Lieblingsorte in Norwegen: Wohin reisen norwegische Autoren?

(lifePR) ( Hamburg, )
Vom 16. bis 20. Oktober 2019 findet die Buchmesse in Frankfurt am Main statt. Ehrengast ist in diesem Jahr Norwegen. Aus diesem Anlass verraten uns die vier bekannten norwegischen Autoren Erika Fatland, Erling Kagge, Lars Mytting und Maria Parr ihre Lieblingsorte in Norwegen. 

Erika Fatland
Erika Fatland gab ihr literarisches Debüt mit einem Kinderbuch: 2009 behandelte sie in „Foreldrekrigen“ auf humoristische Art und Weise die Trennung der Eltern aus Kinderaugen. Seitdem konzentriert sich die studierte Sozialanthropologin vor allem auf Sachbücher. Im Mai erschien ihr Buch „Die Grenze“ (Suhrkamp Verlag), in dem Fatland die Umrundung Russlands entlang der 20.000 Kilometer langen Grenze dokumentiert. Befragt nach ihrem Lieblingsort im heimischen Norwegen nennt Fatland die Baronie in Rosendal. Die Baronie ist ein im Jahr 1665 vom dänischen Adligen Ludvig Holgersen Rosenkrantz erbautes Schloss und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der westnorwegischen Region Hordaland. Erika Fatland ist vor allem beeindruckt von der „spektakulären Gebirgslandschaft, die mit tiefen Schluchten das Schloss umgibt, und vom romantischen Rosengarten, der vor der Baronie angelegt ist“. Sie empfiehlt zudem einen Besuch des jährlich im August stattfindenden Kammermusik-Festivals in der Baronie.

"Die Grenze" von Erika Fatland, aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg, erschienen im April 2019 im Suhrkamp Verlag

Erling Kagge
Erling Kagge ist zugleich Abenteurer, Verleger und Autor. Er war bereits am Südpol, am Nordpol sowie auf dem Mount Everest, arbeitete als Anwalt, studierte Philosophie, gründete mit dem „Kagge Forlag“ einen bedeutenden Verlag Norwegens und schrieb Bestseller wie „Stille: Ein Wegweiser“.
Ruhe findet Kagge in den Bergen von Blefjell in der südnorwegischen Region Telemark. Dort, knapp über der Baumgrenze, hat sich Kagge eine 12 Quadratmeter große Hütte eingerichtet. „Keine Elektrizität, kein fließendes Wasser, eine mit Holz beheizte Sauna und die größte und schönste Toilette der Welt. Ich liebe es, weil es das Leben einfach macht. Und das einfache Leben ist die größte Herausforderung für die meisten Norweger“, so Kagge.

Kagges neustes Buch „Gehen. Weiter gehen - Eine Anleitung“ erschien im Oktober 2018 im Insel Verlag.

"Gehen. Weiter gehen - Eine Anleitung" von Erling Kagge, aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg, erschienen im Oktober 2018 im Insel Verlag

Lars Mytting
Lars Myttings Buch „Der Mann und das Holz" wurde nicht nur in Norwegen zum Bestseller. Auch in Deutschland fand das Sachbuch über die Kulturgeschichte des Holzes eine große Leserschaft. Mytting lebt in der Nähe des Østerdalen in der ostnorwegischen Region Hedmark.
Gefragt nach seinem Lieblingsort nennt Mytting das nahegelegene Imsdalen, ein heute unbewohntes Tal zwischen Gudbrandsdalen und Østerdalen: „Steile Berghänge führen dort direkt zu zwei schmalen Seen. Bei ruhigem Wasser entsteht so eine wunderschöne große Spiegelung. Das Tal vermittelt ein ungewöhnliches Gefühl von Ruhe und Wildnis. Die vielen verlassenen kleinen Orte stimmen melancholisch und erinnern an vergangene Zeiten und Menschen.“

Möglicherweise diente das Imsdalen-Tal auch als Vorbild für das neue Buch von Mytting: „Die Glocke am See“, erschienen im Januar im Insel Verlag. Es erzählt die Geschichte der jungen, wissbegierigen Astrid, die in einem abgeschiedenen Tal aufwächst.

"Die Glocke am See" von Lars Mytting, aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel, erschienen im Januar 2019 im Insel Verlag

Maria Parr
Maria Parr ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Kinder- und Jugendbuchautorinnen Norwegens. Ihre Bücher „Waffelherzen an der Angel“ und „Sommersprossen auf den Knien“ wurden mehrfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Inspiriert sind ihre Geschichten von der abgeschiedenen norwegischen Westküste in der Region Møre og Romsdal, in der Parr aufwuchs und auch heute mit ihrer Familie lebt.
Dort, in einem kleinen Dorf bei Vanylven, genießt sie besonders die Nähe zum Meer. „Die See hat eine beruhigende Wirkung auf mich, egal ob das Wetter sonnig oder windig ist. Seit meiner Kindheit habe ich dort sehr viel Zeit verbracht, um zu spielen oder um nachzudenken. Die Felsen, die Bootshäuser und der Horizont bleiben immer gleich und doch gibt es ständig Neues zu entdecken: Häufig kann man Tiere beobachten, manchmal eine Flaschenpost oder Schätze finden, die von weither angespült wurden.“

Das neue Buch von Maria Parr spielt ebenfalls zwischen Fjord und Strand. „Manchmal kommt Glück in Gummistiefeln“ ist im Juli im Dressler Verlag erschienen.

"Manchmal kommt Glück in Gummistiefeln" von Maria Parr, aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt, erschienen im Juli 2019 im Dressler Verlag
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