Montag, 18. Juni 2018


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IIK-Preis "Interkultur" 2017 ging an vier Düsseldorfer Hochschulen

Mit je 1.000 Euro prämiert wurde eine Masterarbeit über Wohnungsbau-Systeme für Flüchtlinge und eine Arbeit über die postkolonialen Ansätze in der Fotokunst von Guy Tillim

Düsseldorf, (lifePR) - Gestern trafen sich fünf Preisträger der vier Düsseldorfer Hochschulen an der Heinrich-Heine-Universität. Bereits zum sechsten Mal vergab das Institut für Internationale Kommunikation e.V. (IIK) den Preis „Interkultur“. Weil in diesem Jahr so viele herausragende Arbeiten zu den Themen Kultur und Migration eingereicht wurden, vergab die Jury erstmals zwei erste Preise à 1.000 Euro und zwei zweite Preise à 500 Euro. Ebenfalls eine Premiere: Prämiert wurden Studierende aller vier Düsseldorfer Hochschulen (Heinrich-Heine-Universität, Hochschule Düsseldorf, Kunstakademie und Robert Schumann Hochschule).

Die beiden Preisträger der Hochschule Düsseldorf, Dominik Schlebes und Marc Maylahn, sind als Innenarchitekten schon recht populär. Der von ihnen entworfene Bibliotheksbus für das Institut Français in Düsseldorf wurde 2015 mit dem International Design Award „Gold“ ausgezeichnet. In ihrer Masterarbeit entwickelten sie nun Ideen für eine dauerhafte Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Düsseldorf: „Uns beschäftigte die Frage, wie man schnell, günstig und vor allen Dingen auch qualitativ lebenswerten Wohnraum schaffen kann.“ Ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert wurde die Staatsarbeit von Kunstakademie-Studentin Jana Tiborra. Sie hat sich mit der Repräsentanz der afrikanischen Welt in den Werken des südafrikanischen Fotografen Guy Tillim beschäftigt.

Gülcan Yücel von der Heinrich-Heine-Universität analysierte in ihrer Masterarbeit das Phänomen der Rückwanderung von Akademikern und hat dafür Bildungsbiografien gegen den Strich gelesen und Stereotype entlarvt. Ibrahim-Kaan Cevahir (Robert Schumann Hochschule) setzte sich in seiner Masterarbeit mit dem Komponisten Paul Hindemith und dessen Vorschlägen für den Aufbau des türkischen Musiklebens auseinander: „Ich arbeite ein verschwiegenes, gar vergessenes Kapitel deutsch-türkischer Kulturbeziehungen auf mit der Intention, einen wichtigen Beitrag zur Verständigung beider Länder zu leisten und dies angesichts der sich zunehmend verschlechternden deutsch-türkischen Beziehungen.“

Über die Verwendung der Preisgelder haben die Studierenden auch schon feste Vorstellungen: Die beiden Innenarchitekten Dominik Schlebes und Marc Maylahn werden einen Laptop anschaffen. Jana Tiborra möchte mit dem Preisgeld Ausstellungen, Museen und Sammlungen besuchen und Bücher kaufen. Auch Ibrahim-Kaan Cevahir plant mit den 500 Euro den Literaturvorrat für seine Doktorarbeit aufzustocken und Gülcan Yücel bessert mit den 500 Euro ihre Urlaubskasse auf.

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