alles in allem überzeugen im Teilbereich Flexibilität vor allem der Volkswohl Bund und die HanseMerkur (beide klassisch), Provinzial NordWest (fmB) sowie Moneymaxx (foB). Daneben haben auch in diesem Bereich Allianz und Karlsruher (beide klassisch), Condor (foB) sowie Helvetia (fmB) gepunktet.

Bereich Rendite: Wie sieht es mit den Kosten aus?

Zuerst die frohe Kunde: Ratenzuschläge gibt's nicht mehr. Zumindest fast. Es scheint, als habe das BGH-Urteil zur HUK Coburg hinsichtlich der Ratenzuschläge gewirkt. Fast alle Anbieter haben diese bei unterjähriger Zahlweise beseitigt. Klar ist aber auch, dass sich diese Kosten nicht in Luft aufgelöst haben. Wo also sind sie hin? Während der eine oder andere Anbieter jetzt stattdessen Rabatte bei Jahreszahlung gewährt - also den umgekehrten Weg geht - ist bei anderen Versicherern nunmehr völlig unklar, wo die Kosten abgeblieben sind, da diese nun Bestandteil der Tarifkalkulation sind. Es gibt aber auch positive Beispiele, wie etwa die Cosmos. In ihren Versicherungsbedingungen führt sie deutlich auf, wo die Kosten geblieben sind - sie finden sich in den Verwaltungskosten wieder.

Auch Zuzahlen kostet! Oft sogar mehr als die üblichen Abschlusskosten. Darüber wissen wohl die wenigsten Versicherungsnehmer Bescheid. Wer im Laufe seiner Ansparphase seine garantierte Rente erhöhen möchte, da er gerade über entsprechendes Kapital verfügt, kann dies tun. Allerdings lässt sich bei nahezu keinem Versicherer aus den Vertragsunterlagen exakt entnehmen, wie hoch die Kosten für eine Zuzahlung sind. Daher am besten einfach direkt nachfragen.

Die Top-Anbieter in der Rendite sind - wenig überraschend - die Direktversicherer: Europa (klassisch und foB) und Hannoversche (fmB). Dabei fällt auf, dass im Bereich der klassischen Tarife die Rendite im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung etwas geringer ausfällt. "Hier schlägt sich ganz klar die Kapitalmarktentwicklung und die damit verbundene Senkung der Überschussbeteiligungen und der Nettoverzinsung nieder", sagt Nobis. Weitere Top-Versicherer im Bereich Rendite sind Cosmos (klassisch), HDI Gerling und PBV Versicherungen (beide foB) sowie Allianz (fmB).

Wer ist top in (Unternehmens)Sicherheit und Transparenz/Service?

Neben der Rendite überzeugt die Cosmos zusammen mit der Allianz auch im Teilbereich

(Unternehmens)Sicherheit. Exzellente Ergebnisse in der Sicherheit erzielten auch Debeka, Volkswohl Bund und AachenMünchener sowie Generali und HUK Coburg. Bei Transparenz und Service liegt die Allianz in allen drei Kategorien vorne. Einzig im Bereich fondsgebunden ohne Beitragsgarantie muss sie sich den ersten Platz mit dem Volkswohl Bund teilen.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung ist eine unabhängige, inhabergeführte Gesellschaft, die sich auf private und betriebliche Altersvorsorge spezialisiert hat. Im Jahr 2001 gegründet und mit Hauptsitz in Altenstadt/WN steht es unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Thomas Dommermuth. Das Kerngeschäft des Instituts beruht auf der Erstellung von Gutachten und der Zertifizierung von Produkten und Beratungsprozessen im Bereich der Vorsorge, der fachlichen Strategieberatung für Finanzdienstleister sowie der Entwicklung und Implementierung von Altersvorsorge-Beratungssoftware. Zudem bietet das Institut über seine eigene Akademie ein umfangreiches Spektrum an Fachseminaren an.

Zu seinen Kunden zählen zahlreiche namhafte Unternehmen wie AachenMünchener, Allianz, AXA, Commerzbank, Concordia, Fidelity, HDI-Gerling, LBS, Postbank, Sparkassen Finanzgruppe, Standard Life, Union Investment, Versicherungskammer Bayern, Zurich Deutscher Herold u.v.a.

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